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Hansa-Chef: Profisport im Osten „jämmerlich“

Hansa-Chef: Profisport im Osten „jämmerlich“

Bernd Hofmann, der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa Rostock, hat die Situation des Profisports im Osten Deutschlands als „jämmerlich“ bezeichnet. In einer öffentlichen Sitzung des Sportausschusses im Bundestag sagte der 42-Jährige am Mittwoch in Berlin, dass dies nichts mit Managementfehlern zu tun habe, sondern an den wirtschaftlichen Grundlagen liege.

Berlin. „Profisportler bewegen sich auf einem Markt und gehen dahin, wo das Geld ist.“

Aktuell spielen in den vier größten deutschen Männer-Ligen (Fußball, Handball, Basketball, Eishockey) nur fünf Ostvereine, drei davon kommen aus Berlin. Die Großunternehmen, die hauptsächlich im Westen angesiedelt seien, würden „70 bis 80 Prozent ihrer Marketingtöpfe“ auch dort ausschütten.

Für Hofmann, der Sportmarketing und Sportmanagement studiert hat, müssen die Ostvereine einen anderen Weg gehen und noch mehr in den Nachwuchs investieren. Fußball-Drittligist Hansa Rostock habe zuletzt zwischen 1,3 bis 1,5 Millionen in die eigene Nachwuchsförderung gesteckt. Im vergangenen Jahr gewannen die A-Junioren die deutschen Meisterschaft, in dieser Saison stehen sie im Pokalfinale. Die Profis kehren in die 2. Liga zurück. „Wir haben nur die Möglichkeit, Spieler auszubilden und sie an den Verein zu binden oder für sie eine Ablösesumme zu erzielen. Nur so können wir unsere Existenz sichern“, sagte Hofmann.

Christian Sachs, Vertreter vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), wies jedoch darauf hin, dass sich die Situation in den olympischen Sportarten im Osten positiv entwickelt habe. Er nannte als Beispiel dafür die Erfolge im Biathlon. In diesem Bereich würden jedoch keine marktwirtschaftlichen Kräfte wirken.

Das Thema Profisport im Osten wurde auf Antrag der CDU/CSU-Fraktion im Sportausschuss diskutiert. Da 16 Millionen Menschen im Osten vom Profisport quasi ausgeschlossen seien, fordern die Politiker einen Regulierung. Die Opposition dagegen will eher den Breitensport fördern. Hofmann war der einzige, der von vier geladenen Sportvertretern aus den neuen Bundesländern zu der Sitzung erschienen war.

dpa

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