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Heimserie von Dynamo Dresden reißt - Erfurt wahrt Chancen auf Relegationsplatz

Heimserie von Dynamo Dresden reißt - Erfurt wahrt Chancen auf Relegationsplatz

Dynamo Dresden hat im Aufstiegsrennen Federn gelassen und muss nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Im Ostderby gegen Rot-Weiß Erfurt verloren die Männer von Trainer Matthias Maucksch nach verheißungsvoller Anfangsphase am Mittwochabend mit 1:3 (1:2).

Dresden. Die übergroße Mehrheit der 28.365 Zuschauer im Glücksgas-Stadion machte sich frustriert auf den Heimweg, denn eine so bittere Heimniederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz hatte kaum einer erwartet.

Besser konnte das Prestigeduell für die Schwarz-Gelben nicht beginnen. Dynamo kam gleich mit dem ersten Eckball zur ersten Torchance, als Lars Jungnickel die Hereingabe von Cristian Fiel aufs Erfurter Gehäuse köpfte, aber am auf der Linie postierten Denis Weidlich scheiterte (4.). Doch beim zweiten Versuch klappte es: Fiels Eckstoß erreichte Sebastian Schuppan, der mit einem Kopfballaufsetzer vollendete (5.). Ein Start nach Maß für die Gastgeber.

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Dresden. Fußball Drittligist Rot-Weiß Erfurt hat seine Chancen auf den Relegationsplatz gewahrt. Im Spitzenspiel des 31. Spieltages beendeten die Thüringer die Heimserie von Dynamo. Dabei erwischte Dresden zunächst den besseren Start, denn Sebastian Schuppan (4.) bracht die Hausherren in Führung. Erfurt ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und schlug Mitte der ersten Hälfte zurück.

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Erfurt aber zeigte sich nicht sonderlich beeindruckt. Schließlich hatte Trainer Stefan Emmerling vorab gewarnt: „Wenn wir so verhalten wie bei Hansa spielen, haben wir in Dresden keine Chance, dann werden wir von Dynamo erdrückt.“ Nils Pfingsten-Reddig setzte denn auch bald das erste Achtungszeichen in Richtung Dresdner Tor, als er Benjamin Kirsten mit einem Schuss prüfte (13.). Als Timo Röttger eine Flanke von Alexander Esswein verfehlte und so das 2:0 verpasste (16.), wurden die Thüringer noch mutiger. Und sie kamen kurz darauf über einen Eckball zum Ausgleich: Oliver Caillas trat die Kugel in den Strafraum, Kirsten verfehlte den hohen Ball, den der am zweiten Pfosten einlaufende Erfurter Rechtsverteidiger Dennis Malura locker einnickte (22.).

Es sollte noch schlimmer für die konsternierten Hausherren kommen. Als Dynamo-Kapitän Thomas Hübener Weidlich an der Eckfahne mit letztem Einsatz abdrängte und im Fallen den Ball schon hinter der Grundlinie glaubte, kam die Kugel doch noch einmal in die Mitte, von wo ihn Linksverteidiger Fabian Stenzel vorbei an Kirsten im langen Eck platzierte (25.).

Beinahe hätte Dynamo trotzdem die richtige Antwort gegeben, denn Dani Schahin tauchte vor dem RWE-Kasten auf, donnerte den Ball aber überhastet über die Latte (27.) Einen Schuppan-Kopfball musste Torwart Dirk Orlishausen noch abwehren (37.), dann war die Gefahr für die Rot-Weißen bis zum Halbzeitpfiff schon vorüber. Zu stark agierten die Gäste, zu unsicher die Gastgeber in der Defensive. Mehfach konnten sie die Bälle gegen die aufrückenden Thüringer nur auf die Tribüne kloppen, Eckbälle waren die Folge. Einen davon bugsierte RWE-Kapitän Rudi Zedi mit seinem kahlen Schädel aufs Tor, Kirsten konnte klären (34.). Einige Dynamo-Fans drehten durch, warfen Gegenstände nach Erfurter Spielern. Die nächste saftige Geldstrafe vom DFB ist ihrem Klub damit sicher. Erst zu Wochenbeginn war eine Zahlungsaufforderung über 6000 Euro ins Haus geflattert.

Nach der Pause brachte Dynamo nicht mehr viel zustande, die Angriffe stockten, Gefahr für das Tor der Gäste gab es nicht mehr. Als Esswein einmal links durchging und flankte, stocherten Schahin, Koch und Röttger nach dem Ball. Im Tor brachte ihn keiner unter (48.). Die Partie wurde nun von den Erfurtern kontrolliert, Dynamo handelte sich nur noch gelbe Karten und einen weiteren Gegentreffer ein. Nach einem Konter über den quirligen Weidlich hob Youngster Dominick Drexler – bis dato wenig zu sehen – die Kugel über Kirsten hinweg ins lange Eck (77.). Florian Jungwirth war zu spät gekommen. Die Entscheidung für Erfurt, der Knockout für Dynamo.

Noch eine schlechte Nachricht: Der ausgewechselte Christian Fiel musste böse verletzt ins Krankenhaus. Eventuell droht ihm sogar das vorzeitige Saisonende.

Das SFV-Verbandsgericht hat gestern das Urteil zum ausgefallenen Sachsenpokalspiel gegen Markkleeberg bestätigt. Demnach steht Dynamo im Viertelfinale, trifft dort (wahrscheinlich am 13. April im Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark) auf den VfB Zwenkau. Die Geldstrafe gegen Markkleeberg (600 Euro) wurde aufgehoben.

Jochen Leimert

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