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Henning Frenzel sorgt sich um den 1. FC Lok

Henning Frenzel sorgt sich um den 1. FC Lok

Henning Frenzel (70) gilt als das Aushängeschild des 1. FC Lok. Der 56-fache Nationalspieler (19 Tore) arbeitete bis 2011 als Trainer und Übungsleiter im Verein, um dessen Zukunft er sich große Sorgen macht.

Leipzig. Frage: Wie sehr blutet Ihnen das Herz angesichts der angespannten Situation beim 1. FC Lok?

Henning Frenzel: Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es wird wohl falsch gewirtschaftet worden sein, anders ist nicht zu erklären, dass auf einmal bis Saisonende noch zusätzlich 325000 Euro aufgebracht werden müssen.

War die Regionalliga für den Club von vornherein zu teuer?

Ich habe keinen Überblick über die Finanzen, aber das glaube ich nicht. Am Ende dreht sich freilich immer alles ums Geld. Es ist beachtlich, dass alle schon auf viel verzichtet haben. Aber das kann keine generelle Lösung sein.

Vielleicht bietet die Opposition im Verein eine neue Lösung an?

Ich habe beim 1. FC Lok schon viele kommen und gehen sehen. Erst hieß es immer, sie machen alles anders und wissen, wie es geht. Dann wurde es doch meistens nichts. Herr Kesseler, der jetzt neuer Präsident werden will, hat noch vor kurzem auch die Unterlagen im Verein mit erstellt. Aber man spürt, dass Lok jetzt gespalten ist.

Ist Herr Notzon noch der richtige Mann an der Spitze?

Ob er der richtige war oder ist, weiß ich nicht. Dafür kenne ich ihn zu wenig. Aber ich habe immer Leute vermisst, die aus der Stadt und der Region kommen und sich engagieren. Den meisten war doch, wenn ich an die Zeit nach 1990 denke, der Verein eigentlich egal.

Aber es wurde der Aufstieg in die Bundesliga geschafft.

Mit enorm viel Glück. Ich finde, damals hätten wir in Leipzig eine große Mannschaft aus beiden Vereinen, aus Lok und Chemie, bilden sollen. Das wäre sicher auch für Groß-Sponsoren interessant geworden. Aber da hatte jede Seite Angst vor vielleicht 2000 Anhängern, die richtig dagegen sein würden. Es kann sein, dass sie dem Neuen tatsächlich die kalte Schulter gezeigt hätten, aber inzwischen wären sie bestimmt im Stadion. Jetzt hoffe ich, dass die Regionalliga gehalten wird und es bei uns weitergeht. Die Situation in Leutzsch ist schlimm genug.

Hat RB auf Grund dieser Situation so großen Zuspruch?

Das kann sein. Aber auch bei ihnen zeigt sich, wie schwer es ist, nach oben zu kommen. In der Regionalliga sind sie nicht gefordert, deshalb könnte die Aufstiegsrelegation schwierig werden.

Werden Sie zur Mitgliederversammlung am 12. April gehen und eine neues Lok-Präsidium wählen?

Ich gehe hin. Aber wen ich wähle, weiß ich noch nicht.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2013

Winfried Wächter

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