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Hilferuf aus dem Neuseenland - Profirennen "Rund um die Braunkohle" hat Geldsorgen

Hilferuf aus dem Neuseenland - Profirennen "Rund um die Braunkohle" hat Geldsorgen

Der Ort war gut gewählt, denn ein Hilferuf ertönte am Montag im Arbeitsmedizinischen Zentrum der Mibrag in Profen (Sachsen-Anhalt): "Am 10. März müssen wir entscheiden, ob in diesem Jahr die Profis bei den Neuseenclassics starten können", erklärte Harald Redepenning.

Profen. Der Renndirektor der Traditionsveranstaltung "Rund um die Braunkohle" läutet die Alarmglocken. "Die Finanzkrise trifft auch uns, es fehlen 50.000 Euro am Etat von 250.000 Euro", legte er die Zahlen auf den Tisch. Redepenning informierte gestern nicht nur Medienvertreter, sondern auch viele Mitstreiter und Sponsoren, die bisher zum exzellenten Ruf des Radrennens beitrugen.

Da tat es gut, von Horst Schmidt zu hören, dass die Mibrag - Sponsor seit der ersten Stunde - in diesem Jahr den Einsatz sogar verdoppelte und 20.000 Euro für das Großereignis im Neuseenland rings um Zwenkau bereitstellt. Schmidt, Mibrag-Geschäftsführer, schwingt sich stets selbst in den Sattel, um bei einem der vielen Rennangebote dabei zu sein. Denn die Fahrt der Profis ist "nur" die sportliche Krönung dieses Ereignisses am 23. Mai (Pfingstsonntag).

Bereits jetzt liegen tausende Meldungen von Radsportfreunden aus ganz Deutschland vor, die bei den Jedermannrennen oder den Nachwuchs- sowie Radwandertouren für die Familie mitmachen wollen. Die Organisatoren versichern, dass es daran keinen Abstrich gibt - nur eben das Profirennen sei vakant. "Damit steht und fällt die öffentliche Wirkung solch einer Veranstaltung über das Leipziger Neuseenland hinaus", betont der Renndirektor.

Ex-Friedensfahrer Andreas Petermann meint: "Es wäre bedauerlich, wenn das letzte hochkarätige Tagesrennen der Region sterben würde." Für die einstige Weltklassefahrerin und Teammanagerin Petra Rossner steht fest, dass das stimmige Konzept, also von der Breite bis zur Spitze, beibehalten werden soll. Seit sieben Wochen mit dem Leipziger Rad-Nachwuchs beschäftigt, weiß sie um die Vorbildwirkung von Sportidolen. "Spitzenfahrer gehören dazu, und das kostet Geld."

Die Absage des Profirennens würde den rasanten Aufschwung bis in die höchste Kategorie des Radsport-Weltverbandes jäh stoppen. "Uns bleiben nur noch wenige Tage bis zur Entscheidung. Gegenwärtig steht es wirklich nicht gut, um ein Klasse-Fahrerfeld an den Start zu bekommen", gesteht Redepenning.

Eberhard Schmiedel

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