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Hitzeschlacht am Kulki - Lokalmatadore siegen beim 33. Leipziger Triathlon

Bittner und Meichsner Hitzeschlacht am Kulki - Lokalmatadore siegen beim 33. Leipziger Triathlon

Zu kämpfen hatten die Teilnehmer des 33. Leipziger Triathlons am Kulkwitzer See nicht nur mit den zurückzulegenden Kilometern im Wasser, zu Fuß und auf dem Rad - sondern auch mit schweißtreibenden Temperaturen. Am Ende setzten sich zwei Lokalmatadore durch.

Lokalmatadorin Anja Meichsner freut sich über ihren Sieg beim 33. Leipziger Triathlon.

Quelle: Christian Modla

Leipzig . Als Anja Meichsner endlich ihren ersten Sieg über die olympische Distanz beim Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See eingeheimst hatte, ließ sie sich völlig erschöpft und mit erdbeerrotem Kopf nach hinten auf die Wiese fallen. Grashalme, Laubreste und Erde klebten gestern noch lange danach an ihrem schweißnassen Rücken. Nach 1550 Meter Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren sowie zehn Kilometer Laufen gewann die Zweite von 2014 und 2015 in 2:16:19 Stunden vor Elizabeth Haas (MRRC München), die nach einer furiosen Aufholjagd rund zwei Minuten später ins Ziel lief. Dritte wurde Konstanze Friedrich (TV Dresden) in 2:20:57 Stunden.

Zum 33. Mal haben Triathleten am Kulkwitzer See in Leipzig geschwitzt. Am Ende konnten sich zwei Lokalmatadore durchsetzen.

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„Ich bin glücklich, dass ich endlich mal gewonnen habe“, freute sich die 36-Jährige vom Leipziger Triathlon-Verein. Trotz der Strapazen konnte sie schon wieder scherzen. „Nun kann ich mir ja nächstes Jahr mal frei nehmen.“ Besonders beim Schwimmen und auf dem Rad zeigte die Leipzigerin eine solide Vorstellung, auf der abschließenden Laufstrecke musste sie die letzten Körner bei einer Lufttemperatur knapp unter 30 Grad (Wasser: 21,8) dann nicht mehr vergeuden.

Bei der Männern wiederholte Per Bittner (BH Pro Triathlon Team/Füchse Osterburg) in 1:53:23 Stunden seinen Vorjahreserfolg vor dem Triumphator des Dresdner City Triathlons Christian Otto (Triathlonverein Dresden). Otto kraulte am schnellsten durch den Kulki, doch beim Wechsel aufs Rad machte Bittner 33 Sekunden auf den zu lange am Neoprenanzug fummelnden Sieger von 2014 gut – und verließ die Wechselzone als Erster. „Dann wollte ich die Radstrecke nutzen, um ein Polster herauszufahren“, sagte Bittner, „und habe sofort attackiert.“

Es gelang dem Profitriathleten, dem Platz acht bei der Challenge Roth vom vergangenen Wochenende äußerlich nicht anzumerken war, eindrucksvoll: Der 31-Jährige unterbot seine Vorjahreszeit trotz der Hitze um rund eineinhalb Minuten und distanzierte seinen ärgsten Verfolger um fast fünf Minuten. Über die olympische Distanz eine kleine Ewigkeit.

Dies alles unter den Augen von Martin Engelhardt, dem Präsidenten der Deutschen Triathlon Union, der die Tradition des 1984 ins Leben gerufenen Wettkampfs und die „tolle Organisation“ hervorhob. Leipzig sei eines der Top-10-Rennen in Deutschland.

Insgesamt 1500 Sportler gingen bei der 33. Auflage an den Start. Auch im Fitness- und Firmentriathlon, im Kindertriathlon sowie bei der deutschen Meisterschaft der Ärzte und Apotheker wurde geschwommen, geradelt und gerannt. Bei dem erstmals in Leipzig ausgetragenen Wettbewerb gewann die Chirurgin Elizabeth Haas, die Zweite der Frauenkonkurrenz. Dass die Duathlon-Spezialistin etwas erschöpft startete, hatte anders als bei Per Bittner keine sportlichen Gründe: Es war dem Amoklauf in München geschuldet.

Die Medizinerin erhielt am Freitag beim Radtraining einen Notruf, eilte prompt ins Krankenhaus und wurde in eine Notfallgruppe eingeteilt. Stundenlanges Warten bis in die Nacht. Ein Opfer der Schießerei musste sie zwar nicht versorgen, aber „es war nach der Aufregung schon ganz gut, aus München rauszukommen, um den Kopf etwas frei zu bekommen“, berichtete die 30-Jährige nach ihrem ersten Leipzig-Gastspiel.

Thomas Fritz

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