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Hockey-Frauen von ATV verpassen Sensation zum Bundesliga-Auftakt

Hockey-Frauen von ATV verpassen Sensation zum Bundesliga-Auftakt

Zum Auftakt der Hallenhockey-Bundesliga haben die ATV-Frauen zwei Niederlagen einstecken müssen. Gegen die Staffelfavoriten Berliner HC (4:6) am Sonnabend und gestern gegen TuS Lichterfelde (4:8) scheiterten die Leipzigerinnen auch an der eigenen Courage.

Leipzig. Im Vorjahr freuten sie sich wie Schneeköniginnen, lagen sich in den Armen, zeigten Fäuste, tanzten und feierten. Ein 2:2 gegen den Berliner HC, den deutschen Meister, war der gefühlte Heimsieg für die Außenseiterinnen von ATV. Neue Saison, gleich zum Aufwärmen den BHC - die Schneeköniginnen verwandeln sich in traurige Prinzessinnen. Dabei begann die Mittagspartie in der Sporthalle am Rabet vor 150 Fans mit einem Feuerwerk der jungen ATV-Spielerinnen von Trainer Axel Thieme. In der 11. Minute eröffnete Nadja Ziane den Torreigen, Kapitän Maxi Benedix jubelte kurz darauf, Nancy Rudolph erhöhte postwendend auf 3:0. Im gegnerischen Kasten konnte Ex-Teamkollegin Karoline Amm nur den Kopf schütteln. "Meine Leute waren noch nicht wach und haben lange gebraucht, um ins Spiel zu finden", sagte die Europameisterin nach dem Happy End.

Beim Pausenstand von 4:3 verbeugte sich symbolisch Gewandhausmusiker Roland Messinger vor der Leipziger Teamleistung, der Hit für ihn war ATV-Keeperin Mandy Pfötsch. "Eine klasse Leistung, wirklich überraschend", fand der aus dem legendären Hockey-Dorf Osternienburg stammende Gast, ehe er selbst zur Premiere in die Oper eilen musste.

Das Konzert auf dem Spielfeld wurde ein lautes. Schnell ging es dank neuem Modus (4:1) sowieso zu, die Meisterinnen agierten nun clever. Nach zwei Toren von Hanna Schniewind (in der ATV-Schule gereift) führten die Berlinerinnen erstmals. Im Gegenzug wurde es hektisch. Das Ende vom Lied: Die mit Gelb vorbelastete Nadja Ziane sah nach einer Notbremse Gelb/Rot. Die anschließende Strafecke verwandelte Kerstin Witt zum 4:6.

Trösten war angesagt, vereinsübergreifend. Hanna nahm die für ein Spiel gesperrte Nadja in den Arm, umarmte sie minutenlang. Routinier Nancy Rudolph fasste zusammen. "Klar sind da Emotionen im Spiel, wenn der deutsche Meister auf der Platte steht. Da schenkt sich niemand was. Aber hinterher sind wir wieder Freundinnen."

Ein Freund überzeugender Worte war wie stets Coach Thieme. "Wir hatten uns ganz klar vorgenommen, mehr zu holen. Das war auch drin. Letztlich sind wir an uns selbst gescheitert", monierte der 44-Jährige, der seine Mädels auf Augenhöhe mit dem BHC sah, aber zwischen dem Gewinnen wollen und können noch Handlungsbedarf sieht.

Gestern ähnelte sich das Bild. ATV begann stark, ging in der 5. Minute durch Maxi Benedix sogar in Führung. Doch als dann die Gäste im Minutentakt nachlegten (allein vier Tore von Stefanie Gorr), riss der Faden auf Leipziger Seite.

Neues Spiel, wieder gegen den BHC am kommenden Sonnabend in der Hauptstadt. Schneeköniginnen dringend gesucht.

ATV:

Pfötsch; Wenzel, Kappler 1, Ziane 1 (Sonntag gesperrt), Wagner, Benedix 4, Kliebes, Zschieschang, Rudolph 2, Schubert (nur Sonntag).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.12.2013

Kerstin Förster

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