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Hockey-Heimspiel mit internationaler Note

Hockey-Heimspiel mit internationaler Note

Die Zehlendorfer Wespen und die Frauen des UHC Hamburg haben gestern den 27. Messepokal in der Sporthalle Brüderstraße gewonnen. Beim Hockey-Heimspiel mit internationaler Note sicherte sich das ATV-Damen-Team im 7-Meter-Schießen mit 11:10 (6:6) gegen den Bundesliga-Rivalen Osternienburg den dritten Platz.

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Pokal-Gefecht auf dem Hockey-Parkett: ATV-Spielerin Henriette Kliebes (r.) im Duell mit Sarah Geißler aus Osternienburg.

Quelle: Christian Nitsche

Nach "Auf-geht's-ATV-Rufen herrscht Mucksmäuschenstille. Die fünfte Osternienburger Strafschützin tritt an, aus und vorbei: Leipzigs Keeperin Mandy Pfötsch wird von ihren Teamkolleginnen stürmisch gefeiert, sie hält den dritten Platz fest. Zuvor haben Nancy Rudolph, Vanessa Wenzel, Nadja Ziane, Julia Kappler und Kapitän Maxi Benedix das Ding reingezirkelt. "Klar lässt man da auch Nerven, aber fürs Selbstbewusstsein war es super", meint Routinier Rudolph zur coolen Schlussnummer. Trainer Axel Thieme sieht nach den drei Turnier-Tagen das große Ganze. "Es war unheimlich wichtig, den Leerlauf zwischen dem Jahreswechsel zu kompensieren. Alle im Kader haben gespielt. Wir gehen zuversichtlich ins Restprogramm der Bundesliga." Am kommenden Sonntag gibt es ein Wiedersehen mit Osternienburg in der Halle am Rabet (13 Uhr).

Nach Wien indes zieht es die Schweden. Die Leipziger Premierengäste (Platz fünf) haben sich erstmals für die Hallen-Europameisterschaften qualifiziert. "Das war schon ein großes Erfolg. Mal sehen, was herausspringt", hofft Michael Hellstrand als Vater und Fan auf eine spannende EM. Dessen Söhne Christopher (23) und Philip (17) entgingen dem skandinavischen Floorball-Virus nur, weil der Papa im Hockey-Zentrum Stuttgart lange als Zahnarzt arbeitete. "Die meisten unserer Spieler sind in der Bundesliga oder im Ausland aktiv", berichtet Hellstrand, der zu Leipzig sagt: "Sehr schöne Stadt." Ein Loblied auf die Top-Organisation singen die sportlich noch Lehrgeld zahlenden amerikanischen Gäste. Den Boys (achter und damit letzter Platz hinter ATV) und Girls (letzter Rang hinter OHC) steht mit ATV-Spielerin Antonia Hemprich eine exzellente Sprach- und Kulturbegleiterin zur Seite. Die 18-Jährige selbst zieht es in die Welt hinaus (erst Amerika, dann Frankreich, das nächste halbe Jahr nach Spanien), ehe sie Medizin studieren wird. Auch wenn sich zwangsläufig das eigene Hockey-Fieber in Grenzen hält, gibt es für ihre Teamkolleginnen eine Botschaft: "Ich glaube fest an unsere Mannschaft."

Der Pokal-Rhythmus in der Messestadt stimmt. Insgesamt 1500 Zuschauer sehen die Partien in der Brüderstraße sowie in der benachbarten Leppi-Halle. Einziger Rüffel aus vieler Mund: Die Schiedsrichter und so manche eigenwillige Entscheidung. ATV-Präsident Kai Müller-Hegemann (61) nimmt die Kritik an. "Anders als in vergangenen Jahren gab es einen umfangreichen Bundesliga-Spieltag und der hatte beim Einsatz der Referees natürlich Vorrang." In gut einem Jahr wird die Elite der Unparteiischen garantiert zur Stelle sein, wenn in der Arena wieder die Hockey-Welt zu Gast ist. Der Messepokal als Testlauf?

"Ich würde es als Aufgalopp bezeichnen, denn unser Turnier hat einen ganz anderen Charakter als die WM. Rein organisatorisch war die Geschichte wieder 1a", fand Vereinschef Müller-Hegemann lobende Worte für die Helferschar um Ex-Nationalspielerin Karin Wienrich und schloss auch die Stadt sowie weitere Partner in die Danksagung mit ein. Gestern Nachmittag waren dann seine Englischkenntnisse beim Besuch der Schweden im Sponsor-Haus Ur-Krostitzer ebenso gefragt wie die als Chauffeur bei der Tour zum Flughafen nach Berlin. Grund des zusätzlichen Programms: Einer der drei Busfahrer musste krankheitsbedingt passen.

@www.messepokal.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2014

Kerstin Förster

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