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Hockey-Männer haben Bock auf die WM in Leipzig

Hockey-Männer haben Bock auf die WM in Leipzig

Der Hockey-Bundestrainer schob den Fußball gekonnt wieder hinters Netz, hin zu den sächsischen Talenten. Diese kickten am Abend mit absoluter Hingabe auf dem Kunstrasen in der Sportschule Abtnaundorf, während Hockey-Coach Markus Weise (52) seinen ausgewählten Kader im hinteren Hallenteil beim Feldhockey-Eckentraining-Lehrgang ackern ließ.

Leipzig. Die Fußballer sind Weltmeister und schwimmen im Geld, die Krummstab-Strategen sammeln einen großen Titel nach dem anderen und müssen dennoch alle Maßnahmen für die bevorstehende Hallenhockey-WM in Leipzig (4.-8. Februar), weil keine olympische Sportart, aus bescheidenen Verbandsmitteln bestreiten. Der Kurzlehrgang Anfang des Jahres in Köln zählte dazu.

"Ich habe da keine falschen Vorstellungen, was unsere Wahrnehmung und die des Fußballs betrifft. Dass sich daran etwas ändert, werde ich nicht mehr erleben", nimmt Erfolgstrainer Weise den Hype um König Fußball gelassen, weiß, was passiert. Die Personalie Super-Mario Basler bei Lok Leipzig ist ihm freilich zu Ohren gekommen. Weise hat sich bei seinen WM-Hallenkräften für absolute Spitzenmänner entschieden, angeführt vom Kapitäns-Doppel Moritz Fürste (30) und Tobias Hauke (27). Im Normalfall sollte keiner der Feld-Auswahlspieler in der Arena antreten, da die Olympiaqualifikation im Sommer für Rio 2016 Priorität besitzt und das Vorbereitungsprogramm den ganzen Mann fordert.

"Die WM besitzt für uns einen hohen Stellenwert. Die Jungs haben richtig Bock, in Leipzig zu spielen, in einem starken Team mit starker Führung. Deshalb sind wir vom dogmatischen Ansatz weg, niemanden aus dem Feld-Kader einzusetzen", begründete Markus Weise die Nominierung der Ausnahmeathleten Fürste und Hauke. Die Gold-Sammler hatten Mitte Dezember ein ganz junges DHB-Team zum Sieg bei der Champions-Trophy in Indien geführt.

Eine weise Entscheidung traf Weise und dessen Stab für die Trainerbesetzung in Leipzig. Als Chefcoach wird Stefan Kermas (35) fungieren. "Mir fällt da kein Zacken aus der Krone. Seit 2003 bin ich nicht mehr so intensiv am Hallenhockey dran, Stefan ist dagegen mit der Materie vertraut", sagte Weise, der zur WM auf ein eingespieltes Betreuerteam zurückgreifen kann. Dazu gehört Werner Wiedersich (66) vom Gastgeber ATV. "Professor Strafecke" leitete auch die aktuellen Sondereinheiten in Abtnaundorf. Unermüdlich schlenzten die Asse die Bälle ins Tor, ungeachtet körperlicher Baustellen wie Blasen an den Händen oder ein gebrochener kleiner Zeh.

"Wir haben Wichtiges vor", merkte Fürste an, ehe er den nächsten Treffer markierte. Der Hamburger Junge hat die Hockey-Atmosphäre in Leipzigs Sport-Wohnzimmer Arena bereits kennengelernt, zur EM 2012 - allerdings nur aus der Zuschauerperspektive. "Ich war verletzt, habe aber die super Stimmung erlebt. Ich denke, die ist noch zu toppen", setzt Fürste auf das begeisterungsfähige Publikum. Zur Hochstimmung könnte eine brillante Vorstellung der deutschen Teams beitragen. Männer und Frauen sind Titelverteidiger. "Unser Anspruch ist, zu gewinnen und neue Titel zu holen", erklärte Markus Weise, der die Mission des Top-Favoriten keineswegs als Selbstläufer sieht: Die Hockey-Welt ist eng zusammengerückt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2015
Kerstin Förster

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