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Holzdeppe gehört zu den Stars der Hallen-DM in der Leipziger Arena

„In Leipzig kann man hoch springen“ Holzdeppe gehört zu den Stars der Hallen-DM in der Leipziger Arena

Er ist Weltmeister, Vizeweltmeister und Olympiadritter. Aber er war noch nie deutscher Hallenmeister. Dies will Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (26) vom LAZ Zweibrücken am Sonntag in der Arena Leipzig ändern. Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Arena, die am Samstag beginnen, gehört er zu den großen Stars.

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (26) vom LAZ Zweibrücken kämpft am Sonntag in der Arena Leipzig um den deutschen Hallenmeistertitel.

Quelle: Imago

Leipzig. Sind Sie aufgrund Ihrer neuen Hallenbestleistung von 5,84 Metern mit der bisherigen Saison zufrieden – oder betrachten Sie die Sache differenziert?

Alles in allem bin ich zufrieden. Bei dem einen oder anderen Wettkampf hatte ich mir mehr vorgenommen, aber das ist der Sport. Ich fühle mich schon die ganze Saison gut und denke, dass es in Leipzig hoch hinaus gehen kann.

Zwei Mal – in Düsseldorf und vor wenigen Tagen in Frankreich – haben Sie auch einen Salto nullo hingelegt. Was läuft an solchen Tagen schief?

Das können im Stabhochsprung Kleinigkeiten sein. Wenn ich meinen Anlauf nur um zehn Zentimeter falsch treffe beim Absprung, dann kommt es zu einem ungültigen Versuch. Bei den beiden Wettkämpfen ist halt öfter als normal ein kleiner Fehler aufgetreten. Aber bislang konnte ich beim folgenden Wettkampf den Fehler korrigieren. Ich bin optimistisch, dass ich in Leipzig relativ fehlerfrei bleiben kann.

Wie lange ärgern Sie sich, wenn Sie ohne gültige Höhe im Protokoll stehen?

Den Abend über bin ich ziemlich sauer, aber am nächsten Tag ist das Ganze mit einem guten Schlaf auch schon wieder abgehakt. Dann geht es ins Training – und ich bin auf den nächsten Wettkampf fokussiert.

5,70 Meter als Einstiegshöhe sind schon sehr sportlich...

Ich versuche ja Kraft zu sparen für die größeren Höhen. Bei vielen Wettkämpfen bin ich erst bei 5,70 eingestiegen, letztes Jahr auch bei der Weltmeisterschaft. Zwischen 5,60 und 5,70 ist meine normale Einstiegshöhe,

Werden Sie in Leipzig doch etwas niedriger anfangen?

Da will ich mich noch nicht festlegen. Das entscheide ich nach dem Einspringen. Wenn das Aufwärmen gut verläuft, gibt es keinen Grund, tiefer zu stapeln. Wenn das Einspringen ungewöhnlich schlecht verläuft, ist es manchmal besser, mit einer niedrigeren Höhe anzufangen, um in den Wettkampf-Rhythmus zu finden.

Was ist am Sonntag wichtiger: Titel oder Höhe?

In erster Linie geht es um den Titel, ich war ja auch noch nie deutscher Hallenmeister. Wenn ich den Tittel erreicht haben sollte, dann werde ich nicht zufrieden sein, sondern noch die maximale Höhe anpeilen.

Warum hat es mit Hallen-DM-Gold noch nie geklappt? Waren Verletzungen oder fehlende Form der Grund?

Ganz und gar nicht, aber es gab immer Springer, die noch besser in Form waren als ich. Nun habe ich es geschafft, mein Leistungsniveau zu steigern, also sollte es in diesem Jahr mit dem Titel funktionieren.

Wie liegt Ihnen die Arena Leipzig?

Ich habe gute Erinnerungen an Leipzig, bin sehr oft hier gesprungen, es war immer ein tolles Publikum. Ich weiß auch, dass hier Björn Otto bei der Hallen-DM mal 5,90 Meter und Malte Mohr 5,85 Meter gesprungen sind. In Leipzig kann man wirklich hoch springen, deshalb freue ich mich ganz besonders auf Sonntag.

Bleibt es bei Ihrem Ziel, in diesem Winter die sechs Meter zu knacken?

Natürlich, das war von Anfang an mein Ziel. Die Form ist da, um das zu springen. Bei der Hallen-WM muss man aufgrund der starken Konkurrenz ohnehin für eine Medaille um die 5,90 Meter springen. Dafür fühle ich mich bereit.

Die Hallen-WM passt bei vielen Athleten nicht in die Saisonplanung. Warum ist das im Stabhochsprung anders?

Ich habe keinen Einblick in die Vorbereitung der anderen. Ich sage mir: Es ist eine WM! Natürlich ist sie spät, normalerweise haben wir die Meisterschaften Anfang März, jetzt ist es der 17. März. Aber da ich eine solide Wintervorbereitung und Hallensaison hatte, sehe ich keinen Grund, warum ich die WM weglassen sollte. Natürlich verschiebt sich die Vorbereitung auf die Sommersaison eine Woche nach hinten. Aber weil bei mir alles nach Plan lief ohne Verletzungen, ist das alles ausgleichbar. Dem Einstieg in die Wettkämpfe um den 15. Mai herum und einer erfolgreichen Sommersaison sollte nichts im Wege stehen.

Interview: Frank Schober

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