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Icefighters Daniel Rau im Interview: "Saison abrunden"

Icefighters Daniel Rau im Interview: "Saison abrunden"

Im letzten Pflichtspiel der Saison können die Icefighters Leipzig am morgigen Sonntag (18 Uhr) ihre erfolgreiche Spielzeit krönen: Im Finale des Nordost-Pokals im Eishockey ist Erfurt der Gegner, das Hinspiel gestern Abend endete nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe.

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Hinten ein Fels in der Brandung und in der Offensive brandgefährlich: Daniel Rau (rechts), einer der besten Verteidiger der Oberliga. Foto:

Quelle: bley

Leipzig. Heiß auf den Titel ist auch Daniel Rau, 31, der als einer der besten Verteidiger der Oberliga gilt und mit einer starken Saison großen Anteil am Höhenflug der Icefighters hatte. Der gebürtige Kaufbeurer verlängerte kürzlich seinen Vertrag, die Familie (Frau Stefanie und Sohn Elias/7 Monate) wird im Sommer nach Taucha umziehen.

Frage: Wie schwer ist es, sich nach Oberliga-Meisterschaft und kräftezehrender Zwischenrunde noch einmal zu motivieren?

Daniel Rau: Klar, eigentlich ist die Saison gelaufen. Aber ich kann nicht sagen, dass wir schon an den Sommer denken. Wir konzentrieren uns noch einmal, denn wir wollen den Pokal unbedingt holen. Das würde die Saison so richtig abrunden.

Sie haben kürzlich Ihren Vertrag in Leipzig zwei Jahre verlängert, das ist ungewöhnlich im Eishockey. Warum?

Ich fühle mich hier wohl. Ich finde das Drumherum super und habe jetzt auch ein wenig Planungssicherheit. Wenn man Familie hat, ist das auch wichtig. Und ich habe ein Ziel, wo ich sage, das möchte ich gerne noch mit den Icefighters erleben.

Sie meinen den Aufstieg.

Klar.

Dieses Jahr scheiterte der an Frankfurt. Was war der Unterschied zwischen den Icefighters und den Löwen?

Die haben vier Reihen, die auf gleich hohem Niveau spielen. Die meisten Frankfurter haben Zweitliga- oder DEL-Erfahrung. Wenn bei denen einer ausgefallen ist, konnten die das leicht kompensieren. Das war bei uns nicht so.

Das Heimspiel gegen Frankfurt war für Sie ein spezielles Match. Sie wurden böse gefoult, zogen sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu, lagen im Krankenhaus. Glauben Sie, dass das ein gewolltes Ausschalten war?

Ich weiß es nicht, aber es sah so aus.

Gibt es da im Kopf eine schwarze Liste, auf der jetzt der Übeltäter Nils Liesegang steht?

Ja, so was gibt es schon. Mein ganz persönlicher Freund zum Beispiel ist Vymazal, der Tscheche, der in Chemnitz spielt. Der ist ein bisschen mein Spezialist.

Sie kennen die DEL und die zweite Liga, haben in Kaufbeuren, Augsburg, Kassel und Crimmitschau gespielt. Was fehlt Leipzig noch bis zu diesem Niveau?

Vor allem ein Stadion. Wobei, wie das mit dem Zelt gelöst wurde, ist echt gut. Da gibt es weitaus schlechtere Hallen. Aber sonst: Hier ist eine schöne Stadt und eine großartige Fankultur. Die Stimmung ist besser als in manchen Eisstadien. Die Fans haben auf alle Fälle schon Zweitliganiveau, mindestens.

Es gibt Bestrebungen, die Spiel­klassen zu reformieren und eine gemeinsame Oberliga mit den besten Teams aus dem Norden, Osten und Westen zu bilden. Was halten Sie davon?

Das ist eine sehr gute Idee. Man braucht auch mal neue Reize, neue Gegner. Ich weiß nicht, wie viele Jahre schon gegen Jonsdorf und Chemnitz gespielt wird. Irgendwann wird das halt langweilig. Und eine richtige Herausforderung sind die Gegner auch nicht. Eine Reform würde die Liga interessanter und sportlich anspruchsvoller machen.

Wenn Crimmitschau den Klassenerhalt nicht schafft, würden Sie nächste Saison vielleicht sogar gegen ihren Ex-Verein spielen. Wäre das eine besondere Freude?

Auf jeden Fall, das wären tolle Derbys.

Könnte für die Icefighters irgendwann auch einmal die DEL Thema sein?

Ich denke schon, warum nicht? Aber da fehlt noch viel. Eins nach dem anderen.

Was macht der Eishockeyspieler Daniel Rau im Sommer?

Wir fahren erst mal nach Hause (noch Kassel), werden unsere Familien treffen, Freunde besuchen. Und natürlich fit halten. Interview: Uwe Köster

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.03.2014
Uwe Köster

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