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Icefighters-Kapitän im Interview: Können jeden schlagen

Florian Eichelkraut Icefighters-Kapitän im Interview: Können jeden schlagen

Nach zuletzt vier Niederlagen der Icefighters sind die Fans des Eishockey-Oberligisten beunruhigt. Vor den Spielen am Wochenende daheim gegen Preußen Berlin (Freitag) und bei den Hannover Scorpions (Sonntag) erzählt Kapitän Florian Eichelkraut im Interview wie es um die Stimmung im Team bestellt ist, wo die Defizite liegen und warum er trotzdem glaubt, dass die Icefighters in den Playoffs jeden Gegner schlagen können.

Icefighters-Kapitän Florian Eichelkraut.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Icefighters-Kapitän Florian Eichelkraut, 31, sieht in der mangelnden Erfahrung des jungen Team den wichtigsten Grund für die Niederlagen zuletzt gegen Spitzenteams. Die Trainerfrage stellt sich für den Routinier nicht.

Nach vier verlorenen Spielen in Folge ist bei den Fans die Stimmung im Keller. Wie sieht es im Team aus?

 Mit nur einem Punkt aus vier Spielen sind wir natürlich absolut nicht zufrieden, keine Frage. Aber die Stimmung im Team ist absolut in Ordnung. Wir wollen jetzt in den restlichen Spielen bis zu den Playoffs den Fokus darauf zu legen, dass bei uns die Stimmung eben nicht noch in den Keller marschiert. Wir wissen alle, dass wir viel zu verbessern haben, dass wir noch zu arbeiten haben, bis es losgeht. Aber wir dürfen uns auch nicht zu sehr runterziehen lassen, weil wir jetzt viermal verloren haben, dreimal immerhin gegen Topmannschaften.

Aber auch gegen Erfurt ...

Ja, da haben wir auch verloren, aber nach einem Riesen-Comeback und wirklich unglücklich in der Overtime. Aus dem wirklich starken letzten Drittel müssen wir das Gute rausziehen. Für uns heißt es: Mund abwischen, weitermachen.

Warum reicht es nicht gegen die Spitzenteams?

Gute Frage. Ich denke, weil wir noch ein sehr junges, unerfahrenes Team sind. Wir spielen oft gut mit, machen aber immer wieder kleine, dumme Fehler, die Spitzenmannschaften eiskalt bestrafen. In den letzten Wochen war es immer so, dass wir für ein eigenes Tor uns salopp gesagt den Arsch abrackern mussten, aber dem Gegner die Treffer auf dem Silbertablett serviert haben. Aber wenn du gegen Teams wie Duisburg, Tilburg oder auch Halle in Rückstand gerätst, teilweise mit zwei, drei Toren, dann ist das ganz, ganz schwer, da wieder rauszukommen.

Wird über die Fehler und Mängel in der Mannschaft gesprochen?

Klar, wir diskutieren mit dem Trainerteam darüber, wo die Defizite sind, machen Videoanalysen. Wir sehen ja die Fehler. Meist sind es individuelle Dinge, kleine taktische Sachen. Wir hatten gegen stärkere Teams immer Phasen, in denen wir zehn Minuten einfach nicht unser Hockey gespielt haben. Genau da haben wir viele Punkte liegen lassen.

Hat der Trainer das Team noch in Griff?

Absolut, ja. Die Trainerfrage stellt sich für mich nicht, der Coach erreicht die Mannschaft komplett und analysiert ganz sachlich und auch auf den Punkt genau. Wir wissen doch genau, was falsch läuft. Aber es ist halt auch immer ein Gegner da...

Was zum Beispiel läuft denn falsch?

Zum Beispiel das Match gegen Duisburg, da liegen wir nach dem ersten Drittel 0:1 zurück. Das war ein dummes Gegentor, aber das passiert. Da muss man einfach weiterspielen, da ist noch nichts verloren. Aber wir verkrampfen und wollen sofort das 1:1 schießen. Das spielt einem erfahrenen Gegner in die Karten, wir werden ausgekontert. Das war in Duisburg extrem, da haben wir innerhalb von acht Minuten drei Tore kassiert, weil wir unbedingt den Ausgleich sofort haben wollten. Das war taktisch einfach nicht clever, einfach zu grün.

Worauf kommt es jetzt am Wochenende an?

Dass wir wieder zurück in die Spur finden. Am Freitag gegen Preußen Berlin, das ist ein absoluter Pflichtsieg. Dann fahren wir am Sonntag nach Hannover zu den Scorpions, da haben wir noch eine Rechnung zu begleichen. Unser Ziel muss sein, dass wir die fünf verbleibenden Spiele der Punktrunde nutzen, mit einem guten Gefühl und viel Selbstvertrauen in die Playoffs zu gehen. Ob wir da als Achter, Siebter, Sechster oder Fünfter reingehen, ist im Endeffekt völlig gleichgültig. Wichtig ist, dass wir da nicht mit einer Niederlagenserie und hängenden Köpfen reingehen.

Ist Ihnen der Gegner in den Playoffs wirklich gleichgültig?

Ja, denn da geht es bei Null los, da wird alles weggewischt, was vorher war. In den Playoffs entscheiden die Tagesform und der Wille. Wir müssen den Sieg mehr wollen als der Gegner. Ich bin zuversichtlich, dass wir jede Mannschaft schlagen können.

 Auch Duisburg und Tilburg?

 Auch Duisburg und Tilburg.

Gibt es schon jetzt so etwas wie Lehren für die nächste Saison?

Ein bisschen mehr Erfahrung würde uns gut zu Gesicht stehen. Spieler wie Daniel Rau und Lars Müller haben wir erfahrungstechnisch nicht gleichwertig ersetzt. Die jungen Spieler müssen da reinwachsen.

Von Uwe Köster

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