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Icefighters Leipzig beenden Aufstiegsrunde mit einem Sieg gegen die Piranhas Rostock

Icefighters Leipzig beenden Aufstiegsrunde mit einem Sieg gegen die Piranhas Rostock

Die Icefighters Leipzig haben sich mit einem Sieg aus dem Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga verabschiedet. Der Eishockey-Oberligist setzte sich am Sonntagabend vor 1009 Zuschauern auf heimischem Eis 8:5 (2:1, 3:3, 3:1) gegen die Piranhas Rostock durch und beendete die Verzahnungsrunde zur Qualifikation für die abschließenden Playoffs damit auf dem dritten Platz.

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Jens Müller (Archivbild)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nur die beiden ersten von vier Teams werden an den entscheidenden letzten Partien teilnehmen.

"Rostock hat eine ganz besondere Art zu spielen", analysierte Leipzigs Coach Manfred Wolf nach Spielschluss. "Da ist es immer schwierig. Wir haben uns erst gegen Ende richtig darauf eingestellt." Gästetrainer Wolfgang Wünsche verwies vor allem auf die kraftraubenden Partien gegen die Aufstiegsfavoriten. "Wir haben das mit 13 Spielern durchgezogen und nun spüren wir das langsam."

Vor dem Anpfiff machte sich zunächst ein wenig Wehmut breit. Viele alte Gesichter waren in der Icefighters-Arena zu sehen. Denn nach wie vor ist die Zukunft des Teams und des Eissports in der Messestadt generell unklar. Nicht auszuschließen, dass das Duell gegen die Hanseaten das letzte Pflichtspiel überhaupt war. Am 31. März müssen die Eiskämpfer die alte Messehalle 6 zugunsten des Möbelhauses Porta räumen. Eine definitive Alternative gibt es noch nicht. „Wir arbeiten mit Hochdruck", sagte Geschäftsführer André Krüll vor der Partie. „Uns war natürlich klar, dass uns hier niemand die Millionen hinterherwerfen würde. Es ist schwer." Aufgeben werde man auf keinen Fall. „Wir kämpfen bis zur letzten Minute."

Der Kampf bis zur letzten Minute, er hatte die Icefighters auch in der Aufstiegsrunde ausgezeichnet. Engagiert und mit viel Herz hatten sie den Favoriten Dortmund und Bad Nauheim in der heimischen Arena die Stirn geboten. Am Sonntag verpassten sie den Beginn geringfügig. Schon nach 17 Sekunden kassierte Lars Müller die erste Strafe. Karol Bartanus nutzte diesen Vorteil in der dritten Minute zum 0:1. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren die Hausherren dann da. Innerhalb von rund zwei Minuten drehten sie mit Toren von Kevin Nighbert und Jedrzej Kasperczyk den Spielstand auf 2:1 und agierten auch in der Folge vermehrt nach vorn. Weiteres Zählbares blieb aber zunächst aus.

Im zweiten Drittel verloren die Hausherren dann zunehmend ihre Linie. Die organisierte taktisch disziplinierte Defensivarbeit, die die Icefighters gegen Dortmund und Bad Nauheim ausgezeichnet hatte, war faktisch nicht mehr vorhanden. So luden Oliver Kämmerer und Co. den Gegner zum munteren Toreschießen ein. Und der nahm die Einladung dankbar an. Allerdings agierten die Rostocker nach einem ähnlichen Prinzip. Sechs Tore fielen auf diesen Weise im Mittelabschnitt. Rostocks Coach Wünsche tauschte seinen Keeper bereits in der 37. Minute. Leipzig-Rückkehrer Rostislav Kosarek kam für Tobias John. "Wir haben unsere Linie nicht eingehalten, waren taktisch unaufmerksam", kritisierte der Trainer der Hanseaten.

Manfred Wolf nutzte die Pause für den Torwartwechsel. Im dritten Drittel hütet Steve Themm statt Erik Reukauf das Gehäuse auf Seiten der Gastgeber. Das änderte allerdings zunächst wenig bis nichts. Denn seine Vorderleute gaben sich weiterhin überraschend sorglos in der Arbeit nach hinten. Erst im Verlauf der letzten 20 Minuten rissen sie das Geschehen dann ähnlich an sich wie im ersten Drittel und gewannen auch deshalb verdient.

Tolle Szenen nach dem Schlusspfiff: "Oh wie ist das schön", klang es aus tausend Kehlen. Lange blieben die Hausherren in der Kabine, ehe sie sich noch einmal zeigten und feiern ließen, für eine Saison mit Hochs und Tiefs und vor allem eine beachtliche Aufstiegsrunde. "Ich fühle mich hier so wohl", sagte Manfred Wolf angesichts dieser Szenen. Auch er selbst hatte zuvor im Applaus gebadet. "Wir haben so tollen Fans hier, so viel Potential. Es wäre sehr sehr schade, wenn das heute hier das Ende ist."

Leipzig: Tor:

S. Themm; Reukauf.

Abwehr:

Ullmann; J. Müller; Heinze; Hrach; Kämmerer; B. Themm.

Angriff:

Kasperczyk; Vrba; Henk; Nighbert; Wagner; Breiter; König; Beringschmidt; Gross; L. Müller.

Rostock: Tor:

Kosarek; John.

Abwehr:

Schimming; Janke; Blank; Koubenski; Schmidt, Gall; Wegner.

Angriff:

Marsall; Sulcik; Stratmann; Labuhn; Stramkowski; Bartanus.

Tore:

0:1 Bartanus (3.); 1:1 Nighbert (3.); 2:1 Kasperczyk (5.); 2:2 Sulcik (24.); 2:3 Bartanus (31.); 3:3 Vrba (37.); 4:3 Nighbert (37.); 4:4 Sulcik (38.); 5:4 Gross (39.); 6:4 Vrba (44.); 6:5 Stratmann (44.); 7:5 Nighbert (47.); 8:5 Vrba (57.).

Strafen:

Leipzig 14 Minuten; Rostock 16 Minuten.

Antje Henselin-Rudolph

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