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Icefighters Leipzig empfangen Saale Bulls Halle zum 25. Liga-Derby

Heißes Jubiläum in Taucha Icefighters Leipzig empfangen Saale Bulls Halle zum 25. Liga-Derby

Es ist Derby-Zeit, ein Eishockey-Festtag steht bevor: In der Fexcom-Arena Taucha steigt am Freitag ab 20 Uhr das Oberliga-Spiel Icefighters Leipzig gegen Saale Bulls Halle. Antworten auf die spannendsten Fragen zum Kult-Derby.

Eines der 24 vergangenen Derbys zwischen den Icefighters Leipzig und den Saale Bulls Halle (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Was sagt die Statistik? Es das 25. Oberliga-Duell beider Vereine. Die Bílanz bisher: 14:10 Siege für Leipzig, 86:85 Tore. Erst einmal (!) konnten die Saale Bulls bei den Icefighters gewinnen. Am 24. Oktober 2010 hieß es 5:6, gespielt wurde auf dem Gelände der Alten Messe. Drei Wochen später setzte es mit dem 3:11 in Halle auch die bisher höchste Niederlage für die Leipziger. Doch danach hat sich das Blatt langsam aber sicher gewendet. Mit dem seinerzeit sensationellen 7:5-Heimerfolg am 7. Januar 2011 (an der Bande stand Interims-Coach Roberto Pohle) gelang der erste Sieg. In den letzten beiden Spielzeiten gewannen die Sachsen fast immer (und holten sich die Ost-Meisterschaft dazu). Die Verbitterung an der Saale soll groß sein.

Wer ist aktuell besser drauf? In der Tabelle ist Leipzig aktuell Fünfter (19 Spiele/43 Punkte), Halle Sechster (20 Spiele/42 Punkte). Im November gewannen die Icefighters auswärts 3:2, am letzten Sonntag verloren sie 2:4. Alles brennt auf Revanche, aber die Mission ist schwierig. Mit Jake Johnson, Florian Ullmann und eventuell Florian Eichelkraut fallen drei wichtige Spieler aus, der Kader ist klein. Halle zittert um den Einsatz von Marco Habermann.

Worin begründet sich die Rivalität? Das Derby ist ein Nachbarschaftsduell, so eine Konstellation hat immer Pfeffer, in allen Sportarten ist das so. Das Spezielle in diesem Fall: Halle hat die Geschichte der Blue Lions nicht vergessen. Die spielten einst mit einer Mannschaft, die sie sich nicht hätten leisten können, legten drei Insolvenzen hin, aber die Derbys gewannen sie. In ihrem Frust stemmten sich die Hallenser nach der Gründung der Icefighters gegen deren Aufnahme in den Spielbetrieb. Das wiederum haben die Leipziger nicht vergessen.

Wie ernst sind die verbalen Scharmützel zu nehmen? Die gehören irgendwie dazu, manches ist lustig. Schon legendär ist, dass Leipzigs Geschäftsführer André Krüll die Saale Bulls einst „Jammerlappenverein“ nannte. Halles Boss Daniel Mischner konterte später mit dem Satz: „Wir haben 60 Jahre Eishockey-Tradition. Leipzig hat maximal eine Tradition darin, Insolvenzen hinzulegen.“ Mit der Personalie Kai Schmitz und den Verbal-Attacken beim Spiel letzten Sonntag in Halle scheinen die Fronten etwas verhärtet.

Welche Spieler haben Doppel-Erfahrungen? Aufreger immer wieder sind die Spieler, die auch schon beim anderen Verein aktiv waren. Es handelt sich um „Überläufer“ in der Sprache der Fans. Die Icefighters Florian Eichelkraut, Erik Reukauf und Damian Martin haben schon in Halle gespielt. Für Aufregung sorgte zuletzt der Wechsel von Kai Schmitz aus Leipzig nach Halle – nach acht Spieltagen. Auf dessen Begrüßung darf man Freitagabend gespannt sein. „Wenn Leipzig pfeift und Halle jubelt, dann ist die Welt in Ordnung“, sagte Schmitz nach dem Spiel am Sonntag grinsend.

Wird die Halle voll? Über 2200 Tickets sind schon weg, zum ersten Mal in dieser Spielzeit wird die Fexcom-Arena ausverkauft sein, macht 2500 Besucher. Den Derby-Rekord hält aber Halle: 4685 Zuschauer sahen das Match am 30. Dezember 2011.

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