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Icefighters Leipzig schaffen die Sensation und gewinnen gegen die Roten Teufel Bad Nauheim

Icefighters Leipzig schaffen die Sensation und gewinnen gegen die Roten Teufel Bad Nauheim

Chapeau, Icefighters Leipzig. Der Eishockey-Oberligist lieferte am Freitagabend in der ersten Partie der Verzahnungsrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga eine beherzte Leistung ab und zwang den haushohen Favoriten, die Roten Teufel Bad Nauheim, 5:4 (2:1, 2:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen in die Knie.

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Kevin Nighbert (r., Leipzig) im Zweikampf mit Janne Kujala.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Vor 1420 begeisterten Zuschauern waren die Messestädter am Ende nicht nur der glückliche, sondern auch der verdiente Sieger. Mit einer homogenen Mannschaftsleistung hatten sie gegenüber der mit Top-Scorern gespickten Truppe der Gäste die Nase vorn.

"Wir hatten heute vielleicht das Glück des Tüchtigen", kommentierte Icefighters-Coach Manfred Wolf und hatte sichtlich Freude, als er daran erinnerte, dass die Nauheimer in der regulären Saison lediglich fünf Spiele verloren hatten. "Ich bin heute natürlich sehr zufrieden." Ein Sonderlob verteilte "Mannix" an Keeper Steve Themm.

Die Partie hatte bereits verheißungsvoll begonnen. Nach acht Minuten nutzten die Leipziger bei eigener Unterzahl einen Abspielfehler der Gäste an der blauen Linie zum 1:0. Petr Hrach hatte getroffen. Zwar glichen die roten Teufel eine Minute später durch Lanny Gare aus. Dennoch: Für eine Mannschaft, die auf nahezu jeder Position individuell besser besetzt ist als ihr Gegner und Aufstiegsambitionen hegt, boten die Nauheimer im ersten Drittel eine schwache Leistung.

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Leipzig. Eishockey-Oberligist Icefighters Leipzig hat das erste Spiel Verzahnungsrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga sensationell gewonnen. Vor 1420 Zuschauern hieß es am Freitagabend 5:4 (2:1, 2:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen die hoch favorisierten Roten Teufel Bad Nauheim. Dank einer homogenen Mannschaftsleistung hatten sie die Nase vorn.

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Die Pausenführung für die Icefighters nach 20 Minuten, das Tor hatte Oliver Kämmerer erzielt, war denn auch durchaus verdient. Die Messestädter agierten nach ihren Möglichkeiten und waren insbesondere bei Kontern gefährlich. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Spielanteile und schossen häufiger auf's Tor, blieben aber insgesamt zu lasch und in ihren Aktionen zu wenig zwingend.

Zu Beginn des zweiten Drittels schien das Team von Trainer Fred Carroll dann kurzzeitig auf der Höhe des Geschehens. Zwei Mal Kapitän Gare und ein Mal Janne Kujala und nach gut 30 Minuten stand es plötzlich 2:4. Die Icefighters waren nur noch sporadisch im Vorwärtsgang. "Da haben wir uns ein paar Minuten lang nicht an den Plan gehalten und haben sofort die Quittung bekommen", resümierte Coach Wolf. Er reagierte mit einer Auszeit, die seinen Jungs half und den „Aufwärtstrend" der roten Teufel jäh stoppte. Nun spielten die Hausherren, und zwar sehr ansehnlich. Als Kevin Nighbert 21 Sekunden vor der zweiten Pause zum 4:4 traf, kannte der Jubel in der Arena keine Grenzen. Die Sensation, sie war nur noch 20 Minuten entfernt.

Und der Glaube daran hatte spätestens im dritten Spielabschnitt auch die Spieler um Kapitän Kämmerer erreicht. Sie gaben jede Zurückhaltung auf und lieferten einen temporeichen und durchaus mitreißenden Kampf mit offenem Visier. Auch wenn hochprozentige Chancen auf Seiten der Leipziger Mangelware blieben, rissen sie die Partie phasenweise an sich. Dabei profitierten sie von zunehmend panischer und ratloser agierenden Gästen, die mehrfach beste Gelegenheiten ausließen, darunter auch eine zweiminütige Überzahl kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit. Es blieb beim 4:4 und auch die fünfminütige Verlängerung brachte keine Entscheidung, trotz nochmaliger Überzahlsituation für die Nauheimer.

Als Michael Henk den dritten Penalty der Messestädter in die Maschen setzte, kannte der Jubel der Fans keine Grenzen mehr. "Ihr seid Meister, keiner weiß warum", skandierten sie. Und in der Tat müssen sich die Gäste, die mit hängenden Köpfen das Eis verließen, fragen, wie sie auf diese Weise in die 2. Bundesliga aufsteigen wollen. "Vielleicht war es gut, dass wir heute einen Tritt in den Hintern bekommen haben", meinte Gäste-Coach Fred Carroll. "Im Grunde müssen wir dankbar sein, hier überhaupt einen Punkt mitzunehmen."

Tore:

1:0 Hrach (8.); 1:1 Gare (9.); 2:1 Kämmerer (15.); 2:2 Gare (26.); 2:3 Kujala (28.); 2:4 Gare (31.); 3:4 Gross (35.); 4:4 Nighbert (40.); 5:4 Henk (Penalty).

Strafen:

Leipzig 10 Minuten; Bad Nauheim 8 Minuten.

Leipzig: Tor:

S. Themm; Reukauf.

Verteidigung:

Ullmann; J. Müller; Heinze; Hrach; Kämmerer; B. Themm.

Angriff:

Kasperczyk; Vrba; Henk; Nighbert; Breiter; König; Beringschmidt; Gross; L. Müller.

Bad Nauheim: Tor:

Glatzel; Keller.

Verteidigung:

Mangold; Baum; Franz; Ketter; Kohl.

Angriff:

May; Baldys; Maaßen; Kujala; Cardona; Striepeke; Gare; Lavallee; Schwab; Weibler; Stanley.

Antje Henselin-Rudolph

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