Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Icefighters Leipzig ungeschlagen auf Wolke sieben

Icefighters Leipzig ungeschlagen auf Wolke sieben

Die Siegesserie der Icefighters hält an. Dem denkwürdigen 5:1 am Freitagabend beim Erzrivalen in Halle folgte ein 6:3 im Heimspiel gegen Chemnitz. Leipzigs Eishockey-Cracks bleiben damit ungeschlagen und führen die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung an.

Daniel Rau von den Icefighters (r.) ist der torgefährlichste Verteidiger der Oberliga. Hier erzielt der Bayer das 1:0 für Leipzig, Chemnitz-Keeper Sebastian Staudt kann es nicht verhindern.

Quelle: Christian Nitsche

Es lohnt sich, nach einem gewonnenen Match in der Dicolor-Arena zu bleiben, meist wird ein sehr spezielles Unterhaltungsprogramm geboten. Den Salto des Keepers gab's mal zu bestaunen, das Humba-Täterä mit dem Team immer. Am Sonnabend zeigte Daniel Rau eine astreine Eiskunstlauf-Pirouette. Dann wurde auch noch Coach Manfred Wolf aufs Eis gerufen und zum Tanz aufgefordert. Mannix tanzte, die Fans waren aus dem Häuschen. Kein Wunder: Sieben Spiele, sieben Siege, Leipzigs Eishockey-Gemeinde schwebt auf Wolke sieben.

"Klar ist die Stimmung bestens", sagt Daniel Rau. Der 31-Jährige spielt eine bisher sensationelle Saison, ist als einziger Verteidiger unter den 25 besten Scorern der Oberliga notiert (die anderen 24 sind Stürmer), liegt mit 13 Punkten (5 Tore, 8 Assists) auf Rang fünf. Vor allem hält er hinten den Laden dicht. Rau stammt aus Kaufbeuren, spielte für Augsburg in der DEL, für Kaufbeuren und Crimmitschau in der 2. Liga, hat also viel erlebt.

Am Freitag hat er sein erstes "Derby" erlebt, fand das Match bei den Saale Bulls ein "cooles" Erlebnis, war aber auch enttäuscht: "Von Halle kam ja gar nichts." Oder lag es eher daran, dass die Leipziger so stark waren? "Wir haben gut gespielt, aber unschlagbar sind wir auch nicht. Das Match gegen Chemnitz war schwerer als das in Halle." Das habe nicht an den Feierlichkeiten nach dem historischen Sieg gelegen. "Erstens war es nach dem Hype in Halle mental nicht so einfach. Und zweitens ist Chemnitz besser als Halle." Die mit einigen Förderlizenz-Spielern aus Dresden verstärkten Chemnitzer brachten Leipzig aber nicht wirklich in Schwierigkeiten. Als es die Icefighters nach dem 3:0 etwas, vielleicht zu ruhig angehen ließen, kamen die Gäste zwar auf 3:2 heran, doch Rau und Co. fanden eine Antwort und ließen nichts anbrennen. Dass mit Kevin Nighbert (Rippenprellung) und Denis Dörner (Todesfall in der Familie) zwei wichtige Kräfte fehlten, fiel nicht ins Gewicht.

Angesichts der Dominanz stellt sich die Frage, ob die Icefighters jedes Spiel in der Oberliga gewinnen. "Solche Gedanken lasse ich nicht zu" antwortet Manfred Wolf energisch. "Es bleibt dabei, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann." Schon nach dem Sieg in Halle hatte der Coach dafür gesorgt, dass seine Jungs auf dem Teppich bleiben. Mehr als ein Bier zur Belohnung war nicht drin. "Ich habe nicht locker gelassen, immer wieder gesagt, dass Chemnitz die schwerere Aufgabe wird", erzählt Wolf und sah sich bestätigt. Weil seine Schützlinge verstanden hatten, gab er ihnen zur Belohnung zwei Tage frei. "Von mir aus können die Jungs heute feiern, bis der Arzt kommt. Hauptsache sie sind Dienstag zum Training pünktlich" meint Wolf am Samstagabend. "Wir sind früher auch nicht heimgegangen und haben nach zwei Siegen Mineralwasser getrunken." Denkt der Trainer schon an die Zwischenrunde, die möglichen Aufstiegsplayoffs? "Damit habe ich mich schon im April beschäftigt, bei der Zusammenstellung der Mannschaft."

Daniel Rau war/ist da ein ewichtige Personalie. Er hat viele Jahre höherklassig gespielt, deshalb muss er es wissen: Sind die Icefighters reif für die 2. Liga? Kurze, knackige Antwort des Bayern: "Ja." Es wird noch einige Pirouetten drehen müssen.

Halle - Leipzig 1:5 (0:2,0:2,1:1)

Tore: 0:1 Albrecht (4.); 0:2 Breiter (10.); 0:3 Hadamik (24.); 0:4 Alt (28.); 1:4 Lehmann (47.) 5-4; 1:5 Gale (57.). Zuschauer: 1470.

Leipzig - Chemnitz 6:3 (3:0,1:2,2:1)

Tore: 1:0 Rau (4.); 2:0 Eichelkraut (5.); 3:0 Hadamik (12.); 3:1 Tramm (23.); 3:2 Herman (26.); 4:2 Breiter (37.) 5:2 Rau (50.); 5:3 Herman (59.) 6:3 Lars Müller (60.). Zuschauer: 1507.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2013

Uwe Köster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.