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Icefighters: Neuer Name für Eisarena - Trainer Wolf spricht von Zweitliga-Aufstieg

Icefighters: Neuer Name für Eisarena - Trainer Wolf spricht von Zweitliga-Aufstieg

Moderator Roman Knobloch gestand, er habe „Eishockey-Entzugserscheinungen". So ergeht es offenbar vielen Anhängern der Leipziger Icefighters, denn bei der ersten Saison-Pressekonferenz des Drittligisten (grundsätzlich offen für Sponsoren und Fans) waren am Mittwoch rund 100 ins Atlanta-Hotel gekommen.

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Pressekonferenz am Atlanta-Hotel Wachau. Frank Demmler (l., Namensgeber der Fexcom-Eisarena Taucha) mit Icefighters-Trainer Mannix Wolf.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Um vor allem eines zu erfahren: Welchen Namen trägt ihre geliebte Eisarena in Taucha ab dieser Spielzeit?

Nach zwei Jahren Dicolor-Arena waren die Namensrechte neu ausgeschrieben worden, es hatte mehrere Bieter gegeben. Das Spitzengebot bekam den Zuschlag: Das Eiszelt heißt künftig Fexcom-Arena. Der Namensgeber ist ein Telekommunikationsunternehmen mit 280 Mitarbeitern und 110 Shops, vor allem in Ostdeutschland. Die Firma wurde vor 20 Jahren in Dessau gegründet, seit vier Jahren ist Leipzig die Firmenzentrale. Als Sponsor war das Unternehmen schon länger bei den Icefighters aktiv, nun, mit größerem Aufwand, ist es Patron der Arena. Wie viel Geld für die Namensrechte geflossen sind, wollte konkret niemand sagen. Fexcom-Finanzchef Steffen Anders sprach von einem „niedrigen sechsstelligen Betrag" für die Vertragsdauer von zwei Jahren. Pro Spielzeit dürften rund 60 000 Euro fließen.

„Wir haben vor 20 Jahren klein angefangen, uns unter schwersten Voraussetzungen nach oben gekämpft und sind mittlerweile nicht ganz unerfolgreich. Bei den Icefighters ist die Geschichte doch ähnlich", sagte Fexcom-Geschäftsführer Frank Demmler. Der Mann, übrigens 19-facher Weltmeister im Motorboot-Rennsport, gestand auch gleich eine große Sünde: „Ich habe noch nie ein Eishockey-Spiel gesehen." Was sich natürlich ändern werde. Nicht ändern wird sich sein Firmen-Credo: „Wir lieben große Visionen."

Der Satz könnte auch von den Icefighters stammen. Coach Manfred „Mannix" Wolf berichtete von seinen Visionen. „Ganz tief in mir sitzt der Wunsch, bei einer Pressekonferenz am letzten Spieltag der Saison im Westen zu sagen: Auch der Osten kann aufsteigen." Es gibt keine Eierei und Understatements, Klartext Wolf. „Wir sind Oberligameister. Keiner redet über einen dritten oder vierten Platz. Unser Ziel ist die zweite Liga." Ob das in dieser Saison klappt, werde man sehen. „Aber wir wollen immer am Limit spielen", versprach der Coach. Auch will der Verein unbedingt seiner Philosophie treu bleiben. Die da wäre? „Auf junge, talentierte Spieler setzen und nicht eine Mannschaft zusammenkaufen, wie es Frankfurt gemacht hat", erklärte Wolf.

Die Icefighters gehen in ihr fünftes Jahr seit Gründung mit ungebremsten Wachstum. Zuschauerzahl Sponsoring, Erwartungen – alle Parameter zeigen nach oben. Das Wachstum im Griff zu haben, ist die Herausforderung. Aktuelles Problem: Wegen des Andrangs muss der Sponsorenbereich im Eiszelt vergrößert werden, was nur zu Lasten des Fanblocks geht. Die will und darf man aber auch nicht verärgern.

Doch die Kapazitätsgrenzen sind nicht das einzige Problem. Noch immer steht der Spielplan der Oberliga nicht, klar ist nur der Modus. In der Oberliga Ost (sieben oder acht Teams) wird bis 15. Januar eine Doppelrunde gespielt. Danach beginnt die Verzahnung mit dem Westen. Die vier besten Ost-Teams spielen mit den Top vier der Oberliga West eine Runde. Der Sieger dieser Gruppe ermittelt mit dem Oberligameister Nord und den zwei besten der Oberliga Süd in Playoffs den einen Aufsteiger in die DEL2.

Allgemein wird mit Duisburg als härtestem Gegner gerechnet. „Die haben schon seit zwei Wochen Eis", erzählte Wolf neidvoll. In der, seit gestern, Fexcom-Arena ist das Eis erst am 6. September fertig, an dem Tag ist auch der erste Test gegen Weiden geplant. Das erste Pflichtspiel steigt am 26. September in Braunlage (Nordost-Pokal), einen Tag später wird gegen den gleichen Gegner zu Hause gespielt. Oberliga-Start ist am 4./5. Oktober. Spätestens dann ist niemand mehr auf Entzug.

Uwe Köster

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