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Internationales Fecht-Camp aber: Leipzig verliert Weltcup im Damendegen

Internationales Fecht-Camp aber: Leipzig verliert Weltcup im Damendegen

Ihre zahlreichen Leipzig-Aufenthalte waren nie langweilig. Imke Duplitzer, deutsche Fecht-Ikone, fünffache Olympiastarterin mit dem Degen, konnte an besagter Adresse zahlreich jubeln, aber auch gewaltig fluchen.

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Imke Duplitzer (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Europa- oder Weltmeisterschaften in der Arena sowie der Weltcup im Februar an verschiedenen Leipziger Adressen hat die gebürtige Bonnerin absolviert. In die Quere kam 2013 ein Ärgernis außerhalb der Planche. Vor der Sporthalle Brüderstraße wurde ihr Auto geknackt und wertvolle persönliche Dinge entwendet.

Jetzt war die 39-Jährige wieder hier, in ihrem Wahl-Revier zum Internationalen Trainingscamp. Gestrichen ist jedoch für die gesamte Frauen-Gilde der Weltcup-Auftritt 2015. Leipzig, immer mit dem FCL-Team um Präsident Bernd Brock zur Stelle, war kein Fehlgriff. Im Gegenteil. "Es gab nie Klagen. Wir hätten das Turnier auch gern wieder organisiert. Schade, dass es hier nicht mehr stattfindet", bedauert Trainer Wernfried Frommolt. Hintergrund: Der Weltverband hat die acht Degen-Weltcup-Turniere einschließlich Grand Prix auf die Kontinente verteilt, und Deutschland musste in dieser Disziplin abgeben. Statt Leipzig im schönen Sachsen ist nun die argentinische Hauptstadt Buenos Aires an der Reihe. Dennoch kommen die hiesigen Fecht-Fans auf ihre Kosten. Am 15. und 16. Mai finden in der Grube-Halle die deutschen Meisterschaften für Frauen und Männer statt.

Zahlreiche Musketiere und eben Imke Duplitzer, die seit Mitte 2013 zum Fechtzentrum Halle gehört, waren vor dem internationalen Saisonstart zum Feinschliff in Leipzig. Noch knapp 14 Tage sind es, bis die Degen-Herren in Bern den ersten Weltcup bestreiten. Die Truppe um Bundestrainer Didier Ollagnon und Vorzeigeathlet Jörg Fiedler vom FCL hat sich einiges vorgenommen. Das Ziel ist klar: Über das Team wollen sie sich für Rio 2016 qualifizieren. "Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten", fordert der Coach permanent.

Während des Trainingscamps waren neben der deutschen Elite auch Top-Athleten aus Ungarn, Dänemark und den Niederlanden aktiv. "Wir trainieren seit Jahren gemeinsam mit den Ungarn. Zuletzt kam dann die Anfrage, ob wir uns nicht auch mal in Leipzig treffen könnten", erläuterte Jörg Fiedler, der 2016 seine vierten Olympischen Spiele anstrebt. "Unser Verband hat das Camp möglich gemacht, weil wir dazu die Möglichkeiten und die Voraussetzungen haben." Der 36-Jährige selbst wirkte konzentriert. "Ich bin mit meinem Trainingszustand im Wesentlichen zufrieden. Sicher werden wir noch an den Feinheiten arbeiten, aber insgesamt fühle ich mich gut", sagte der Doppel-Europameister, der sich auch ein Duell mit Imke Duplitzer lieferte. Beide haben auch schon mit Talenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen trainiert, Motto: Lektion aus Meisterhand.

Der FCL bietet in der ersten Woche jeden Monats ein Schnuppertraining für Mädchen und Jungen der 2. bis 4. Klasse an. Treffpunkt ist das Hauptgebäude im Sportforum, 1. Etage. Material wird gestellt; fechten-leipzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2014

Kerstin Förster

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