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Ironman: Triathlon-Profi Christian Kramer vom SC DHfK Leipizg muss auf Hawaii aufgeben

Ironman: Triathlon-Profi Christian Kramer vom SC DHfK Leipizg muss auf Hawaii aufgeben

Triathlet Christian Kramer vom SC DHfK Leipzig hat sein Top-Ten-Ziel bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii klar verpasst. Der 31-Jährige gab am Sonnabend (Ortszeit) auf der Laufstrecke auf.

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Triathlet Christian Kramer vom SC DHfK Leipzig beim Ironman auf Hawaii.

Quelle: Frank Schober

Kailua Kona. Zu diesem Zeitpunkt lag der 14. des Vorjahres an 24. Position des Profifeldes. Als vierter deutscher Triathlet holte sich Sebastian Kienle im im dritten Versuch den Sieg beim Ironman-Wettkampf auf Hawaii.

Der Leipziger DHfK-Sportler Kramer hätte auf dem abschließenden Marathon-Kurs noch etwa 24 Kilometer vor sich gehabt. "Ich hatte schon auf dem Rad keinen Druck, da ging ab Kilometer 60 nicht viel. Ab dem Moment galt meine Hoffnung dem Laufen. Doch diese erfüllte sich überhaupt nicht", sagte der Familienvater, der von Ehefrau, Tochter, Sohn und Schwiegereltern im Zielbereich getröstet wurde. Nach den 3,8 km Schwimmen im Pazifik zu Sonnenaufgang hatte er noch aussichtsreich auf Platz zwölf gelegen.

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Kailua Kona. Triathlet Christian Kramer vom SC DHfK Leipzig hat sein Top-Ten-Ziel bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii klar verpasst. Der 31-Jährige gab am Sonnabend (Ortszeit) auf der Laufstrecke auf. Zu diesem Zeitpunkt lag der 14. des Vorjahres an 24. Position des Profifeldes. Als vierter deutscher Triathlet holte sich Sebastian Kienle im im dritten Versuch den Sieg beim Ironman-Wettkampf auf Hawaii.

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Kienle vorn - Frodeno auf Platz drei

Der Erfolg gehörte im dritten Versuch dann Sebastian Kienle. In souveräner Manier holte sich der 30-Jährige aus Mühlacker am Samstag (Ortszeit) als vierter deutscher Triathlet den WM-Titel bei dem Klassiker auf Big Island. „Ich kann das nicht glauben“, sagte er einige Minuten, nachdem er nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und einem Marathon-Lauf im Ziel auf dem Alii Drive in Kailua Kona den Siegerkranz aufgesetzt bekommen hatte. „So tief und schön, wie ich jetzt träume, braucht es schon ein Erdbeben, damit ich wieder aufwache“, meinte Kienle wenig später im hr3-Fernsehen.

Am Ende der Tortur lag er mit 8:14:18 Stunden mehr als fünf Minuten vor dem US-Amerikaner Ben Hoffman (8:19:23). Dritter wurde bei seinem Hawaii-Debüt der mitfavorisierte Olympiasieger Jan Frodeno (8:20:32) aus Saarbrücken - trotz eines Platten auf der Radstrecke und einer Zeitstrafe. 

„Ich bin extrem glücklich mit der Leistung“, meinte der 33-Jährige, auch wenn das erwartete Duell mit Kienle ausfiel. „Ich kann sagen, dass es eines der besten Rennen war, die ich jemals gemacht habe.“ Zuletzt hatten 2006 in Sieger Normann Stadler und dem Dritten Faris Al-Sultan zwei Deutsche gemeinsam auf dem Podest gestanden. Der Berliner Nils Frommhold, der ebenfalls zum ersten Mal bei dem WM-Klassiker dabei war, kam als Sechster ins Ziel. Titelverteidiger Frederik van Lierde aus Belgien wurde Achter.

Der gebürtige Lemgoer Maik Twelsiek verpasste als Elfter nur knapp die Top Ten. Nach seinem vierten Platz 2012 und Rang drei 2013 erlebte Kienle bei der Ausgabe 2014 endlich seinen perfekten Tag. Nach dem Schwimmen stieg er mit einem Rückstand von weniger als vier Minuten aus dem Pazifischen Ozean. Auf dem Rad setzte er wie gewohnt zur Aufholjagd an und schaffte schon bald den Sprung an die Spitze. Dort fuhr er eine Zeit lang mit Twelsiek zusammen. Bei Rad-Kilometer 140 übernahm er endgültig die Führung. Auch auf der Laufstrecke geriet sein Erfolg nicht mehr in Gefahr.

 Kienle ist der vier deutsche Triathlet, der bei dem Klassiker auf Big Island gewann. Vor ihm hatten Thomas Hellriegel (1997), Stadler (2004 und 2006) sowie Al-Sultan 2005 den WM-Titel geholt. Kienle ist zudem der erste Triathlet, der in einem Jahr die Europa- und Weltmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Ein gelungenes Debüt einer deutschen Triathletin gab es auch im Frauen-Rennen. Julia Gajer aus Ditzingen wurde starke Sechste. Den Sieg holte sich zum dritten Mal nach 2010 und 2013 Mirinda Carfrae. Die Australierin fing wenige Kilometer vor dem Ziel die Schweizer Debütantin Daniela Ryf noch ab. Dritte wurde die Britin Rachel Joyce. Die 33-jährige Carfrae gewann in 9:00:55 Stunden. Im Marathon verbesserte sie ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr mit 2:50:27 Stunden um elf Sekunden. Zum Vergleich: Jan Frodeno lief die 42,195 Kilometer als schnellster Mann in 2:47:47 Stunden.

dpa / Frank Schober

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