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JCL-Judoka: Heißer Tanz um Gold und Bronze

JCL-Judoka: Heißer Tanz um Gold und Bronze

Vor fast genau einem Jahr entschied sich Erfolg oder Misserfolg einer gesamten Bundesliga-Saison für die Frauen und Männer des Judoclubs Leipzig schon einmal innerhalb weniger Stunden.

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Fabian Hubert beim 7:6-Triumph der ­Vorwoche, als er gegen Potsdam zwei Siege beisteuerte.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Damals ging die Sache gut aus: Die Frauen wurden deutscher Mannschaftsmeister, die Männer schafften in der Relegation des Klassenerhalt. Diese Bilanz könnte am Samstag noch getoppt werden. Die Frauen wollen in Mönchengladbach den Titel erneut an die Pleiße holen. Die Männer können sich Bronze sichern, wenn sie im Viertelfinal-Rückkampf in Potsdam ihren 7:6-Vorsprung der Vorwoche nicht mehr aus der Hand geben. In beiden Fällen wird es eine verdammt enge Kiste.

Als die JCL-Damen im Februar ihr Team für das Bundesliga-Jahr 2013 vorstellten, las sich die Liste der Kämpferinnen fast wie das "Who is Who" des deutschen Frauen-Judos. Mit namhaften Verstärkungen aus Berlin und dem Land Brandenburg sowie Top-Kämpferinnen aus dem eigenen Verein und der Schweiz schien die erfolgreiche Titelverteidigung zum Greifen nah. Nun ist der Tag der Endrunde da - und eine Favoritenrolle ist nicht klar erkennbar. "Es wird spannend wie noch nie. Alle sechs Mannschaften sind richtig stark besetzt", weiß JCL-Teamchefin Melanie Gerber.

Dass die vor zwei Wochen ersatzgeschwächt angetretenen Leipzigerinnen daheim gegen Großhadern knapp verloren, hat für Samstag nichts zu sagen. Da die JCL-Frauen damit aber ihre Spitzenposition der Süd-Staffel einbüßten, erwischten sie heute mit Nord-Sieger und Gastgeber Mönchengladbach sowie dem Süd-Dritten Backnang eine besonders schwere Gruppe.

Der JCL hat nach wie vor eine ausgeglichen besetzte Truppe. Doch die Stars dieser Saison kämpfen bei anderen. "Es werden einige WM-Medaillengewinnerinnen in den gegnerischen Teams stehen", ist Melanie Gerber überzeugt. Und im Frauen-Judo reichen bereits vier Punkte, um einen Mannschaftskampf zu gewinnen. Von den Leipzigerinnen war nur Kerstin Thiele bei der WM in Rio dabei. Die Olympiazweite von London verlor gegen die Weltmeisterin aus Nordkorea. "Aber danach hat Kerstin in der Bundesliga viel Rückenwind für die Endrunde bekommen. Unsere Mädels sind heiß, für die Mannschaft sind alle besonders motiviert", so "Melle" Gerber. Es wird ein langer Tag für die Sächsinnen, die um 5.45 Uhr die gut 500 Kilometer an den Niederrhein antreten, pünktlich um 13.30 Uhr über die Waage gehen und gegen 15.45 Uhr das erste Mal auf die Tatami gerufen werden.

Dagegen können die JCL-Männer ausschlafen: Sie sind erst um 19 Uhr zum Viertelfinal-Rückkampf beim UJKC-Potsdam gefordert. Dort erwartet die Leipziger eine heiße Schlacht um Bronze, das in der Endrunde in drei Wochen noch versilbert oder vergoldet werden könnte. "Wir haben bislang eine so tolle Saison gekämpft. Wir wollen uns die Medaille nicht mehr aus der Hand nehmen lassen." So lautet die Kampfansage von Schwergewichtler Fabian Hubert, der beim letzten großen Erfolg - der Silbermedaille 2010 - noch für den sächsischen Rivalen aus Rodewisch kämpfte.

Vor zwölf Monaten standen die Leipziger noch in der Relegation, nun sind sie aus eigener Kraft sowie mit Hilfe zweier rumänischer Gaststarter wieder ein ernsthafter Medaillenkandidat. Großen Anteil hat Fabian Hubert, der neun von zwölf Kämpfen gewann und Samstag zwei weitere Siege folgen lassen will. "Das wird schwer, denn Potsdam wird wohl zwei verschiedene Schwergewichtler gegen mich einsetzen und hoffen, dass ich im zweiten Kampf abbaue", meint der 26-Jährige, der aber vor Selbstvertrauen strotzt und von einigen Experten sogar als momentane Nummer eins des deutschen Schwergewichts gesehen wird: "Ich bin seit Monaten voll motiviert, habe so viel trainiert wie lange nicht, fühle mich fit." Zweimal Fußball, zweimal Judo, dreimal Krafttraining - so lautete sein Wochenprogramm seit Frühjahr. Hinzu kommen extra Technik-Einheiten mit Bruder Henry, der das JCL-Team als Coach in das heutige Duell führt. Fabian Hubert ist davon überzeugt, dass sich beide Rumänen gegenüber der Vorwoche steigern und der JCL in den unteren Gewichtsklassen besser abschneidet. Aber unterschätzt wird niemand. Denn Fabian Hubert weiß: "Die Toten werden nach dem Krieg gezählt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.09.2013

Frank Schober

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