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JCL-Männer gegen Abensberg chancenlos

JCL-Männer gegen Abensberg chancenlos

Als Halbmittelgewichtler Robert Conrad überraschend den deutschen Auswahlkämpfer Robert Dumke nach nur zwei Minuten ebenso elegant wie unsanft aber vor allem entscheidend auf die Matte befördert hatte, jubelten Leipzigs Judoka fast ebenso euphorisch, als hätten sie gerade die nationale Meisterschaft gewonnen.

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Stemmt sich mit aller Macht gegen die Niederlagen: JCL-Schwergewichtler Fabian Hubert.

Quelle: Nitsche

München. Dabei stand es im Halbfinale gegen den übermächtigen Titelverteidiger, den alten und neuen Meister TSV Abensberg schon 0:3 und Conrads Punkt sollte der einzige für den JC Leipzig beim Finalturnier in Großhadern bleiben. Mit 1:12 unterlag der JCL erwartungsgemäß gegen Abensberg, dass später im Finale auch dem KSV Esslingen beim 10:3 keine Chance ließ und sich zum 12. Mal in Serie seit 2001 und zum 19. Mal insgesamt zum Meister krönte.

"Wir können doch schon stolz darauf sein, dass wir hier her gekommen sind und Bronze haben. Und jetzt habe ich auch noch den Ehrenpunkt gewonnen. Das ist ein Grund zum Jubeln", meinte Robert Conrad, der von seiner angestammten 81-kg-Klasse in die Kategorie bis 90 kg aufgerückt war, um dort den aktuellen Meister in die Schranken zu verweisen.

Ein ähnliches Husarenstück hätte fast Schwergewichtler Fabian Hubert geschafft, der den Olympia- und WM-Dritten Dimitri Peters am Rande einer Niederlage hatte. Nur mit Müh und Not konnte Peters einige gute Wurf-Ansätze von Hubert verhindern und rettete sich schließlich mit dem Vorsprung wegen einer kleinen Bestrafung (Shido) gegen Hubert über die fünfminütige Kampfzeit. "Schade, das war knapp. Danach war ich komplett fertig", meinte Hubert, der danach in seinem zweiten Kampf gegen Weltklassemann Andreas Tölzer chancenlos war.

Dabei wäre Leipzigs 130-Kilo-Recke fast gar nicht im Leipziger Teambus gelandet. Direkt von seinem Dienst als Türsteher in einem Nachtclub war Hubert 5.27 Uhr am Morgen am Bus, der 5.30 Uhr spätestens in Richtung München hatte aufbrechen müssen. "Mit meinen 1,98 Metern hatte ich im engen Bus schon zu tun, habe allenfalls eine Stunde geschlafen, keine optimale Vorbereitung", meinte Hubert. "Trotzdem war ich mit meiner Leistung heute nicht so zufrieden. Aber unter dem Strich haben wir eine super Saison abgeliefert, Bronze gewonnen. Wenn man bedenkt, dass wir im Vorjahr noch gegen den Abstieg gekämpft haben, ist das super."

Tapfer hielt sich auch der in die 66-kg-Klasse aufgerückte Extraleichtgewichtler (bis 60 kg) Simon Yacoub gegen Abensbergs ukrainischen Ex-Weltmeister Georgi Zantaraia. "Über drei Minuten stehst Du gegen einen Weltmeister auch nicht immer auf der Matte", meinte Yacoub schmunzelnd. "Das war schon okay. Insgesamt haben wir uns sehr darüber gefreut, überhaupt hier kämpfen zu dürfen. Auch wenn es 1:12 ausgegangen ist, aber wir kommen mit Meisterschafts-Bronze zurück. Und das mit unserem Mini-Kader. Wenn man das mit anderen Bundesligisten vergleicht."

Im anderen Halbfinale hatte sich Esslingen beim 7:7 gegen Gastgeber Großhadern dank der besseren Unterpunkte (67:61) hauchdünn durchgesetzt. "Wir haben in der Bundesliga gegen Esslingen unentschieden gekämpft und Großhadern besiegt. Mit denen hätten wir auch mithalten können", meinte Yacoub. Die Ansetzung aber hatte Abensberg als Halbfinalgegner ergeben, und die Niederbayern, die am 21. Dezember in Paris erneut den Europacup gewinnen wollen, waren mindestens eine Nummer zu groß.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2013

Peter Stracke

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