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Jens Große verlängert Vertrag bei den Handballern der SG LVB um zwei Jahre

Jens Große verlängert Vertrag bei den Handballern der SG LVB um zwei Jahre

Die Verantwortlichen der SG LVB Leipzig haben den Vertrag mit Trainer Jens Große um zwei Jahre verlängert. Das teilte der Club am Freitag mit. „Wir freuen uns über die Verlängerung und führen somit unser Konzept konsequent weiter", erklärte  der Geschäftsführer des Handball-Oberligisten Jens-Dirk Schöne.

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Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Das Konzept beinhaltet eine erste Männermannschaft aus jungen, talentierten Handballern, denen sowohl sportlich als auch beruflich eine Perspektive in Leipzig geboten wird. „Jens Große ist diesen Weg in den letzten drei Jahren mit uns gegangen und hat der Mannschaft ein neues, attraktives Bild gegeben", so Schöne. Die Weiterentwicklung des Teams stehe ebenso weiter auf der Agenda als auch das langfristige Ziel: Die Etablierung in der dritten Liga Ost. Im Vorfeld des Auswärtsspiels am Samstag beim TuS Radis (17 Uhr) und im Zuge der Vertragsverlängerung äußerte sich der alte und neue LVB-Coach im Interview zur bisherigen Entwicklung und seinen Zielen für die Zukunft. Herr Große, herzlichen Glückwunsch erst einmal zur Vertragsverlängerung. Wenn Sie auf die letzten drei Jahre seit Ihrem Amtsantritt 2008 zurückblicken: Wie würden Sie die vergangenen Spielzeiten beschreiben?

Jens Große:

Zu meinem Dienstantritt sind sehr viele junge Spieler ins Team gekommen, die das Bild der Mannschaft maßgeblich verändert haben. Sie haben sich als Leistungsträger etabliert und spielen einen attraktiven Handball. Wir müssen weiter konsequent an der Mannschaft arbeiten, damit wir noch attraktiver spielen und somit den ein oder anderen Zuschauer zusätzlich in die Halle locken. Mich reizt es, weiter mit einem jungen und hungrigen Team zusammen zu arbeiten und genau aus diesem Grund habe ich auch verlängert. Alle wollen mehr, alle wollen aufsteigen. Ich auch. Wenn man nüchtern die derzeitige Saison in der Mitteldeutschen Oberliga betrachtet, kann das Team noch alles gewinnen bzw. aufsteigen, aber auch am Ende mit leeren Händen dastehen...Sicher, wir müssen jetzt richtig Vollgas geben. Das letzte Wochenende hat Tabellenführer Freiberg beim Letzten in Glinde verloren. Das hat uns gezeigt, dass auch die Favoriten in dieser ausgeglichenen Liga schnell straucheln können. Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr leisten und konzentriert weiter spielen und gewinnen. Ob das am Ende auch spielerisch für die dritte Liga reicht, werden wir eben erst am Ende der Saison sehen und entscheiden. Wenn Sie auf die kommenden zwei Jahre schauen: Was sind neben dem Aufstieg Ihre Ziele mit der Mannschaft?Im Angriffsspiel haben wir mittlerweile eine gute Konstanz, dort bin ich soweit zufrieden und sehe primär erst einmal keinen allzu großen Handlungsbedarf. Leider kassieren wir in der Deckung noch viel zu viele Tore. Dort müssen wir uns verbessern, inklusive dem Zusammenspiel mit den Torhütern. Das geschieht sicher nicht von heute auf morgen, ist aber ein Prozess. Wichtig ist doch, dass Management und Sponsoren mit unseren Leistungen einverstanden sind und auch die Fans auf ihre Kosten kommen. Wenn Sie das Ziel dritte Liga sehen - muss dort vor allem für die Deckung nicht noch nachgerüstet werden, schließlich ist die SG LVB körperlich dort mit dem derzeitigen Kader unterlegen.Wir werden die Mannschaft nicht grundsätzlich verändern. Zwei bis drei punktuelle Verstärkungen sind angedacht. Wir müssen aber ganz genau schauen, welcher neuer Spieler uns auf der ein oder anderen Position weiterhelfen kann und will. Wir haben in den letzten Jahren immer im Rahmen unserer Möglichkeiten gehandelt und unsere Etat nie überstrapaziert. Auf Expeditionen lassen wir uns nicht ein und werden unsere Möglichkeiten auch nicht sprengen. Wer hat Sie in den vergangenen Jahren am Meisten überrascht?Ich will niemand im speziellen nennen, denn die ganze Mannschaft hat sich positiv entwickelt. Wenn ich manchmal mit Leuten rede, macht es mich schon stolz, wenn diese eine Handschrift im Spiel der Mannschaft sehen und dies auch sagen. Das Team ist anders als zuvor und sehr viel dynamischer geworden. Das motiviert mich auch für die nächsten Aufgaben. Nun hat das Team einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt. Hinzu kommt, dass mit der Zeit erfahrene Akteure wie Ex-Kapitän Marco Steinbeck oder Jan Kostulski langzeitverletzt sind oder ins zweite Glied rücken. War und ist dies nicht ein Problem im Bezug auf eine Hackordnung in der Mannschaft?Erst einmal ist es sehr schade, dass sich Marco Steinbeck so stark verletzt hat. Auch dass Jan Kostulski in seiner Arbeit immer mehr eingebunden ist, daher nicht das volle Pensum fahren kann, ist nicht so leicht. Die jungen Spieler geben nun das Tempo auf dem Feld vor, ein Sascha Meiner, Georg Eulitz oder unser neuer Kapitän Max Berthold haben sich zu richtigen Führungsspielern entwickelt. Es haben sich Strukturen gebildet, auch außerhalb des Trainings. Manchmal wirkt die Bank bei Heimspielen ein wenig gedrückt. Weniger Emotionen werden gezeigt und können somit auch nicht auf die Zuschauer übergreifen. Wo sehen Sie die Ursache?Man muss dazu sagen, dass ich in meiner Zeit als Spieler viele Trainer erlebt habe, die durch stetiges Hereinrufen und Herumlaufen Hektik auf die Mannschaft ausgestrahlt haben. Ich hingegen versuche Ruhe auszudrucken und so keine überhasteten Aktionen auf dem Spielfeld zu erzeugen. Dass die Mannschaft keine Emotionen zeigt, kann ich so nicht bestätigen. Bei engen Spielen wie zum Beispiel in Freiberg waren alle sehr emotional. Wenn es heiß wird, ist die Bank voll dabei. Was wünschen Sie sich zukünftig von Team und Umfeld?In erster Linie natürlich, dass wir alles für den Aufstieg tun. Der Weg mit jungen ambitionierten Spielern in Kombination mit Studium muss konsequent weiter geführt werden - dann sind wir auch erfolgreich. Mehr als dritte Liga ist für uns nicht drin, da ja die eingleisige zweite Liga eingeführt wird. Das Niveau in allen oberen Ligen wird steigen, wir werden aber unserem Konzept treu bleiben und weiter nicht zum Profitum übergehen. Eine dritte Liga ist daher eine schwere Aufgabe, der wir uns stellen wollen. 

Martin Glass

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