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Jubel über Meisterschaft: Handballer der SG LVB siegen gegen Wolfen und steigen auf

Jubel über Meisterschaft: Handballer der SG LVB siegen gegen Wolfen und steigen auf

Die Handballer der SG LVB haben sich am Samstagabend vorzeitig die Mitteldeutsche Meisterschaft gesichert und steigen somit in die dritte Liga auf. Sie siegten mit 29:27 (18:15) gegen die HSG 2000 Wolfen in der heimischen Sporthalle Brüderstraße.

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Georg Eulitz beim Abschluss.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Die Partie sahen 550 Zuschauer.

"Es ist eine Riesen-Sensation, dass wir aufsteigen", sagte LVB-Trainer Jens Große nach der Partie. Man habe in der Saison so viele Verletzte beklagen müssen. Das zeige aber, was für einen tollen Charakter die Mannschaft habe. Der Übungsleiter trug ein gelbes T-Shirt, auf dem stand "Schlagzahl - Hoch!, Liga - Hoch!".

Das erste Tor der Partie hatte zuvor Wolfen gemacht, was LVBler Alexander Pietzsch dazu bewegte, ein Zeichen zu setzen und deutlich zu machen, worum es ging. Er holte sich gleich eine gelbe Karte ab.

Die Anfangsphase war bis zum 4:4 ausgeglichen, beide Mannschaften verteidigten gut. "Beide Seiten sind gut ins Rollen gekommen", befand Große später. Die Gastgeber zogen dann aber bis zur ersten Auszeit der Wolfener auf 9:5 davon. Die Leipziger zeigten sich besser im Abschluss, die Gäste hingegen trafen nicht mehr wie zu Beginn. Sie scheiterten oft an LVB-Torhüter Manuel Röttig. "Wir lagen zeitweise sechs Treffer vorn. Dann lassen wir Wolfen noch einmal rankommen. Das musste nicht sein, aber man hat gemerkt, dass wir anfangs nervös waren", meinte LVB-Kapitän Max Berthold.

Beim Kampf um den Aufstieg wurde voller Körpereinsatz gezeigt: In der 23. Minute ging ein Raunen durch die Halle. Jacob Fritsch erwischte seinen Gegenspieler am Hals so, dass ein lautes Klatschen zu hören war - zwei Minuten für ihn.

Danach waren die Gastgeber etwas von der Rolle, Wolfen kam auf 16:14 heran. Doch die SG konnte sich stabilisieren und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause (18:15).

Nach Wiederanpfiff wankte die Partie hin und her. Die Leipziger konnten aber immer den Vorsprung von zwei bis drei Toren halten. Beim Stand von 21:19 reagierte Frank Herrmann für LVB glänzend mit dem Fuß.

Kurz darauf kamen die Gäste aber bis auf ein Tor heran (22:21). Scheinbar ein Weckruf für die Leipziger: Die Angriffe wurden konzentriert vorgetragen. Ein kleiner Vorsprung sprang heraus (25:21).

In der Phase um die 50. Spielminute fehlte beiden Seiten entweder Glück (ans Aluminium) oder Können (Bälle neben das Gehäuse). Es blieb spannend beim Stand von 26:24.

Am Ende aber leuchtete ein 29:27 für die Leipziger auf der Anzeigetafel, die sich so den Gewinn der Meisterschaft und den Aufstieg sicherten. "Der Abstand ist mir egal", sagte Berthold. "Wir sind Meister!"

"Mit maximal drei, vier Spielern werden wir uns für die kommende Drittliga-Saison verstärken", sagte LVB-Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne. Mit zweien sei man sich schon einig. Die Mannschaft bleibe im Kern aber erhalten. Wird es für den Verein in Liga 3 teurer? Der Etat werde um nur rund zehn Prozent steigen, stellte Schöne fest. "Die Spieler werden aber für dieselben Beträge wie in dieser Saison spielen. Bei uns geht es nämlich um den Zusammenhalt, nicht ums Geld."

  

Michael Dick

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