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Judo-Großkampftag der Bundesligisten am Samstag in Leipzig

Judo-Großkampftag der Bundesligisten am Samstag in Leipzig

1100 Kilometer beziehungsweise knapp zehn Stunden im Auto hatte Costel Danculea hinter sich, als er am Donnerstagmittag gemeinsam mit seiner schwangeren Freundin auf dem Parkplatz am Sportforum einbog und von Manager Paul Staroste begrüßt wurde.

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Hochschulmeisterin Marie Branser und JCL-Zugang Costel Danculea sind heiß auf den Bundesliga-Start.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Danach legte sich der rumänische Neuzugang erst einmal aufs Ohr, ehe er am Abend topfit beim wettkampfnahen Training (Randori) mitmischte. Am Samstag will der 28-Jährige, der im Vorjahr noch für Absteiger Wiesbaden kämpfte, die ersten Zähler für den JCL im Leichtgewicht holen.

Judo-Bundesliga ist traditionell das spannende Aufeinandertreffen aktueller Spitzenkämpfer wie Danculea und ehemaliger Leistungssportler, die sich trotz beruflicher Verpflichtungen für ihr Team motivieren und einen fünfminütigen Kampf konditionell gerade so durchstehen. Beide Kategorien sind morgen zahlreich auf der Tatami. Für die EM-Starter der Vorwoche geht es in erster Linie darum, ihren Frust zu verarbeiten und Selbstvertrauen zu gewinnen. Das gilt für Danculea ebenso wie für JCL-Mann Hannes Conrad - beide schieden in der ungarischen Hauptstadt nach nur einem Kampf aus. Aus gleichem Grund befindet sich die Schweizerin Larissa Csatari im emotionalen Tief. "Vielleicht kommt sie ja trotzdem und wir können ihr helfen, die EM zu verarbeiten", meinte JCL-Teamchefin Melanie Gerber, die noch zwei weitere Schweizerinnen erwartet.

Die JCL-Männer können höchstwahrscheinlich nur einen Ausländer aufbieten, denn der zweite Rumäne Laszlo Szoke fällt wegen eines Leistenbruchs ein Vierteljahr aus. "Er darf keine Briefmarke vom Boden aufheben", meint Staroste in seiner typischen trockenen Art. Mit dem Schweizer Ludovic Chammartin steht sogar der amtierende Vizeeuropameister auf der JCL-Liste. Doch das Mitwirken des 60-Kilo-Mannes, der 2010 beim JCL auf dem Weg zum Vizemeister auftrumpfte, galt gestern als höchst ungewiss. Bei Ettlingen stehen 20 ausländische Judoka aus sieben Nationen auf der Liste, darunter elf Georgier. Es gleicht einer Lotterie, wer von ihnen nach Leipzig kommt. Denn 10 der 14 Duelle müssen von deutschen Kämpfern bestritten werden.

Zahlreiche Verletzungsprobleme wollen die Frauen und Männer mit Willensqualitäten wettmachen. So kann die Olympiazweite Kerstin Thiele nicht kämpfen, doch sie wird am Rande der Tatami alles geben. "Leider sind auch alle drei 52-Kilo-Frauen aus Frankfurt/Oder verletzt. Dafür kommt mit Anna Georgi unsere Jüngste zum Einsatz", verrät Studentenmeisterin "Melle" Gerber, deren Team im ersten Kampf gegen Weimar etwas gutzumachen hat. Denn im Vorjahr entführten die Thüringerinnen beim späteren Meister mit 4:3 die Punkte. Die Teamchefin freut sich auf den ersten Auftritt von Schwergewichtlerin Franziska Konitz. Die Berlinerin ersetzt Melanie Gasch. Die ehemaligen und aktuellen Auswahlkämpferinnen des JCL planen morgen eine Autogrammstunde. Und die Männer wollen mit einer besonderen Aktion kurz vor 18 Uhr ihre Solidarität mit den Ringern bekunden, die ums Überleben als olympische Sportart kämpfen.

@www.bundesliga-leipzig.de

www.jcl-powerfrauen.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2013

Frank Schober

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