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Judo: Hannes Conrad löst EM-Ticket

Judo: Hannes Conrad löst EM-Ticket

Der deutsche Judo-Bund lässt sich mit der Bekanntgabe auf seiner Homepage Zeit. Aber für den Leipziger Stützpunkttrainer Haiko Seidlitz und seinen momentan stärksten Schützling Hannes Conrad ist es seit gestern offiziell: Bundestrainer Detlef Ultsch bestätigte dem Duo beim Auswahl-Lehrgang in Kienbaum, dass der zweifache deutsche Meister im Halbmittelgewicht Ende April erstmals an den Männer-Europameisterschaften in Budapest teilnehmen wird.

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Beifall für Hannes Conrad: Der deutsche Judo-Meister startet Ende April erstmals bei der Männer-EM.

Quelle: Christian Nitsche

Neben dem recht souverän erkämpften DM-Titel im Januar in Riesa habe vor allem der jüngste Trainingsaufenthalt mit der Nationalmannschaft in Japan den Ausschlag gegeben. "Der Bundestrainer war mit Hannes sehr zufrieden. Er hat ordentlich trainiert und war nach seiner überstandenen Ellbogenverletzung voll belastbar", erklärte Haiko Seidlitz. Conrad kämpft in diesem Olympiazyklus in der 81-Kilo-Klasse mit momentan zwei anderen deutschen Kämpfern um die Nachfolge von Ole Bischof, der nach Olympia-Gold 2008 in Peking sowie Silber 2012 in London im Herbst seinen Rücktritt erklärt hatte.

Hannes Conrad war in einer der stärksten deutschen Gewichtsklassen vor einem Jahr EM-Ersatzmann und Fünfter der U23-EM in Prag. Nach seinem Titel in Riesa sammelte der aus der Nähe von Döbeln stammende JCL-Athlet bei verschiedenen Grand-Prix-Turnieren seine ersten Weltranglistenpunkte. In dieser Liste wird der 21-Jährige auf Rang 88 geführt. Auf Platz 60 liegt sein Klubkollege Robert Gess, der seine internationale Karriere aber beendet hat. In Budapest startet der angehende Landespolizist Conrad gemeinsam mit Sven Maresch (Berlin), der im Vorjahr die Olympia-Norm erfüllt hatte und nach dem Bischof-Rücktritt vorerst als Kronprinz gilt.

Für die JCL-Frauen klappte es in diesem Jahr nicht mit einem EM-Ticket. Die Olympiazweite Kerstin Thiele hat erst jetzt ihre in Riesa erlittene Verletzung im Brustwirbel- und Lungenbereich auskuriert. Und Heide Wollert muss in der 70-Kilo-Klasse noch Fuß fassen. Am Wochenende schied sie beim Grand Prix in der Türkei nach dem ersten Kampf aus. Beim Europacup in Sarajevo schaffte JCL-Kollegin Marie Branser (78 kg) wie zuvor schon in Genf mit zwei Siegen und einer Niederlage Platz drei.

Eine Hiobsbotschaft gibt es im Nachwuchs. Mit Philip Pink vom JV Grimma fällt der deutsche Vizemeister der U18 und U21 ein halbes Jahr aus. Seine im Finale des internationalen Turniers in Bremen erlittene Knieverletzung erwies sich als Riss des vorderen Kreuzbandes. "Ich hatte mir für die WM in Miami große Ziele gesteckt. Das ist plötzlich verpufft", sagte der 17-Jährige. Trotz des Rückschlags meint der Schützling von Roman Schulze: "Ich hoffe, die OP geht schnell über die Bühne und ich kann nächstes Jahr wieder angreifen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2013

Frank Scober

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