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Kanuslalom: Auftakterfolg für Leipziger Duo Anton/Benzien

Olympia-Qualifikation Kanuslalom: Auftakterfolg für Leipziger Duo Anton/Benzien

Das nennt man optimalen Start: Die Kanuslalom-Weltmeister Franz Anton und Jan Benzien sind am Sonnabend mit einem souveränen Sieg in die Olympia-Qualifikation gestartet.

Franz Anton und Jan Benzien haben einen Auftakt nach Maß hingelegt.
 

Quelle: Christian Modla

Augsburg. Das nennt man optimalen Start: Die Kanuslalom-Weltmeister Franz Anton und Jan Benzien sind am Sonnabend mit einem souveränen Sieg in die Olympia-Qualifikation gestartet. Das Zweiercanadier-Duo vom Leipziger Kanuclub gewann das Auftaktrennen auf dem Augsburger Eiskanal mit drei Sekunden Vorsprung auf die Europameister Robert Behling/Thomas Becker vom MSV Buna Schkopau. Nur das beste Boot nach insgesamt vier Qualifikations-Läufen qualifiziert sich für die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro.

Anton und Benzien blieben auf der Olympiastrecke von 1972 als einzige C2-Besatzung ohne Strafsekunden für Torstab-Berührungen. Beide steigerten sich gegenüber ihrem bereits starken Qualifikationslauf drei Stunden zuvor noch einmal um fünf Sekunden. Dies war auch nötig, denn Behling/Becker hatten unmittelbar vor den beiden Leipzigern eine Tagesbestzeit vorgelegt. Allerdings leisteten sich die Schkopauer zwei Strafsekunden.

„Ich hatte die Bestzeit von Behling/Becker oben am Start mitbekommen. Aber wir wussten ohnehin, dass wir uns gegenüber dem Quali-Lauf steigern müssen“, sagte der 33-jährige Benzien. Sein sieben Jahre jüngerer C2-Partner ergänzte: „Wir wollten das Risiko nicht übertreiben, sondern nur an den Stellen den Druck erhöhen, wo es auch Sinn macht.“ Die Erleichterung nach dem Auftaktsieg war groß, denn für Rang eins erhielten die Sachsen die ideale Platzziffer 0, während ihre größten Kontrahenten mit Platzziffer 2 für die weiteren Rennen unter Zugzwang geraten sind. Für den WM-Titel von 2015 werden Anton/Benzien am Ende der Qualifikation am 17. April in Markkleeberg als Bonus noch einmal zwei Platzziffer-Punkte abgezogen. Trotzdem mahnte Trainer Frithjof Bergner das Duo, den Ball flachzuhalten: „Ein guter Einstieg war wichtig. Jetzt gilt es ruhig zu bleiben, denn es kommen noch sieben Rennen.“

Im Einercanadier Kontrahenten

Unter anderem am späten Nachmittag im Einercanadier, wo Anton und Benzien Kontrahenten sind. Gestern spielte der Olympiazweite Sideris Tasiadis aus Augsburg seinen Heimvorteil souverän aus, er gewann vor Anton und Benzien, die nicht ganz fehlerfrei über den Kurs kamen. Fünfter wurde Nico Bettge vom Leipziger KC, der im Zweiercanadier mit David Schröder Rang vier belegte. Beide wahrten damit ihre Chance auf die EM-Teilnahme. Während in Rio nur ein Boot pro Nation startberechtigt ist, wird Deutschland bei den Europameisterschaften Ende Mai in der Slowakei mit drei Booten vertreten.

Auf EM-Kurs liegen auch die LKC-Paddlerinnen Andrea Herzog und Lena Stöcklin, die im nichtolympischen Einercanadier der Frauen zum Auftakt die Plätze eins und drei belegten. Wie erwartet eng ging es auch im ersten Finale der Kajak-Männer zu. Hier setzte sich der Olympiadritte Hannes Aigner vom AKV Augsburg mit drei Zehntelsekunden Vorsprung vor dem Leipziger Paul Böckelmann durch. Im Einerkajak der Frauen gab es durch Melanie Pfeiffer einen weiteren Augsburger Sieg. Cindy Pöschel aus Leipzig verpasste knapp das Finale.

Von Frank Schober

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