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Kanute Frank Henze hat die Qual der Wahl

Kanute Frank Henze hat die Qual der Wahl

Er ist zwar sogenannter Rechtsschläger. Doch Slalomkanute Frank Henze braucht in seiner Sportart sehr wohl zwei gesunde Arme. Insofern ist es lediglich das geringere Übel, dass die vor einer Woche beim Training im Markkleeberger ausgekugelte Schulter nicht seinen rechten Zugarm, sondern die linke Seite betraf.

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Frank Henze

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Nach Auswertung des MRT (Diagnose: ein Stück Knorpel ist abgebrochen) holt sich der 36-Jährige gerade bei verschiedenen Experten Rat. Doch eine Entscheidung wird dem ausgebildeten Physiotherapeuten letztlich niemand abnehmen: Operation oder konservative Behandlung - zwischen diesen Optionen hat der Olympiateilnehmer die Qual der Wahl. Im Falle einer OP wäre die Saison gelaufen. Ohne OP könne er im Optimalfall in acht Wochen wieder im Boot sitzen. Doch es bliebe das Risiko, dass sich das Missgeschick wiederholt.

Wie berichtet, wollte der C2-Spezialist beim Training im Einer eine Kenterung verhindern: "Ein Canadier geht nicht schwimmen, außerdem war das Wasser ja eiskalt. Beim Abstützen ist es dann passiert." Die Auswahlkollegen Nico Bettge und Paul Böckelmann halfen ihm aus dem Wasser, drei Minuten später war der Krankenwagen da. "Die Schmerzen waren höllisch", erinnert sich Henze. Zwei Stunden später wurde die Schulter unter Vollnarkose im Parkkrankenhaus eingerenkt. "Nach dem Aufwachen habe ich mich wie im siebten Himmel gefühlt."

Die EM- und WM-Qualifikation wird am 20./21. April in Markkleeberg ohne das LKC-Duo David Schröder/Frank Henze über die Bühne gehen. Da es bei den Titelkämpfen drei und beim Weltcup vier Startplätze gibt, könnten die Leipziger Duos Westphal/Jork und Mendel/Funk die Lücke schließen. Beim Weltranglistenrennen über Ostern fehlte Funk wegen eines Infektes. Westphal/Jork standen immerhin im Endlauf, waren im Semifinale sogar bestes deutsches C2-Boot. "Wir steigern uns momentan von Lauf zu Lauf", zeigte sich Paul Jork vorsichtig optimistisch. Beim Sprintcup am Montag verpassten beide wegen eines ausgelassenen Tores das Finale - aber die Zeit stimmte erneut.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2013

Frank Schober

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