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Kaum isoliertes Zeltdach: Trotzdem rechnen Icefighters Leipzig mit sinkenden Energiekosten

Kaum isoliertes Zeltdach: Trotzdem rechnen Icefighters Leipzig mit sinkenden Energiekosten

Leipzig. Der Drittliga-Verein Icefighters Leipzig könnte nach dem Umzug in seine neue Spielstätte mit niedrigeren Energiekosten auskommen.

Wie Geschäftsführer André Krüll sagte, sei das Zelt zwar schlechter isoliert als die Messehalle. Gespart werden könne aber künftig in der Beleuchtung.

 

Am Montag hatte der Oberligist bekanntgegeben, dass er seine Heimspiele künftig in Taucha austragen wird. Im Frühjahr des Jahres mussten die Icefighters aus der Halle 6 auf dem Alten Messegelände ausziehen, da der Eigentümer, die Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG), das Gebäude an ein Möbelhaus verkauft hatte. Krüll sagte nun gegenüber LVZ-Online: „Die alten Lampen aus der Messehalle werden durch LED-Lampen ersetzt. Auf diese Weise wollen wir die Kosten für Energie senken.“

Während der Betrieb der Lichtanlage eine relativ gut zu kalkulierende Größe ist, sind die Betreiber der Halle bei der Kühlung der Eisfläche besonders von den Außentemperaturen abhängig. „Wenn zum Saisonstart im Oktober wie im vergangenen Jahr mehr als 20 Grad werden, haben wir natürlich viel höhere Kosten als bei zehn oder 15 Grad“, sagte Krüll.

Neue Halle ist kleiner als Spielstätte auf der alten Messe

Das auf der Freifläche in Taucha zu errichtende Zelt wird 80 Meter lang, 40 Meter breit und zehn Meter hoch sein. Es ist damit deutlich kleiner als die ursprüngliche Spielstätte auf der Messe – aus energetischer Sicht ein Vorteil. „Das Zelt wird wie eine Leichtbauhalle von einem Gerüst aus Metall getragen.“ Auf zwei Seiten werden Container die Außenbegrenzung bilden. Hier sollen unter andrem die Umkleidekabinen und Sanitärbereiche eingerichtet werden. Auf den anderen beiden Seiten gehe durch eine besondere Konstruktion, bestehend aus mehreren Schichten Kunststoff und Aluminium, ebenfalls vergleichsweise wenig Kälte verloren. 

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In Taucha haben die Icefighters auf 13.000 Quadratmetern genügend Platz für ihre Zelthalle. (Archivfoto)

Quelle: Jonas Juckeland

Schwachpunkt der Isolierung wird nach Angaben des Geschäftsführers das Zeltdach sein. Es besteht lediglich aus Planen. Derzeit sei der Verein noch am Überlegen, wie die Wärmedämmung an dieser Stelle optimiert werden könnte. Die monatlichen Energiekosten beliefen sich laut Krüll bisher je nach Witterung auf 12.000 bis 15.000 Euro im Monat. Hinzu kommen nun jährliche Mietkosten für Zelt, Grundstück und Container in Höhe von 150.000 Euro sowie einmalig 50.000 Euro für den Umzug.

Krüll hofft auf neue Sponsoren und viele Besucher

Keine größeren Investitionen sind indes für die Innenausstattung der neuen Eissportstätte geplant. Die Technik und die weiteren Bestandteile der Eisanlage aus der Messehalle wurden zwischengelagert und könnten eins zu eins in das Zelt eingebaut werden, sagte Krüll.

Um die laufenden Kosten zu decken, will der Verein die Akquise von Sponsoren noch einmal intensivieren. „Wir mussten erst den Standort festmachen und können jetzt in die Offensive gehen“, so Krüll. Zudem hofft er auf viele Besucher – nicht nur zu den Heimspielen seiner Icefighters. Haupteinnahmequelle werde weiterhin der Publikumsbetrieb mit dem öffentlichen Eislaufen sein. Zusätzlich werden auch die Nachwuchsteams und die Eiskunstläufer die Zelthalle nutzen. Weiteres Geld könnte durch Events und Feiern in die Kasse kommen. Dennoch sagt Krüll klar: „Es könnte eng werden. Wir müssen die ersten Monate überstehen.“

Robert Berlin

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