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Kickers Markkleeberg verzichten auf Pokal-Achtelfinale gegen Dynamo am Mittwoch

Kickers Markkleeberg verzichten auf Pokal-Achtelfinale gegen Dynamo am Mittwoch

Das wochenlange Gezerre um das Landespokal-Achtelfinale zwischen Kickers Markleeberg und Dynamo Dresden endet mit einem Affront und Schuldzuweisungen: Der Sechstligist wird zur für Mittwochabend (19.30 Uhr) in Neustadt angesetzten Partie gegen den Drittligisten nicht antreten.

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"Wir sind reine Amateure, meine Jungs müssen arbeiten, und auch ich schaffe das zeitlich nicht", sagt Kickers-Trainer Frank Baum.

Quelle: André Kempner

Markleeberg. "Wir sind reine Amateure, meine Jungs müssen arbeiten, und auch ich schaffe das zeitlich nicht", sagte Kickers-Trainer Frank Baum. "Wir müssten spätestens 16 Uhr losfahren, das ist unmöglich", ergänzte Manager Hans-Joachim Haubold, "dies habe ich am Sonntag in einer Mail dem SFV und Dynamo mitgeteilt."

Ulrich Günther, Staffelleiter Pokal beim Sächsischen Fußball-Verband (SFV), bestätigte am Montag, dass das Spiel nicht stattfinden wird. Er wehrt sich aber dagegen, dass dem SFV der Schwarze Peter zugeschoben wird. "Termin und Uhrzeit stehen seit langem fest, nur der Austragungsort änderte sich", erklärte Günther, "Markkleeberg hatte genug Zeit, sich vorzubereiten." Der SFV habe den Kickers sogar angeboten, den Anstoß auf 21 Uhr zu verschieben. "Dynamo war einverstanden, aber Markkleeberg wollte nicht, weil sie erst nachts um 2 Uhr zu Hause gewesen wären."

Die brisante Vorgeschichte: Die Kickers hatten Heimrecht, aber weil die Stadt aus Angst vor Dynamo-Hooligans und möglichen Konfrontationen mit Lok-Anhängern Bedenken anmeldete, der Verein zudem die hohen Sicherheitskosten scheute und keinen Veranstalter in der Umgebung fand, tauschte er mit Dynamo. Den Dresdnern wiederum war das Harbig-Stadion zu teuer, sie schlugen Wilsdruff vor (das nach einigem Hickhack absagte) und landeten in Neustadt. Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach: "Wir haben alles versucht, wir wollen weder den Verband noch Markkleeberg vor den Kopf stoßen."

Frank Baum ließ durchblicken, dass der Pokal für die in der Sachsenliga um den Klassenerhalt kämpfenden Kickers nur ein Nebenschauplatz ist. Andererseits gehe es ums Prinzip, müsse ein Exempel statuiert werden. Kleine Vereine würden durch das Pokal-Los Dynamo bestraft. Statt sich auf ein Heim-Highlight mit entsprechenden Einnahmen freuen zu dürfen, hätten sie nur Ärger, "weil keiner die Idioten unter den Dynamo-Fans will". Einige Leute im Verband müssten endlich aufwachen. Originalton Baum: "Ich bin ein Freund klarer Worte. Wir lassen uns nicht dazu vergewaltigen, am Mittwochabend stundenlang durch die Wallachei zu fahren, um gegen eine Vollprofimannschaft anzutreten."

Hans-Joachim Haubold verwies ebenfalls auf den enormen Aufwand unterklassiger Vereine: "Borna spielte im Vorjahr letztlich in Zwickau gegen Dynamo, machte dabei 7000 Euro minus." SFV-Mitarbeiter Lutz Mende hat zwar Verständnis, betonte aber: "Für Dynamo blieb wirklich kein anderer Termin, und Markkleeberg kann nicht einfach ein Spiel absagen." Das tat dann gestern schweren Herzens der Verband.

Die Angelegenheit geht nun vor das Sportgericht. Markkleeberg wird das Achtelfinale am Grünen Tisch verlieren und wohl noch eine saftige Strafe aufgebrummt bekommen. Haubold: "Wir werden auch die Sportgerichtsverhandlung durchstehen. Wir mussten diese Entscheidung treffen, und wir haben gute Argumente dafür."

Steffen Enigk

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