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Kirchhöfer bleibt auf dem Teppich - und will den Sprung in die Formel 1 schaffen

Kirchhöfer bleibt auf dem Teppich - und will den Sprung in die Formel 1 schaffen

Marvin Kirchhöfer gilt als eine der größten Hoffnungen des deutschen Automobil-Rennsports. Nach seinem Sieg 2012 in der ADAC Formel Masters steigt der Leipziger in diesem Jahr in die Formel 3 auf, in der er am Wochenende in Oschersleben seinen Einstand gibt.

Der 18-Jährige, Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, möchte mit seinem Dallara F311 Volkswagen Power Engine gleich die erste Saison nutzen, um sich für höhere Aufgaben anzubieten. Denn sein Ziel ist es, in den nächsten Jahren den Sprung in die Formel 1 zu schaffen.

Viele Experten räumen dem jungen Fahrer dafür gute Chancen ein und überschütten ihn mit Vorschusslorbeer. Unter Druck gesetzt fühlt sich der Azubi, der bei der Markranstädter Firma Nussbaum-Hydraulik eine Lehre zum Industriekaufmann absolviert, davon nicht. "Wenn meine Leistung von so vielen Seiten anerkannt wird, wirkt das eher als zusätzliche Motivation, meine bisher positive Entwicklung fortzusetzen. Mir ist natürlich klar, wie schwer es angesichts der harten Konkurrenz wird, sich durchzusetzen."

Sein Ziel sei es, als Neuling in der Formel 3 am Ende einen Platz unter den besten Drei zu erreichen. "Sicher will jeder gewinnen, ich auch. Aber noch vor dem ersten Renntag von Rang eins zu sprechen, wäre vermessen. Ich werde sicher auch Lehrgeld zahlen müssen. Die meisten Gegner haben einfach mehr Erfahrung."

Kirchhöfer ist trotz einiger Angebote der Konkurrenz dem Lotus-Team treu geblieben. "Ich habe keinen Grund zu wechseln. Ich bin zufrieden damit, wie ich hier betreut werde."

Jens Werner hält große Stück auf den jungen Leipziger, der 2012 als Deutschlands Motorsport-Talent des Jahres ausgezeichnet wurde. "Wir wollen Marvin nicht zu sehr unter Druck setzen und nicht gleich den Spitzenplatz fordern", sagt der 49-Jährige aus dem Management des Ausnahmetalents. Der Leipziger gibt zu, dass er auch aufgeregt ist vor der Premiere Kirchhöfers im ATS-Formel-3-Cup. "Das ist doch normal. Schließlich arbeite ich bereits ein Jahr für Marvin." Kirchhöfer habe eine in diesem Zeitraum sensationell positive Entwicklung genommen. "Er begreift alles Neue schnell und ist diszipliniert. Andere in seinem Alter ruhen sich manchmal auf ihrem Lorbeer aus, bei Marvin gibt es das nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil: Nach jedem Erfolg denkt er schon an den nächsten Schritt."

Timo Rumpfkeil ist froh, dass Kirchhöfer auch in der höheren Kategorie seinem Rennstall treu bleibt. "Marvin ist für mich momentan das herausragende Talent in Deutschland", ist sich der Lotus-Teamchef sicher und fügt an: "Marvin hat die Chance, im Kampf um den Titel mitzumischen. Aber er ist nicht Favorit Nummer eins. Das sind andere, erfahrene Piloten." Norbert Töpfer @www.marvin-kirchhoefer.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2013

Norbert Töpfer

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