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Komisches Saisonziel: SG LVB-Handballer wären mit zweitem Platz zufrieden

Komisches Saisonziel: SG LVB-Handballer wären mit zweitem Platz zufrieden

Die Oberliga-Handballer der SG LVB haben bei ihrer Saisoneröffnungsfeier am Donnerstagabend im Restaurant „Alte Nikolaischule" ein seltsames Saisonziel ausgegeben: Die Mannschaft wolle Zweiter oder Dritter werden.

Leipzig. Das traf auch bei einem zur Feier geladenen Sponsor auf Unverständnis: Seit wann wollten Sportler Zweiter werden? Wer dieses Ziel ausgebe, könne doch gleich sagen, dass er aufsteigen wolle. Trainer Jens Große versuchte zu erklären. „Wir können aufsteigen", sagte er. Schränkte aber gleich ein, dass es vier Dauerverletzte gebe. Seien diese an Bord, ginge nach oben mehr. „Wenn die aber nicht wiederkommen, ist der zweite oder dritte Platz auch gut", sagte Große.

Auch die Mannschaft vertritt diese Linie. Der bundesligaerfahrene Krzysztof Zart, der aus Pirna gekommen ist, sagte: „Ich hoffe, dass wir aufsteigen. Aber wir haben keinen Druck, was das betrifft. Als erstes sollten wir mit unserer jungen Truppe so gut Handball spielen wie möglich."

Der bullige Stettiner soll dabei „richtig Druck aus dem Rückraum machen", wie es LVB-Manager Jens-Dirk Schöne formuliert. Zart sei der absolute Wunschspieler. „Normalerweise hätten wir ihn nicht bekommen. Es wäre nicht finanzierbar gewesen", sagte Schöne. Der frühere Delitzsch-Spieler sieht seine berufliche Zukunft aber in Leipzig und will hier eine Ausbildung absolvieren. Dafür nahm er beim Wechsel zur SG erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf. „Außerdem haben meine Frau und ich uns früher in Leipzig schon sehr wohl gefühlt", nannte Zart einen weiteren Grund für den ungewöhnlichen Wechsel.

Auch ein weiterer Neuzugang will sich in der Messestadt beruflich weiterentwickeln und kam daher an die Pleiße: Felix Randt. Er wechselte aus Freiberg nach Leipzig und soll den Weggang von Top-Torschütze Danny Trodler nach Köndringen/Teningen ausgleichen. „Wir haben eine super Truppe", sagte Randt über seine neue sportliche Heimat. Mit Mitspieler Zart seien auch die Chancen auf den Aufstieg gestiegen. Doch wohin die Reise in der neu formierten Mitteldeutschen Oberliga gehen wird, sei schwierig einzuschätzen. Es gebe zu viele Mannschaften, die man nicht wirklich kenne.

Das sieht Übungsleiter Große auch so. Doch die härtesten Konkurrenten benennt er. „HC Elbflorenz mit seiner stabilen Abwehr, Bad Blankenburg und Oebisfelde werden oben mitspielen", sagte Große. Bei einer Sache ist sich der Trainer aber schon vor dem Ligaauftakt gegen Rot-Weiß Staßfurt (19. September, 16 Uhr, Sporthalle Brüderstraße) sicher: „Ich habe noch nie eine so gute Mannschaft trainiert." Mit Zart, Randt und den anderen beiden Zugängen Jacob Fritsch und Sascha Meiner vielleicht so gut, dass mehr als Platz zwei rausspringt.

Michael Dick

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