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Krawalle in Dortmund: Dynamo Dresden drohen Strafen nach DFB-Pokalspiel

Krawalle in Dortmund: Dynamo Dresden drohen Strafen nach DFB-Pokalspiel

Schwere Ausschreitungen haben am Dienstagabend das Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden überschattet. Die Polizei bilanzierte am Tag danach 17 Verletzte, darunter zwei Polizeibeamte.

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Beim Pokalspiel gegen Dortmund am 25.10.2011 zündeten Anhänger von Dynamo Dresden Feuerwerkskörper.

Quelle: dpa

Dortmund/Dresden. Außerdem sind 15 Anhänger des Fußball-Zweitligisten Dresden festgenommen worden, es liegen bislang 17 Strafanzeigen vor. „So massive Angriffe gegen die Polizei habe ich in meiner Laufbahn als Polizeiführer von Fußballeinsätzen noch nicht erlebt“, sagte Polizei-Einsatzleiter Peter Andres. Das Spiel endete nach den Toren von Robert Lewandowski und Mario Götze 2:0 (1:0) für den deutschen Meister Dortmund.

Die Ausschreitungen haben für Dynamo Dresden außerdem ein Nachspiel. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt gegen den Zweitligisten. „Der Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen“, bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

„Das Spiel stand unter Sicherheitsaufsicht. Wir erwarten jetzt den Bericht zu den detaillierten Vorkommnissen. Dazu werden Videoaufzeichnungen ausgewertet, um mögliche Straftäter zu identifizieren“, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert am Mittwoch. Die Dresdner könnten empfindlich bestraft werden, denn ihre Anhänger gelten als Wiederholungstäter.

„Bei den Ausschreitungen handelt es sich neben dem unerlaubten Abbrennen von Pyrotechnik um massiven Vandalismus und gewaltsames Vorgehen gegen Polizeibeamte und Ordnungskräfte“, sagte Große Lefert. Es sei ein erheblicher Sachschaden im Stadionbereich entstanden. Nach Angaben des BVB belaufen sich die Kosten auf rund 15.000 Euro. So seien Verkaufsstände und Toiletten demoliert sowie über 200 Sitzschalen herausgerissen worden.

Schon vor der Partie hatten mehrere der angereisten 10.000 Dresdner Fans die Polizei auf dem Weg zum Stadion mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Sie versuchten, Absperrungen zu durchbrechen und unkontrolliert ins Stadion zu stürmen. Nur ein massives Polizeiaufgebot konnte dies verhindern. Die Beamten setzten Pfefferspray und Tränengas ein, es standen auch Wasserwerfer bereit.

Zufahrtswege zum Stadion mussten gesperrt werden, aus Sicherheitsgründen konnten beide Teams erst verspätet vorfahren. Die Partie fing mit 15 Minuten Verspätung an und musste dann dreimal (23./48./79. Minute) von Schiedsrichter Peter Gagelmann unterbrochen werden. Dresdner hatten Pyrotechnik und Böller gezündet und Nationalspieler Mario Götze bei einem Eckball mit Laserpointern attackiert.

Nach Spielende randalierten die Dynamo-Anhänger auch noch im Stadion. Erst versuchten sie, den Platz zu stürmen, dann ließen sie am Inventar ihren Frust aus.  „Das, was abseits des Platzes passiert ist, macht mich einfach nur traurig. Das Image haben wir uns damit wieder deutschlandweit versaut“, sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter. 

dpa

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