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Kreisspieler fit wie Sumoringer: SC DHfK Leipzig stemmt Gewichte für den Erfolg

Handball-Bundesliga Kreisspieler fit wie Sumoringer: SC DHfK Leipzig stemmt Gewichte für den Erfolg

Sie sind in der Liga berüchtigt, die letzten Minuten des SC DHfK im Spiel. Die Leipziger legen da mit den Kräften noch einmal zu, sind am Kreis standhaft wie Sumoringer. Verantwortlich dafür ist Athletiktrainer Hagen Pietrek.

Hagen Pietrek (rechts) mit Kreisspieler Benjamin Meschke..

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Er half bereits den Basketballern der Uni-Riesen und des MBC auf die Sprünge, hatte als Athletikcoach seinen Anteil an der dritten Olympiateilnahme von Schwimmer Stefan Herbst. Seit vergangener Saison kümmert sich Hagen Pietrek als Athletikcoach um die Kondition der DHfK-Handballer – vor allem in der gerade beendeten heißen Phase der Saisonvorbereitung war der 35-Jährige besonders gefragt.

„Im Handball gibt es viele Parallelen zum Basketball – Antritte, Sprünge, Abstoppen, schnelle Richtungswechsel. Die Spezifik ist aber: Beim Handball kracht es oben und unten. Du hast unheimlichen Verschleiß durch die maximalen Würfe. Insgesamt ist das Spiel viel körperbetonter als im Basketball“

Die athletische Komponente sei vor allem so wichtig, weil die DHfK-Männer in vielen Partien im Schnitt einen Kopf kleiner seien als ihre Gegner. „Einige Mannschaften fühlen sich uns vielleicht individuell überlegen. Da ist es umso wichtiger, wenn du 60 Minuten Vollgas geben kannst.“

Der ehemalige Leistungsschwimmer sieht seinen Schwerpunkt bei den Handballern im Bereich Stabilität und Kraft – besonderes Augenmerk legt er auf die Muskelgruppen, die im Handball vernachlässigt werden. Jede scheinbar wichtige Muskelpartie brauche starke Gegenspieler, um Dysbalancen und Verletzungen zu vermeiden.

Die Programme werden auf die verschiedenen Positionen im Spiel abgestimmt. „Ein Außenspieler muss besonders schnell und sprungkräftig sein, bei ihm ist die Belastung aber viel einseitiger als in den zentralen Positionen.“ Bei den Kreisspielern gebe es Parallelen zu den Sumoringern: „Sie brauchen viel Kraft und Stabilität, um ihre Position zu behaupten.“ Torhüter seien besonders spezifisch zu betrachten, neben den Reflexen komme es auf den ersten schnellen Schritt an.

Pietrek sieht sich als kleines Rad im Gesamtgetriebe der DHfK-Handballer. André Haber wiederum sagt: „Die Athletik ist für uns ein ganz wichtiger Punkt – hier versuchen wir viel rauszuholen. Und Hagen ist ein absoluter Fachmann. Wir befinden uns im regen Austausch. Hagen muss stets auf dem Laufenden sein, wie hoch unsere Belastung in den Spiel-Einheiten war. Ich teile ihm mit, welche Schwerpunkte ich im Kraftraum setzen würde.“

Hagen Pietrek ist begeistert, wie sich die DHfK-Handball in Leipzig zur Nummer zwei hinter RB hoch gekämpft haben, wie die Trainer zusammenarbeiten von der Jugend bis zur Männer-Bundesliga. Die Bedingungen im Kraftraum der Arena seien gut, auch wenn nicht alle Geräte hochmodern seien: „Die Atmosphäre ist etwas rustikal, aber das passt.“ Die Einstellung der Spieler zum Krafttraining sei tadellos. „Das sind alles fleißige Arbeiter, die wissen, was sie abseits des Spielfeldes tun müssen.“

Auch André Haber weiß: Die Mannschaft sieht die Arbeit im Kraftraum nicht als notwendiges Übel an. „Ich denke eher, es macht den Jungs Spaß.“ Wenn sein Team wie am Sonntag in Minden ein Spiel in den letzten 20 Minuten dreht, dann gibt das auch dem Chefcoach auch mit Blick auf die Saison-Heimpremiere gegen Hüttenberg (Anwurf am Donnerstag ist um 18.30 Uhr in der Arena) und auf das Sonntag-Match in Lemgo die Gewissheit: So schlecht kann es um unsere Kondition und Athletik nicht bestellt sein.

Von Frank Schober

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