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Kult-Trainer Ede Geyer über sein Buch „Einwürfe“, Cottbus, Dynamo und RB

Lesung in der Kuppel Kult-Trainer Ede Geyer über sein Buch „Einwürfe“, Cottbus, Dynamo und RB

Nein, er hat nicht selbst zum Stift gegriffen. Eduard Geyer, letzter Trainer der DDR-Nationalmannschaft, Mitbegründer des Cottbusser Fußball-Wunders hat sich für sein Buch "Einwürfe" fragen lassen. Am 8. Dezember spricht der Dresdner in der Kuppel der Leipziger Volkszeitung.

Eduard Geyer (l.) in der Red-Bull-Arena mit Stadionbesitzer Michael Kölmel anlässlich eines Spiels gegen Schalke. Kölmel gewährte übrigens Geyers großer Liebe Dynamo Dresden vor einigen Jahren ein Millionen-Darlehen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Nein, er hat nicht selbst zum Füllfederhalter gegriffen. Eduard Geyer, letzter Trainer der DDR-Nationalmannschaft, Mitbegründer des Cottbusser Fußball-Wunders Anfang 2000 und personifizierte Bärbeißigkeit, hat sich fragen lassen. Von Journalist Gunnar Meinhardt. Ein Streifzug durch ein bewegtes Leben. Der Interview-Band „Einwürfe“ kommt (im Osten) gut an, die Erstauflage ist vergriffen. Am 8. Dezember fährt der 71-jährige Dresdner nach Leipzig, spricht in der Kuppel der Leipziger Volkszeitung über sein Buch, Gott und die Welt. Es ist noch Suppe da (Tickets)... Wir sprachen vorab mit dem in Presse/Funk/Fernsehen nach wie vor präsenten Unruheständler.

Geyer zu seinem Buch und freudbetonten Lesungen: „Ich hatte immer wieder Buch-Anfragen, habe das ewig vor mir hergeschoben. Gunnar Meinhardts Idee, das Ganze in ein Frage-Antwort-Spiel zu packen, hat mir gefallen. Ich bin seit ein paar Wochen auf Lesereise, die Veranstaltungen sind gut besucht und machen unglaublich viel Spaß. Ich lese nicht seitenlang aus dem Buch, richte mich lieber nach dem Interesse des Publikums. Manche wollen wissen, warum ich beim letzten DDR-Auswahlspiel gegen Belgien 22 Absagen bekommen habe. Andere fragen, weshalb wir DDR-Trainer nach der Wende im Westen nicht gefragt waren. Oder was ich mit Tomislav Pilplica getan habe, als der sein Eigentor gegen Gladbach geköpft hat. Also den Pipi hätte ich schon gerne erwürgt.“

Über elf Jahre bei Energie Cottbus, kurze Entscheidungswege und ein jähes Ende: „Bei Energie wurde nicht viel palavert. Wenn was zu entscheiden war, haben sich Manager Klaus Stabach, Präsident Dieter Krein und ich zusammengesetzt und entschieden. Dass wir es von der dritten in die erste Liga geschafft und dort jahrelang gehalten haben, war phänomenal. Nach knapp elf Jahren wurde ich entlassen. Ja, das hat wehgetan.“ Cottbus spielt aktuell in der dritten Liga.

Über die Daseinsberechtigung von RB Leipzig und eine Gemeinsamkeit mit Energie: „Leipzig ist eine traditionsreiche Fußballstadt, die jahrelang nur dritt- oder viertklassigen Fußball hatte. Red Bull hat sich den richtigen Standort ausgesucht, in Dresden wäre das nicht möglich gewesen. RB macht das unter Ralf Rangnick gut – und warum sollte Dynamo davon nicht profitieren? In Leipzig wird es nicht jedes Talent zu den Profis schaffen. Für den einen oder anderen kann Dresden zu einer guten Adresse werden. Bei RB und Energie zu meiner Zeit gibt es eine Gemeinsamkeit: kurze Entscheidungswege. Da wird nix zerredet.“

Der Ur-Dynamo über die Renaissance von Dynamo Dresden: „Dynamo hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, arbeitet seriös und unaufgeregt an der wirtschaftlichen und sportlichen Front. Club-Führung, Trainer, Mannschaft – das passt. Dass die Dynamo-Fans einmalig sind, ist bekannt. Ich hoffe, wünsche und glaube, dass Dresden in die zweite Liga aufsteigt.“

Tickets für die Veranstaltung in der LVZ-Kuppel am 8. Dezember, 19 Uhr, erhalten Sie im LVZ Media Store/Höfe am Brühl, in allen Geschäftsstellen der LVZ und telefonisch unter 0800 2181 050. Ihr Anruf ist gebührenfrei. Für LVZ-Abonnenten kostet der Eintritt 5 Euro, Nichtabonnenten zahlen 7,50 Euro. Eduard Geyer: Einwürfe. Über Fußball, die Welt und das Leben in Gesprächen mit Gunnar Meinhardt. Verlag Neues Leben Berlin. 272 Seiten, 19,99 Euro.

Uwe Köster

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