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Kuscheltier-Regen beim Sieg der Icefighters Leipzig gegen Erfurt

Teddybear-Toss Kuscheltier-Regen beim Sieg der Icefighters Leipzig gegen Erfurt

Bis zur 24. Minute mussten sie am Samstagabend warten. Dann erlöste Hannes Albrecht die Fans der Icefighters Leipzig mit dem ersten Tor und hunderte Kuscheltiere flogen beim traditionellen Teddybear-Toss aufs Eis. Sportlich wurde das Heimspiel gegen die Black Dragons Erfurt am Ende eine Zitterpartie.

Svatopluk Merka von den Icefighters Leipzig inmitten der aufs Eis geworfenen Teddybären
 

Quelle: Modla

Taucha.  Den Weihnachtsbraten hatte er gerade erst verdaut, schon lag Icefighters-Coach Sven Gerike das 5:4 (0:2, 3:0, 2:2) gegen die Black Dragons Erfurt schwer im Magen. Nur mit viel Dusel fuhr der Eishockey-Oberligist vor 2021 Zuschauern in der Fexcom-Eisarena in Taucha die erwarteten drei Zähler ein. „In ein paar Wochen“, sagte Gerike trotzig, „fragt niemand mehr, wie wir den Sieg geholt haben.“ Mit 49 Punkten halten die Icefighters – bei weniger gespielten Partien – weiter Anschluss an den zweiten Platz der Oberliga Nord.

Sechs Tage nach dem 2:1 in Thüringen erwischten die Leipziger Puckjäger einen katastrophalen Start, lagen nach dem ersten Drittel mit zwei Toren zurück. „Wir haben unsere Linie nicht gefunden und waren nach der Weihnachtspause mental einfach zu langsam“, ärgerte sich Gerike. „Obwohl wir lange darüber gesprochen haben, wie wichtig es ist, hellwach ins Spiel zu gehen.“ Die Männer auf dem Eis saßen gedanklich wohl noch unterm Weihnachtsbaum.

Beim traditionellen Teddybear-Toss der Icefighters Leipzig gegen die Black Dragons Erfurt regnete es am Samstagabend Kuscheltiere aufs Eis. Mit 5:4 konnten die Gastgeber die Weihnachts-Partie für sich entscheiden. Fotos: Christian Modla

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Wende innerhalb von zwölf Minuten

Ohne Kapitän Florian Eichelkraut und den pfeilschnellen US-Import Jake Johnson – beide werden 2015 verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen – schöpften sie ihr Potenzial zumindest im zweiten Abschnitt aus: Hannes Albrecht, Denis Fominych und Svatopluk Merka sorgten binnen zwölf Minuten für die Wende. Die Laufbereitschaft war plötzlich da, der Einsatz stimmte. Der Beleg: 22:7 lautete die beeindruckende Schussbilanz im Mitteldrittel.

Als Liga-Topscorer Bradley Snetsinger in der 45. Minute auf 4:2 erhöhte, schien die Partie endgültig gekippt. Dachten die Icefighters, dachten wohl auch die begeisterten Anhänger auf den Rängen. Ein Fehlpass hier, eine Unaufmerksamkeit dort – schon hatte Erfurts 17-jähriger Angreifer David Leon Wiesnet mit einem Doppelschlag (50./54.) ausgeglichen.

„Das waren katastrophale zehn Minuten. Die Jungs haben wohl schon gedacht, das Spiel sei gelaufen“, monierte Gerike. „Wir machen Fehler, die dürfen wir uns in dieser Liga einfach nicht mehr erlauben und die müssen wir so schnell wie möglich abstellen.“ Dass es nicht noch schlimmer kam, lag an Hubert Bergers abgezockten Unterzahl-Treffer, der die Drangphase der Thüringer jäh beendete. Und so wurde es doch noch ein versöhnlicher zweiter Weihnachtsfeiertag.

3500 Euro Spenden bei Teddybear-Toss

Bereits Montagabend (19.30 Uhr) geht es bei Fass Berlin (Kategorie: Pflichtsieg) um die nächsten Zähler, am Mittwoch (20 Uhr) laufen die starken Moskitos Essen zum Jahresabschluss in Taucha auf. „Wenn wir gegen Essen wieder so eine Leistung zeigen“, sagte Sven Gerike, „dann wird für uns wenig zu holen sein.“

Eine richtig gute Nachricht gab es schließlich doch noch aus dem Eiszelt: Beim traditionellen „Teddybear-Toss“ (Teddywerfen) kamen 3500 Euro für den Leipziger Verein „Elternhilfe für krebskranke Kinder“ zusammen. Damit konnten die Icefighters die Summe aus dem Vorjahr noch einmal um 200 Euro überbieten. Die Plüschtiere flogen nach dem ersten Tor der Icefighters in der 24. Minute aufs Eis. Zuvor konnten sie die Fans für einen Euro das Stück erwerben.

Tore: 0:1 Otte (7.), 0:2 Schümann (10.), 1:2 Albrecht (24.), 2:2 Fominych (33.) 3:2 Merka (36.), 4:2 Snetsinger (45.), 4:3 Wiesnet (50.), 4:4 Wiesnet (54.), 5:4 Berger (55.)

Von Thomas Fritz

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