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L.E. Volleys: Mit ehrlicher Arbeit Meistertitel gewinnen - drei Neuzugänge vom VCO Berlin

L.E. Volleys: Mit ehrlicher Arbeit Meistertitel gewinnen - drei Neuzugänge vom VCO Berlin

Eingeschworenes Trio für Leipzigs Zweitliga-Volleyballer: Mit Wieland Oswald, Henry Glöckner und Christopher-Niels Käpernick vom Erstligisten VCO Berlin peilen die L.

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Das Team für die Saison 2011/12 v.l.: Christopher Niels Käpernick, Wieland Oswald, Jan Paul Günther, Henry Glöckner, Erik Wichert, Axel Roscher, Robert Karl, Eder Pinheiro, Alexander Schneider, Andi Klingbeil, Lyubomir Velichkov.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. E. Volleys in dieser Saison den Meistertitel an. „Erster wollen wir werden. Das ist unser Motto. Aber nicht unter dem Vorwand, aufsteigen zu wollen“, sagte Coach Steffen Busse am Donnerstagabend bei der Mannschaftspräsentation in der Kuppelhalle der LVZ.

Dass er mit dem Ziel, den Meistertitel gewinnen zu wollen, womöglich zusätzlichen Druck auf sein junges Team ausübt, glaubt Busse nicht. Zumal die Spieler, wie die drei Neuzugänge, Druck aus dem Leistungssport gewohnt seien.

Dabei kehrt mit Wieland Oswald ein bekanntes Gesicht zurück. Der Außenangreifer hat bereits in Leipzig gespielt. Grund für die Rückkehr ist zum einen seine Familie. Der 20-Jährige möchte in der Firma seines Vaters einsteigen. Zum anderen wollte er wieder zurück zu seinen Wurzeln. „Hier habe ich das Pritschen und Ballern gelernt“, sagt er mit einem Lächeln. Ziel von Oswald ist es, mit seiner Mannschaft „die Liga zu rocken und um jeden Preis zu gewinnen“. Denn wenn man schon einmal Bundesligaluft wie er geschnuppert hat, „dann möchte man es wieder erleben“.

Ebenfalls große Ziele hat Henry Glöckner. Der Libero möchte Leipzig als Sprungbrett für seine angestrebte Profikarriere nutzen, will hier vor allem viel Spielerfahrung sammeln. Daneben fängt der 20-Jährige ein Studium in Politik und Sozialwissenschaft an. Dagegen hält es Christopher-Niels Käpernick (19) vorerst ein Jahr in Leipzig. Der Außenangreifer peilt ein Stipendium in den USA an, um sich dort gezielter seiner Leidenschaft widmen zu können.

Obwohl sich der Verein nur mit Nachwuchskräften verstärkt hat, glaubt Mannschaftskapitän Jan Paul Günther an die Meisterschaft. „Das Niveau haben die jungen Spieler. Die Frage ist nur, wie schnell sie Stabilität reinkriegen.“ Auch Präsident Manfred Wiesinger ist überzeugt: „Unser Kader ist nach wie vor nicht groß. Aber wir haben ein Team mit Qualität.“

Leicht wird es in dieser Saison jedoch nicht werden, den Titel nach Leipzig zu holen. Die Konkurrenz hat zugelegt. „Die Mannschaften, die sich letzte Saison oben getummelt haben, werden genauso stark sein – wenn nicht sogar noch stärker“, glaubt Busse. Seine Arbeit sei jetzt, das Potential seiner Mannschaft auszuschöpfen. Auch Günther geht davon aus, dass „das Niveau der Liga zugenommen hat und es somit eine größere Leistungsdichte gibt“. Besonders VC Eintracht Mendig und den TSV Grafing sieht er als starke Konkurrenten im Kampf um den ersten Platz.

Dennoch: Im Falle eines Meistertitels sind die L.E. Volleys momentan nicht in der Lage, die 1. Bundesliga zu stemmen. Denn obwohl Volleyball in Leipzig lange Tradition hat, kämpft der Verein immer noch um potentielle Geldgeber. Busse ist zuversichtlich, diese auf kurz oder lang gewinnen zu können. Punkten möchte er „mit ehrlicher Arbeit“. „Wir machen genau das, was uns vorher immer vorgeworfen wurde, nicht zu machen“, erklärt der Coach. Zum einen integriere der Verein verstärkt den Nachwuchs, halte diese Spieler länger, indem man ihnen Studienplätze verschafft. Zum anderen würde die Zahl der ausländischen Spieler so gering wie möglich gehalten werden. Obendrein könne sich das Publikum mit den Spielern identifizieren.

Anne Kunze

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