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L.E. Volleys haben Meistertitel im Blick, aber finanzielle Zukunft bleibt ungewiss

L.E. Volleys haben Meistertitel im Blick, aber finanzielle Zukunft bleibt ungewiss

Sportlich auf einem Höhenflug, finanziell müssen sie weiter bangen. Die L.E. Volleys stehen vor zwei packenden Spielen zum Saisonfinale gegen die direkten Tabellennachbarn Coburg und Delitzsch, sogar der Meistertitel ist noch drin.

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Die beiden Leipziger Volleyballer Christoph Rascher (l.) und Eugen Bakumovski (M.) im Block.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Ob der Verein Anfang Mai erneut eine Lizenz für die zweite Bundesliga einreichen kann, ist allerdings noch ungewiss.

Podestplatz sicher – Meisterschaft im Visier

Spannender könnte es in diesem Jahr in der Endphase der zweiten Volleyball-Bundesliga nicht sein. Am Samstag empfangen die zweitplatzierten L.E. Volleys den Spitzenreiter VSG Coburg/Grub in der Brüderhalle. Präsident Manfred Wiesinger geht davon aus, dass jeder der knapp 1000 Zuschauerplätze ab 20 Uhr gefüllt sein wird. Allein vom Gegner haben sich mindestens 100 Fans angekündigt. Ein Zuckerschlecken wird das Spitzenspiel allerdings nicht. In Coburg gab es in der Hinrunde für die Volleys eine herbe 0:3-Klatsche. „Das wird uns nicht noch einmal passieren. Diesmal sind alle Spieler an Bord. Es wird bestimmt eine enge Angelegenheit“, sagt Trainer Steffen Busse.  

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Steffen Busse, Trainer der L.E. Volleys.

Quelle: Christian Nitsche

Bei einem Sieg der Leipziger ginge es eine Woche später bei der GSVE Delitzsch, derzeit Dritter, um die Meisterschaft. Einen Podestplatz haben die Busse-Schützlinge allerdings jetzt schon sicher. „Unser Saisonziel war Platz fünf, ich bin hoch zufrieden mit der Leistung meiner Männer. Alles was jetzt noch kommt ist Zugabe“, sagt der Coach. Und Wiesinger fügt hinzu: „Die Meisterschaft wäre eine Sensation. Wenn das klappt, weiß ich gar nicht, wie lange ich feiern soll.“

Aktueller Saison-Etat noch nicht gedeckt

Vorauszusehen war das nicht. Die Platzierungen in den vergangenen drei Jahren (Vierter, Zweiter und Dritter) waren zwar konstant gut, allerdings mussten die Leipziger Volleyballer zu Beginn der Saison einige Abgänge verkraften. Hinzu kam, dass das Team stark verjüngt wurde. Unter anderem aus finanziellen Gründen. „Wir haben unseren Etat in diesem Jahr um 20 Prozent heruntergefahren“, erklärt Wiesinger. Im November trat der Präsident während eines Heimspiels sogar vor die Fans, erklärte, dass die finanzielle Lage prekär sei. 30.000 Euro fehlten damals im 70.000 Euro Saison-Etat. „Diese Lücke ist bis heute nicht komplett gestopft“ sagt er.

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Manfred Wiesinger, Präsident der L.E. Volleys.

Quelle: Christian Nitsche

Deshalb stand die Option, in die erste Liga aufzusteigen, auch nie zur Debatte. Bisher ist ungewiss, ob der Verein überhaupt seine Lizenz für die nächste Spielzeit in der zweiten Bundesliga einreichen kann. Stichtag ist der 2. Mai. „Wir haben uns noch nicht entschieden, brauchen für die kommende Saison einen verlässlichen Etat“, erklärt Wiesinger. Der Verein lebe von der Hand in den Mund, der Vorstand ist zurzeit dabei, mit Sponsoren Gespräche zu führen. „Es gibt keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt der Präsident. Die endgültige Entscheidung fällt in den nächsten drei Wochen.

Der klamme Geldbeutel hat auch Auswirkungen auf die Personalplanungen. „Solange kein finanzieller Background da ist, können wir mit den Spielern leider keine definitiven Gespräche für die nächste Saison führen“, sagt Busse. Volleyball sei in Leipzig ein hartes Brot. „Leider wird Sport in die Stadt nicht so sehr gefördert wie zum Beispiel die Kultur“, fügt der Trainer hinzu. Er selbst will auf jeden Fall bei den L.E. Volleys bleiben.

Anne Grimm

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