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L.E. Volleys mit altem Ehrgeiz in neuer Halle

L.E. Volleys mit altem Ehrgeiz in neuer Halle

Ein Meisterstück logistischer Art ist den L.E. Volleys schon vor dem Saisonstart am Donnerstag zu attestieren. Die Herausforderung heißt: Umzug in die Ernst-Grube-Halle der Sportfakultät.

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Gemeinsam für die Volleys: Vereinspräsident Manfred Wiesinger (r.) und Trainer Steffen Busse sind mit Leidenschaft am Ball.

Leipzig. "Es sind so viele Dinge, große und kleine, zu bedenken. Netze, Wischer, Eintrittskarten, Plakate, Flyer müssen mit, nicht zu vergessen unsere Trommeln", zählt Präsident Manfred Wiesinger (45) nur ein paar Utensilien auf, während der Bankkaufmann selbst die Kisten einpackt. Das ist vorgelebter Slogan: "Wir punkten mit Gemeinschaft".

Was sonst dem Meister der letzten Zweitliga-Saison leicht von der Hand ging, der Weg vom Trainingsobjekt Leplaystraße in die benachbarte Brüderhölle zu den Punktspielen ein kurzer war (Hallen-Sanierung bis Ende 2015), stellt den Verein nun auf eine besondere Probe. Aber das gesamte Team hilft, die Feuertaufe zu bestehen. Tenor: Das spielt sich ein. Trotz des Mehraufwandes freut sich Wiesinger auf die Interims-Stätte. "Die Halle ist ein Schmuckstück Leipziger Architektur, die von uns zu den Spieltagen attraktiv gestaltet wird. Wir hoffen, dass unsere Fans und zahlreiche neue Interessenten den Einzug mit uns feiern und uns treu bleiben." 500 Zuschauer kamen durchschnittlich in der Vorjahres-Saison, jetzt könnten bis zu 1500 in der Volleyball-Arena zu Gast sein.

Gesorgt werden muss auch fürs Catering. Als Veranstalter gestatten die Volleys, dass auf den Rängen gegessen und getrunken werden darf. An den Eintrittspreisen hat sich trotz steigender Kosten (höhere Hallenmiete) nichts geändert. Das Ticket kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro (Vorverkauf 5/2,50).

Ums liebe Geld dreht sich nach wie vor (fast) alles. "Wir haben immer noch Verbindlichkeiten, es wird ein weiteres Jahr der Konsolidierung geben. Aber es läuft planmäßig und ist händelbar", erklärt Manfred Wiesinger. Die 1. Bundesliga bleibt in der Stadt mit ruhmreicher Volleyball-Tradition vorerst weiter eine Vision. "Leipzig hat Spitzenvolleyball verdient." Der Etat beläuft sich auf 70 000 Euro. Fünf große Partner helfen, den Spielbetrieb abzusichern. Noch wird ein Sponsor gesucht, der die mega großen Scheine auf den Tisch legt.

Wie gehabt, sind die Männer von Trainer Steffen Busse aus Spaß an der Sache engagiert. Lediglich ein paar hundert Euro für die gesamte Saison wandern in die Taschen der Spieler. Aufwandsentschädigung heißt das schlicht. Deshalb musste der Coach schon in der Vorbereitung öfter auf wichtiges Personal verzichten, da der eine aus der Truppe kellnerte, der andere fürs Studium büffeln musste. "Wir sind noch nicht richtig am Startblock angekommen. Es gab dafür nachvollziehbare Gründe, ich musste viel improvisieren. Aber wir werden aus der Not eine Tugend machen.Das Team an sich funktioniert", sagt der Erfolgstrainer vor dem Auftaktprogramm (morgen gegen Friedrichshafen/19 Uhr, am Sonntag gegen Dauchau/15 Uhr).

Die Leipziger Zweitliga-Champions gehen mit einem fast identischen Kader an die neue Aufgabe. Der einzige Weggang jedoch wiegt schwer. Zuspieler Ole Schwerin verließ die Volleys Richtung Dresden, dort wird unter Profibedingungen im Oberhaus schmettern, dazu passte der Studienplatz. "Wir sind nicht im Streit gegangen. Es ist eine Chance für ihn", betont Präsident Wiesinger. Die wichtige Position obliegt nunmehr Roman Metelskiy (zuletzt Außenangreifer), ihm zur Seite steht mit Sportgymnasiast Niclas Ivenz ein Eigengewächs. Der 18-Jährige hat Volleyball schon mit der Muttermilch aufgesogen, Antje Beschnitt spielte einst für die erfolgreichen SCL-Damen. "Er ist talentiert und fleißig", lobt Team-Beschleuniger Busse den jungen Mann und zugleich die Vereinsarbeit mit dem wichtigen Unterbau. "Den Nachwuchs zu entwickeln, ist nicht das leichteste Unterfangen. Aber in diesem Bereich wird bei uns gut gearbeitet."

Die ersten Einsatzzeiten hat Junior Niclas schon in der Regionalpokal-Qualifikation erhalten. Die siegreichen Volleys treten nunmehr im Finale am 12. Oktober gegen den Drittligisten Jena an (Heimspiel, Uhrzeit steht noch nicht fest). Eine neue Meisterfeier wäre logistisch garantiert zu stemmen, sportlich "wird die Titelverteidigung schwer", meint der Trainer, der mit seiner eingeschworenen Truppe noch nie schlechter als Vierter war.

Aufgebot, Außenangriff: Eugen Bakumovski (33), Sebastian Hähner (27), Jannik Kühlborn (21), Axel Roscher (37). Mittelblock: Marvin Freese (23), Jan Günther (37), Christoph Rascher (29). Zuspiel: Niclas Ivenz (18), Roman Metelskiy (25), Alexander Schneider (25). Diagonal: Hannes Müller (30), Erik Wichert (25), Christoph Helbig (30). Libero: Henry Glöckner (23).

Trainer: Steffen Busse (39), Co-Trainer: Gunter Strotzer (66). Physiotherapeut: Felix Jende (31).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2014

Kerstin Förster

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