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L.E. Volleys stehen ohne Halle da – „Das ist existenzbedrohend“

Spielstätte gesucht L.E. Volleys stehen ohne Halle da – „Das ist existenzbedrohend“

Zweitligist L.E.Volleys steht kurz vor Saisonstart ohne eigene Spielstätte da. Da die Ernst-Grube-Halle bis mindestens Ende März 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, sind Punktspiele dort unmöglich.

Die L.E. Volleys in der Ernst-Grube-Halle.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die L.E. Volleys suchen gemeinsam mit dem Sportamt nach einer Spielstätte. Favorit ist die sanierte Halle in der Leplaystraße, weist aber auch Tücken auf.

Vereinschef Manfred Wiesinger macht deutlich, dass er das Problem der Volleys nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge austragen will. "Wir können nicht immer nur sagen, dass Deutschland sich offen für alle Hilfesuchenden zeigen soll, und dann, wenn es ans Eingemachte geht, auf das eigene Wohlbefinden pochen", sagte Wiesinger.

 Kritik übt er aber an den Behörden. „Wir sind mit der Kurzfristigkeit der Entscheidungen nicht einverstanden.“ Für den Zweitligisten drängt die Zeit. Am 26. September beginnt die neue Saison. Ein Heimspiel hat das Team bereits abgegeben und gastiert beim Gegner in Friedrichshafen. Zur Dauerlösung solle das aber nicht werden.

 Derzeit kommt nur die Halle in der Leplaystraße in Frage. Der Ausweichstandort ist aber mit deutlichen Nachteilen verbunden. Die Partien können dort wegen behördlicher Auflagen nur 199 Zuschauer verfolgen, für mehr Fans ist kein Platz. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte des Stammpublikums draußen bleiben muss. Laut Wiesinger prüft der Verein, ob ein Public Viewing möglich ist.

Für die L.E. Volleys sind mit der geringeren Zuschauerzahl wirtschaftliche Einbußen verbunden. Wiesinger nimmt das Land Sachsen in die Pflicht. Die aktuelle Situation sei für den Verein existenzbedrohend. „Wir erwarten vom Land eine finanzielle Unterstützung“, so Wiesinger. Er rechnet durch die geringeren Zuschauereinnahmen und den Einnahmeverlusten im Catering mit.einem Schaden von mindestens 10.000 Euro. Der geplante Saisonetat beträgt 70.000 Euro.

 Gefährdet sei auch die mühsam aufgebaute Fan-Gemeinde, wenn die Eintrittskarten nicht reichten. Zudem müsse die Liga noch dem Umzug zustimmen. Die Signale für eine Genehmigung der Leplayhalle seien wohlwollend, trotz einer langen Problemliste. Nur ein Punkt: Die Empore ragt teilweise über die vorgeschriebenen Spielfläche.

Andere Hallen kommen für das Volleyballteam derzeit nicht in Frage. Vor allem scheide ein Umzug nach Markranstädt aus, weil dort die Hallen bereits ausgebucht seien. Auch die Arena in Leipzig komme nicht in Frage. Die große Halle sei zu teuer und der kleine Ableger scheide wegen des Deckenlichts aus, in das die Volleyballer in bestimmten Spielsituationen direkt hineinschauen würden. 

Der Zweitligist setzt nun seine Hoffnung auf ein schnelles Ende der Bauarbeiten in der Sporthalle Brüderstraße. Sie soll Anfang 2016 übergeben werden. Zumindest das Derby gegen Delitzsch mit rund 1.000 erwarteten Zuschauern könnte dann im alten Wohnzimmer der L.E. Volleys ausgetragen werden. Allerdings sei auch das nur machbar, wenn der Spieltermin 8. Januar noch einmal verlegt werde.

Leipzig, leplaystraße 51.334226 12.379659
Leipzig, leplaystraße
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