Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Land Thüringen will Carl Zeiss Jena helfen

Land Thüringen will Carl Zeiss Jena helfen

Das Land Thüringen will den finanziell angeschlagenen Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena mit einem Darlehen in Höhe von 450.000 Euro unterstützen. „Die gesamte Landesregierung hat ein großes Interesse daran, dass der FC Carl Zeiss Jena eine sichere Zukunft hat.

Voriger Artikel
Rudolf Zedi kehrt zum FC Rot-Weiß Erfurt zurück
Nächster Artikel
Van Eck verlässt Jena - Jürgen Raab neuer Coach

Erfurt. Wir sind in einer Situation, in der kurzfristig gehandelt werden muss. Es wird aber eine einmalige Aktion bleiben“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig während einer Pressekonferenz am Montag in Erfurt. Mit Hilfe des Thüringer Liquiditätsprogramms soll die Summe finanziert werden. „Im Kabinett wird am Dienstag darüber beraten. Aber ich denke, dass wir hier eine gute Lösung gefunden haben“, erklärte Machnig und fügte hinzu: „Die finanziellen Weichen müssen so gestellt werden, dass der Verein auf einer sicheren Grundlage steht.“

Sieben Jahre bekommt der Fußballverein Zeit, das Darlehen zurückzuzahlen. „Die ersten beiden Jahre werden die Zahlungen aber ausgesetzt, damit der Verein genug Zeit hat, sich darauf vorzubereiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass dieses Paket den Verein wirtschaftlich in eine gute Zukunft führen lässt“, sagte Matthias Wierlacher, der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank (TAB).

Darüber hinaus wird die Sparkasse Jena den Verein mit 150.000 Euro unterstützen. Davon sollen 50.000 Euro als Sponsorengelder und 100.000 Euro als Darlehen geleistet werden. „Ich möchte mich für die absolute Solidarität bei Stadt und Land bedanken. Besonders für die Zusagen, uns für insgesamt 600.000 Euro mit diesen Darlehen zu unterstützen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt“, sagte Jenas Vereinspräsident Hartmut Beyer.

Einer endgültigen Rettung kommen die Zusagen aber nicht gleich. „Es müssen weiterhin Sponsorengespräche geführt werden, um den gesamten Etat für die nächste Saison sicherzustellen. Wir dürfen nicht wieder in solch eine Schieflage kommen“, erklärte Beyer.

Glücklich über den wichtigen Schritt zur Rettung des Traditionsvereins ist auch die Stadt Jena. „Ich bin sehr froh, dass wir zu solch einer Lösung in kurzer Zeit und mit sehr professionellen Mitteln gekommen sind. Die Folgen eines Abstiegs wären verheerend gewesen“, sagte Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD). Allein 300 Arbeitsplätze waren in Gefahr. Zudem hätte die Stadt Jena bei einer Insolvenz des Fußballclubs auf Hohe Steuerzahlungen verzichten müssen. In der abgelaufenen Saison zahlte der FC Carl Zeiss Jena Steuern in Höhe von 1,9 Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro beliefen sich allein auf die Lohnsteuer.

Bis zum 4. Juni muss der Club beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine bislang nicht gedeckte Summe von 1,1 Millionen Euro mit neuen Sponsorengeldern, Darlehen oder Bürgschaften nachweisen. Sollte das nicht gelingen, droht der Zwangsabstieg oder sogar ein Insolvenzverfahren. Durch die Hilfe von Stadt und Land scheint der Verein jedoch die Pleite abwenden zu können.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Aktionslogo Sportlerwahl Landkreis Leipzig 2016

Kreissportbund Landkreis Leipzig, Sparkasse und Leipziger Volkszeitung suchten die besten Sportler 2016. mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.