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Leichtathletik: Sachsens Spitze ist selten daheim aktiv

Leichtathletik: Sachsens Spitze ist selten daheim aktiv

Die Leichtathletik-Landesmeisterschaften im Freistaat Sachsen avancieren bei den Männern und Frauen zum Auslaufmodell.Schon seit Jahren fehlen bei den Titelkämpfen viele Spitzenathleten.

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Raul Spank springt eher in den USA als in Sachsen.

Quelle: dpa

Leipzig. en. Am vergangenen Sonntag in Eilenburg wurde nun der Tiefpunkt erreicht. Beim kurzfristig aufgestellten Notprogramm mit nur noch neun Wettbewerben traten in vielen Disziplinen nur noch zwei bis vier Teilnehmer an.

Die gesamte sächsische Spitze fehlte auch aufgrund der Tatsache, dass sich über Monate hinweg kein Ausrichter für die Sachsenmeisterschaften gefunden hatte und Eilenburg nur kurzfristig eingesprungen war. Die Topathleten vom Dresdner SC, LAZ Leipzig, LAC Erdgas Chemnitz und LV 90 Thum waren derweil bei anderen hochkarätigen Wettkämpfen in Regensburg, Chemnitz, Dessau oder - wie DSC-Hochspringer Raul Spank - in den USA im Einsatz, die bereits länger geplant waren.

„Wir wollen 2012 wieder eine Zweitages-Meisterschaft durchführen", sagte Wolfgang Gerstmann, Geschäftsführer des Leichtathletik-Verbandes Sachsen (LVS). Der Termin am 16. und 17. Juni 2012 steht auch schon - am gleichen Wochenende wie die Deutsche Meisterschaft. Wer dann noch kommt, ist damit fraglich. Außerdem haben die sächsischen Spitzenvereine inzwischen ganz andere Pläne. Sie machen sich für die neu eingeführten Mitteldeutschen Meisterschaften von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen stark.

Die finden erstmals am 18. Juni in Dessau statt und sind national offen ausgeschrieben. Laut LVS sollen damit „leistungsstarke Konkurrenzen im Männer- und Frauenbereich, inklusive der A-Jugend, zusammengeführt werden. Ziel ist es außerdem, dass neben dem Start unserer Top-Athleten auch große Teilnehmerfelder in den einzelnen Disziplinen zusammengestellt werden können." Sollte sich die Mitteldeutsche Meisterschaft durchsetzen, dann dürften die Landesmeisterschaften auch in Sachsen keine Zukunft mehr haben. In Sachsen-Anhalt wurden sie bereits abgeschafft.

Damit wird es für die Fans der Leichtathletik in Sachsen immer schwieriger, ihre Spitzenathleten überhaupt noch einmal live im Wettkampf zu sehen. Es gibt zwar noch Topwettkämpfe wie den Thumer Werfertag am 14. September, bei dem auch Weltklasse-Sportler am Start sind. Im Vorjahr kamen hier über 2000 Zuschauer. Auch Chemnitz bot im Januar mit dem Internationalen Erdgas-Hallenmeeting einen Knaller an - bei dem die sächsischen Teilnehmer allerdings Mangelware waren.

In Leipzig konnten - dank der „Arena" im Sportforum - im Februar 2011 immerhin die deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen werden. Außerdem wurde hier ein internationales Hallenmeeting etabliert, dessen achte Auflage in diesem Jahr aber abgesagt wurde. Erklärtes Ziel der Veranstaltergemeinschaft ist es, 2012 wieder mit einem hochklassigen Meeting auf die Wettkampfbühne zurückzukehren.

In der Landeshauptstadt Dresden sind internationale Wettkämpfe bis auf den Hallen-Sprungwettbewerb im Winter schon lange Geschichte. Im Heinz-Steyer-Stadion, wo bis zur politischen Wende 1990 das „Goldene Oval" stattfand und insgesamt 13 Weltrekorde verbessert wurden, ist inzwischen im internationalen Bereich Ruhe eingekehrt.

Christian Kluge, dpa

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