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Leichtathletik-WM in Südkorea: Auch Leipziger Hürdensprinter Mathiszik scheidet aus

Leichtathletik-WM in Südkorea: Auch Leipziger Hürdensprinter Mathiszik scheidet aus

Ob diese Chance jemals wiederkommt? Dass der achte WM-Finalplatz in Daegu über 110 m Hürden mit 13,56 Sekunden weggehen würde, hatte keiner der Experten für möglich gehalten.

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Willi Mathiszik

Quelle: André Kempner

Daegu. Umso enttäuschender, dass am Montagabend (Ortszeit) in Südkorea erneut kein Deutscher zu dem erlesenen Feld gehörte. Als Letzter des Leipziger Trios verabschiedete sich Willi Mathiszik in 13,81 Sekunden auf Platz 16 im Halbfinale. Im Vorlauf hatte er noch 13,53 Sekunden erzielt.

Dennoch handelte es sich für den gebürtigen Rostocker um das beste Resultat seiner Karriere, weshalb er auch nicht traurig wirkte: „Es hat Riesenspaß gemacht, noch einmal mit den Jungs zu laufen. Ich bin stolz, zu den besten 16 der Welt und zu den besten Vier in Europa zu gehören.“ Zwei Briten vertraten den Ko-tinent im Endlauf, in dem Weltrekordler Dayron Robles (Kuba) den Chinesen Liu Xiang an der letzten Hürde noch abfing und in 13,14 Sekunden triumphierte.

Willi Mathiszik erwischte den schnelleren und schwereren Lauf mit zwei Olympiasiegern, so dass er sich für die Alles-oder-Nichts-Taktik entschied. Ob das nach dem Geschmack von Bundestrainer Idriss Gonschinska war, sei dahingestellt. Denn der 42-Jährige hatte vorher betont: „Wir reden nicht über Gegner, sondern über zehn Hürden. Über die muss Willi sauber drüber.“ Bis zum dritten Hindernis, so empfand es der Sportsoldat, rannte er den besten Lauf seiner Karriere. Doch dann kam er zu dicht an Hürde vier, touchierte zwei Hürden und riss zwei weitere um. Die Final-Chance war dahin.

Genugtuung, erstmals bester DLV-Hürdensprinter bei einer Meisterschaft zu sein, verspürte Mathiszik nicht: „Ich fand es schade, dass wir nicht zeigen konnten, dass wir zu den führenden Nationen gehören.“ Er bedauerte, dass Erik Balnuweit (LAZ Leipzig) tags zuvor um wenige Tausendstel ausgeschieden war.

Gonschinska war mit Mathisziks WM-Auftritt recht zufrieden: „Schade nur, dass ihm kein fehlerfreier Lauf gelungen ist. Auf Bahn acht im Halbfinale hätte er dazu eigentlich die Chance gehabt. Die Auslosung war günstig. In der Mitte fällt es ihm schwerer, sein Rennen zu laufen.“ Zum Hürdensprint gehöre Routine – diese hätte der 27-Jährige im Vorlauf ausgespielt. Willi sei ein verrückter Typ, nach Geburt seiner Tochter Jamilia vor gut einem Jahr sei er selbständiger geworden. „Die Hilfestellung, die ich ihm nun nicht mehr so oft geben kann, nutzt er viel intensiver“, ergänzte der Chefcoach, der die Zusammenarbeit mit den Heimtrainern Jan May in Leipzig und Peter Schörling in Rostock lobt.

Der Athlet selbst stand vor einem Dreivierteljahr fast vor dem Karriere-Ende – nicht nur wegen seiner Sitzbein-Verletzung. „Die Frage stand im Raum. Ich wollte immer zu viel, war zu verbissen. Idriss und ich waren uns einig, dass ich etwas verändern muss.“ Seit der Aussprache trainiere er wieder mit Freude. Mit Spaß geht es eben besser – nur halt noch nicht unter die Top 8 der Welt. Zwei schnelle Läufe will der Familienvater in seiner Karriere mindestens noch zeigen: Bei der Olympia-Qualifikation 2012 und dann in London im Halbfinale.

Frank Schober

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