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Leichtathletik-WM in Südkorea: Leipziger Hürdensprinter Mathiszik stürmt ins Halbfinale

Leichtathletik-WM in Südkorea: Leipziger Hürdensprinter Mathiszik stürmt ins Halbfinale

Willi Mathiszik riss schon kurz nach dem Ziel die Arme hoch. Erik Balnuweit ging durch ein Wechselbad der Gefühle, ehe sein knappes Ausscheiden feststand. Und Alexander John verschwand sofort enttäuscht in den Katakomben.

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Bei der Leichtathletik-WM in Daegu, Südkorea, zieht der Leipziger Hürdensprinter Willi Mathiszik ins Halbfinale ein.

Quelle: André Kempner

Daegu. Von dem erwartungsvoll gestarteten Leipziger Hürdensprinter-Trio erreichte nur einer das Halbfinale am Montag um 12 Uhr (MESZ).

Mit Mathiszik ist es ausgerechnet derjenige, der Ende 2009 nach Jahren der Stagnation vom LAZ nicht gehalten wurde und zum TV Wattenscheid wechselte. Dagegen mussten Balnuweit als 17. und John als 24. schon nach der ersten Runde ihre Tasche packen – beide werden im LVZ-Projekt 12-4-12 in Richtung Olympische Spiele in London gefördert.

Erst rund 20 Stunden vor ihrem Auftritt erfuhren die Hürdensprinter, dass nur 16 statt 24 Athleten ins Halbfinale einziehen. Der Grund: Von den 35 gemeldeten Läufern gaben nur 32 ihre Startkarte ab – die Vorläufe entsprachen nun einem echten Viertelfinale, in dem die Hälfte ausscheidet. „Ich mache mir darüber keine Gedanken. Das Halbfinale mit 16 statt 24 Athleten finde ich sogar besser und attraktiver“, sagte Chef-Bundestrainer Idriss Gonschinska, der das Trio in Südkorea betreut. Für seine Schützlinge bedeutete dies, dass es schon im Vorlauf voll zur Sache geht.

Damit kam der gebürtige Rostocker – mit 27 Jahren der Erfahrenste – am besten zurecht. In 13,53 Sekunden zog er als Dritter seines Laufes (fünf Tausendstel vor dem Vierten) direkt weiter, in der Addition belegte er den zwölften Platz. Alle drei DLV-Männer schätzten übrigens ihren Vorlauf als besonders schwer ein. „Das kann ich individuell sogar verstehen“, sagte Gonschinska schmunzelnd: „Bei 32 Startern und der Leistungsdichte war das Feld sehr ausgeglichen. Da gab es keinen leichten Lauf.“

Eine Hundertstel fehlte Erik Balnuweit, der mit 13,56 Sekunden das zweitbeste Saisonrennen ablieferte. „Das war gar nicht so schlecht, schließlich ist die Anspannung bei einer WM schon gigantisch. Leider musste ich auf Bahn eins laufen, in der Mitte wird man doch besser mitgezogen. Und dann habe ich leichten Gegenwind erwischt, in den ersten beiden Vorläufen war noch Rückenwind“, sagte der 22-Jährige, der eine halbe Stunde lang mit einem kleinen „q“ für qualifiziert gelistet war und sich noch Hoffnungen aufs Semifinale machen konnte.

Gonschinska klärte auf: „Wir hatten gehofft, dass ein Halbfinale mit neun Athleten ausgetragen wird, weil es in Eriks Lauf zwei zeitgleiche Dritte gab und vier Mann über die Zeitregel weiterkommen.“  Dieser Vierte wäre der Leipziger gewesen. Doch dies wurde von der Jury wieder zurückgenommen, der DLV legte keinen Einspruch ein. „Die Entscheidung ist regelkonform, wir mussten uns auch erst belesen“, so Gonschinska.

Schwer enttäuscht war Alexander John. „Mein Anspruch ist es, mich als bester deutscher Hürdensprinter zu präsentieren. Das interne Ziel lautete Finale. Da muss ich mich schon selbstkritisch hinterfragen.“ Wie so oft im Hürdensprint reichte ein Fehler, um den Lauf zu zerstören. „Ich war schon an der dritten Hürde viel zu dicht und musste abbremsen“, so der 25-Jährige. Der Chefcoach erklärte dies mit den Worten: „Wenn Alex fit ist und das Adrenalin hinzukommt, fällt es ihm schwer, sein Bewegungsmuster zu halten. Dann stimmt die Distanz zu den Hürden nicht mehr.“ Doch Gonschinska nahm den Ex-Jenaer auch in Schutz: „Durch seine Verletzung im Winter fehlen ihm die internationalen Duelle, die man einfach braucht.“ Letztlich nahm John auch zwei positive Fakten mit: Nach schwerer Saison sprang er noch spät auf den WM-Zug auf. Sogar die Olympia-Norm (13,49) hat er wie Mathiszik und Balnuweit erfüllt, wenngleich diese 2012 erneut abverlangt wird.

Frank Schober

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