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Leipzig wichtiger Bowling-Standort

Leipzig wichtiger Bowling-Standort

Im Bowl Play im Sachsen-Park laufen seit einer Woche die Deutschen Meisterschaften (DM) im Bowling. 378 Spieler und Spielerinnen zwischen 25 und 70 Jahren treten in den Kategorien Einzel, Doppel und Mixed an.

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Es geht rund: Die Leipziger Bowler Markus Günther, Anja Merzdorf, Jana und Matthias Scheinert, Peggy Görlitz, Monika Götze, Franziska sowie Frank Schilling (v.l.) hoch motiviert beim DM-Heimspiel.

Quelle: Christian Nitsche

Auch Leipziger Starter von den L.E. Little Rollers sind dabei.

Jana Scheinert hält ihre rechte Hand über den Lüfter. Viele Sekunden vergehen. In der linken Hand liegt der Bowlingball. Ihre Konzentration gilt nur dem einen Pin, der im zweiten Wurf noch abzuräumen ist. Ein Spare! Immerhin. Aber die Spielerin der L.E. Little Rollers geht sofort zu ihrem Smartphone und gibt ihr Wurfbild in eine Bowling-App ein. "Das kann ich mir dann im Training anschauen und vielleicht etwas an meiner Technik ändern", erklärt die 33-jährige Leipzigerin. Sie hat mit ihrem Mann Matthias bereits den Mixed-Wettbewerb absolviert. Dort haben die beiden den 20. Platz geholt. "Wir waren die Besten aus Sachsen", sagte Außendienstmitarbeiterin Jana Scheinert ein bisschen stolz. Doch der Verbandsleiter aus Sachsen, Rainer Schuricht, zeigte sich gegen Ende der Woche noch nicht so glücklich mit den Leistungen der Teilnehmer aus dem Freistaat: "Im Doppel und im Mixed haben unsere Spieler im Rahmen ihrer Möglichkeiten gespielt. Da waren wir bisher gastfreundlich", schmunzelt er. Seine Hoffnungen ruhen auf dem Einzel-Wettbewerb und auf Monika Götze aus Dresden.

Die 51-Jährige, die ab nächster Saison für die L.E. Little Rollers die Pins umwirft, lag nach der ersten Vorrunde in ihrer Gruppe auf Platz drei, von 28 Spielerinnen. "Es sieht gut aus für die Zwischenrunde", sagte die Zahntechnikerin zu ihrem erklärten Ziel. Und ein erfolgreiches Abschneiden jetzt bei der DM käme ihr gelegen. Denn im September wird sie ihrem Mann eine Niere spenden. Danach folgte ein Jahr ohne Bowling. Aber den ersten Spieltag wird sie für die neue Truppe im September noch mitmachen können. "Wir haben es extra so gelegt, dass die OP danach ist."

Der Kontakt nach Leipzig kam in der Sachsenliga zustande, in der Dresden und Leipzig gegeneinander spielten. Und jetzt, da die Little Rollers die Liga nach oben in Richtung Liga zwei verlassen, wurde die Konkurrentin angeworben und hat ja gesagt: "Ganz ehrlich: Mit über 50 Jahren noch einmal auf dem Silbertablett angeboten zu bekommen, zweite Liga zu spielen, da kann man nicht nein sagen."

Und auch wenn die Sportart in Sachsen mit etwa 700 Aktiven und 10 000 Bowlern deutschlandweit nur eine Randsportart ist - sie ist in der Messestadt zu Hause: "Leipzig ist eine Hochburg, gerade bei den Damen", erklärt Rainer Schuricht und führt den gelungenen Aufstieg an. Walter Werner, vom Bundesverband der Bowler, erklärt: "Die Deutschen Meisterschaften der Junioren waren hier, die der Senioren auch und 2015 findet die Jugend-EM statt. Das zeigt, wie wichtig der Standort ist."

Die Spielerinnen der L.E. Little Rollers suchen derweil weiter Sponsoren. "Für das Abenteuer zweite Liga", wie es Peggy Görlitz (37) sagt. "Aber das ist schwer, wenn man von vielen als Kneipensport betrachtet wird."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2013

Stefan Schröter

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