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Leipzig will 2015 mit sportlichen Highlights punkten

Leipzig will 2015 mit sportlichen Highlights punkten

Fußball-Länderspiel, Hallenhockey-WM, Kanuslalom-EM, eine Leichtathletik-Großveranstaltung: Leipzig will vor allem 2015 Ausrichter sportlicher Highlights punkten.

Leipzig. Dies erklärte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) diese Woche vor Pressevertretern.

"Wir bilden in Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier für Leipzig eine AG Sport, die sich dieser Tage das erste Mal trifft." Neben der bereits an Leipzig vergebenen Hallenhockey-WM solle es 2015 jeden Monat einen sportlichen Höhepunkt in der Stadt geben.

In erster Linie denkt Heiko Rosenthal an ein Fußball-Länderspiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft, die zuletzt im Juni 2012 im Vorfeld der Europameisterschaft in der Red-Bull-Arena gastierte und Israel 2:0 besiegte. "Wir befinden uns 2015 ohnehin in dem zeitlichen Raster, wieder mit einem Länderspiel rechnen zu können." Zudem gebe es eine Anfrage für die Austragung der Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf 2015 sowie im Fechten 2017. Die Stadtverwaltung bleibe auch dran, Leipzig mit der Arena wie bereits in der Vergangenheit als Länderspielort für Handball, Basketball und Volleyball ins Gespräch zu bringen. Die Neuseenclassics von Zwenkau in die Großstadt zu holen, hält der Bürgermeister für "denkbar". Nach der vergeblichen Bewerbung für das Deutsche Turnfest, das zuletzt 2002 an der Pleiße gastierte, stellt Rosenthal einen neuen Anlauf für 2021 in Aussicht.

Bereits seit einigen Jahren verfolge die Stadt das Ziel, vor allem in ihren Schwerpunktsportarten attraktive internationale Großveranstaltungen zu bekommen. Dies funktioniere in Kooperation mit der Stadt Markleeberg und dem dortigen Kanupark besonders gut. Schwieriger gestaltet sich die Sache aufgrund der Infrastruktur im Kanurennsport, Rudern, Schwimmen oder Wasserspringen.

Gescheitert war zuletzt auch der Versuch, ein Europacup-Turnier der Judoka mit anschließendem Trainingslager in die Arena zu holen. Letztlich entschied sich der Deutsche Judo-Bund (DJB) für Sindelfingen. Rosenthal zeigt sich von dieser Entscheidung enttäuscht: "Wir sind mit dem DJB im Clinch, denn wir hatten bereits eine Zusage. Im Gespräch an meinem Tisch ist die eine oder andere zusätzliche Forderung aufgemacht worden."

Die Judo-Vertreter hätten es als Zumutung angesehen, dass Leipzig/Halle der Zielflughafen für die Teilnehmer ist. "Dies sollte Berlin sein. Die Stadt Leipzig sollte den Transfer der Teilnehmer organisieren und finanzieren. Den ICE empfand man als nicht zumutbar. Alles hat aber seine Grenzen, immerhin handelt es sich um ein B-Turnier", sagt der Beigeordnete. Die Stadt hatte einen Zuschuss von 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt. "Das ist nicht zu knapp", so Rosenthal. Vertreter der Judo-Verbände hatten den Vertretern der Stadt zu wenig Flexibilität bescheinigt. Die Wahrheit liegt oft in der Mitte...

Fakt ist: Der Kampf um sportliche Highlights scheitert oft an den Finanzen. So fließe laut Rosenthal beim Düsseldorfer Judo-Grand-Prix eine Summe aus NRW-Mitteln von 200.000 Euro an den Weltverband - in Sachsen undenkbar. Ähnliches habe man auch gespürt, als die Leichtathletik-Hallen-EM nach Paris und Prag statt in die Arena ging. "Wir werden uns weiter bewerben. Ich bleibe dabei: Die Arena ist dafür nicht zu klein." Rosenthal ist guten Mutes, die Hallen-DM ab 2014 nicht mehr im Drei- sondern im Zwei-Jahres-Rhythmus nach Leipzig zu holen. Auch das internationale Meeting L.E. Athletics solle nach mehrjähriger Pause wiederbelebt werden. 2015 könnte es heißen "Leipzig fliegt". Dies sei ein Arbeitstitel. Eine derartige Veranstaltung der Stabhochspringer erfreut sich am Brandenburger Tor bereits großer Beliebtheit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

Schober, Frank

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