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Leipziger Alexander John erstmals deutscher Hürden-Meister - Silber für Eric Balnuweit

Leipziger Alexander John erstmals deutscher Hürden-Meister - Silber für Eric Balnuweit

Bis Sonntag lag er nur an Position sechs der deutschen Jahresbestenliste. Dies hinderte LAZ-Hürdensprinter Alexander John nicht daran, in souveräner Manier seinen ersten Meistertitel bei den Männern zu erringen.

Karlsruhe/Leipzig. In Karlsruhe gewann der 23-Jährige über 60 m Hürden in 7,68 s. Den Leipziger Doppelsieg machte Klubkollege Erik Balnuweit in 7,73 s perfekt. Damit stand in dieser Disziplin zum sechsten Mal in Folge ein LAZ-Mann auf dem obersten Treppchen. Die Medaillen überreichte Bürgermeister Heiko Rosenthal, der sich über die Vergabe der Hallen-DM 2011 nach Leipzig freut.

Heim- und Bundestrainer Idriss Gonschinska hatte nach den durchwachsenen Auftritten seiner Männer in den vergangenen Wochen stets die Ruhe bewahrt und auf Karlsruhe verwiesen. Und tatsächlich stimmte der Formaufbau: Bei Alexander John platzte im Vorlauf der Knoten. Mit persönlicher Bestzeit (7,65 s) zog er als Schnellster ins Finale ein und erfüllte auf die Hundertstel die Norm für die Hallen-WM Mitte März in Doha. Eigentlich waren die Welttitelkämpfe kein Thema für ihn. Doch gestern wurde er von Gonschinska vorgeschlagen, die Nominierung dürfte Formsache sein. "Wir haben heute festgestellt, dass ich sogar noch schneller laufen kann", sagte der Meister: "Leider habe ich die zweite Hürde wegrasiert. Da dachte ich schon: ,Das war's dann wohl.' Aber ich habe den Lauf noch gut über die Bühne gebracht. Mein erster Titel ist natürlich ein spezieller Moment." Gegenüber den Vorwochen steigerte sich der gebürtige Thüringer vor allem im Startverhalten enorm. Für Doha rechnet er sich eine kleine Finalchance aus, "wenn alles passt und ich unter 7,60 Sekunden bleibe".

Nach Bundeswehr-Grundausbildung im Herbst, Achillessehnen-Verletzung im Dezember und einer Lebensmittelvergiftung zuletzt war Titelverteidiger Erik Balnuweit happy über Silber: "Irgendwie schaffen es in den vergangenen Jahren immer zwei Leipziger nach vorne, das ist gut so. Nur meine Zeit stört mich ein wenig. Aber ich laufe am Freitag noch einmal in Frankreich, dann will ich die 7,70 unterbieten." Gonschinska lobte den 21-Jährigen: "Er ist noch so jung und hat erneut bewiesen, dass er ein Meisterschaftsläufer ist." Der Ex-Geraer hat in der Halle bereits einmal Gold und zweimal Silber auf seinem Konto.

Gonschinska hatte als Bundestrainer auch über die Frauen Grund zur Freude: Carolin Nytra sprintete sich auf Rang drei der Jahresweltbestenliste (7,89 s), zwei Frauen schafften die WM-Norm und sein Leipziger Schützling Cindy Roleder rannte als Vierte erneut Bestzeit (8,12 s), wobei sich die 20-Jährige ein Extra-Lob ver- diente: Nach einem schweren Trainingssturz bestritt sie die gesamte Hallensaison mit einem schmerzhaften Haarriss im Oberarm. Zudem stellte sie erst vor wenigen Wochen den Abschnitt zur ersten Hürde von acht auf sieben Schritte um.

Über 1500 Meter überraschte Max Betsch (LAZ) mit Platz fünf. Der 20-Jährige, der als Ranglisten-Zwölfter angereist war, hatte gut 24 Stunden vorher in 3:51,16 min eine neue Bestzeit markiert, die er im Finale nur knapp verfehlte.

Peter Sack hatte seinen Start in die Hallensaison nach einigen kleineren Verletzungen erst mehrfach verschoben und dann ganz abgesagt. So musste er tatenlos im Internet verfolgen, wie sich Ralf Bartels und David Storl ein Duell auf höchstem Niveau lieferten, das der WM-Dritte aus Neubrandenburg mit 21,03 m gegen den Newcomer aus Chemnitz (20,77 m) gewann. Bartels stieß sechs Mal über 20,44 m, Storl gelang dies bei einem ungültigen Stoß fünf Mal. Damit steht Peter Sack mit Blick auf den Sommer vor einer großen Herausforderung.

Frank Schober

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