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Leipziger Boxerin Atanassow: „Ich werde bis zum Äußersten kämpfen“

Fight in Dessau Leipziger Boxerin Atanassow: „Ich werde bis zum Äußersten kämpfen“

Die Leipziger Boxerin Sandra Atanassow steht vor dem größten Fight ihrer Karriere. Am Samstag tritt die Leipzigerin im Dessauer Glaspalast gegen die Ungarin Marianna Gulyas an.

Die Leipziger Boxerin Sandra Atanassow

Quelle: privat

Leipzig. Vor einigen Jahren tanzte sie noch regelmäßig. Sandra Atanassow war begeisterte Jazz- und Modern-Dancerin, beinahe täglich trainierte sie. Am späten Sonnabend wird die gebürtige Leipzigerin dagegen Acht-Unzen-Handschuhe überstreifen und in den Ring im Dessauer Glaspalast steigen, um ihre Gegnerin - die Ungarin Marianna Gulyas – nach Möglichkeit auf die Matte zu schicken. „Ich werde bis zum Äußersten kämpfen", sagt Atanassow, "bevor ich aufgebe, muss schon einiges passieren.“

In ihrer bisherigen Karriere erlitt die Federgewichtlerin nämlich noch keinen K.o. 2004 kam sie über einen Freund zum Boxen, nachdem ihr das Tanzen nicht mehr die sportliche Erfüllung gab. Schnell fing sie Feuer für die Schlagsportart und erkämpfte sich im Amateurbereich unter anderem Gold bei den internationalen Woman Boxing Days sowie Silber im Länderkampf gegen Russland und Irland. Sie boxte für die deutsche Nationalmannschaft, bevor sie sich für die Profilaufbahn entschied.

Ihre ersten beiden Kämpfe gestaltete Atanassow erfolgreich, gegen die Lettin Jekaterina Lecko gewann sie nach technischem K.o., gegen die Tschechin Petra Castkova nach Punkten. Doch der Wettstreit mit Marianna Gulyas wird ein neues Level für die Federgewichtlerin. Erstmals kann sie Weltranglistenpunkte erringen und damit im Ranking - derzeit steht sie auf Rang 64 - einige Plätze gut machen. Auch die Gegnerin, die schon 34 Profikämpfe bestritten hat, ist ein anderes Kaliber. Man müsse erstmal 34 Kämpfe schaffen, sagt Sandra Atanassow. Die Zuschauerkulisse, bis zu 1500 Fans passen in den Glaspalast in der Junkersstraße, wird für sie ebenfalls eine neue Erfahrung.

Besonders vorbereitet auf die Rivalin, etwa durch ein Videostudium, hat sie sich jedoch nicht. „Ich konzentrier mich auf mein Stil und nicht auf die Boxart meiner Gegnerin“, sagt Atanassow. Sie erwartet einen engen Fight, der wohl über die volle Distanz von sechs Runden gehen wird. Die nötige Ausdauer dafür habe sie.

Vorbereitet hat sich die attraktive Faustkämpferin unter anderem mit dem Team vom legendären Boxstall Wilfried Sauerland in Berlin, unter der Leitung von Trainer Georg Bramowski. Mit 31 Jahren sieht sie sich auch noch nicht zu alt für eine länger andauernde, schlagkräftige Karriere. „Es gibt Profis, die über 40 sind“, sagt Sandra Atanassow, „und ich fühle mich derzeit so fit wie noch nie.“

Die Dessauer Boxnacht findet diesmal unter dem Motto „Back to the Roots“ statt. Einlass ist ab 17.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Veranstalter ist der PSV 90 Dessau in Kooperation mit dem Sportamt Dessau-Roßlau. In den Ring steigen Profis und Amateure. Mit dabei sind unter anderem Mathias Zemski aus Rohndorf, Deutscher und Internationaler Meister im Halbmittelgewicht sowie Lokalmatador Pascal Wendler im Kickboxen.

Christian Dittmar

www.dessauer-boxnacht.de

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