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Leipziger Boxerin Sandra Atanassow kämpft um deutschen Meistertitel

Internationale Deutsche Meisterschaft Leipziger Boxerin Sandra Atanassow kämpft um deutschen Meistertitel

Am Samstag kämpft die Profiboxerin Sandra Atanassow aus Leipzig um den internationalen deutschen Meistertitel im Federgewicht. Dabei trifft sie auf die Polin Karina Kopinska.

Profiboxerin Sandra Atanassow

Quelle: privat

Leipzig. In keinem ihrer Kämpfe als Amateur- und Profiboxerin wurde Sandra Atanassow jemals ausgenockt. „Das möchte ich auch nie erleben“, sagt die Leipzigerin mit fester Stimme. Wenn diese Serie am heutigen Samstagabend noch Bestand hat, dann stehen die Chancen gut, dass sich die 32 Jahre alte Federgewichtlerin zur internationalen deutschen Meisterin gekrönt haben wird.

In einem auf zehn Runden angesetzten Fight bekommt sie es mit Karina Kopinska (27) aus Polen zu tun. „Langsam steigt die Anspannung“, sagt Atanassow. „Wenn ich daran denke, dass ich meinen ersten Gürtel holen könnte, bekomme ich richtige Gänsehaut.“

Beobachter erwarten ein ausgeglichenes Duell: Atanassow liegt in der Weltrangliste auf Platz 35, also nur drei Plätze vor ihrer Kontrahentin. „Ich habe mich im Vorfeld ganz auf mich konzentriert, ich will meinen Stil durchsetzen“, betont die 1,68 Meter große Linksauslegerin, die alle ihre vier Profikämpfe gewann, davon zwei vorzeitig durch Technischen K.o.

In den letzten Wochen stand drei- bis viermal in der Woche Sparring im heimischen Boxring Atlas oder im Olympiastützpunkt auf dem Programm. So wollte sich die dreifache deutsche Amateur-Vizemeisterin die nötige Härte für den Zehn-Runden-Fight holen. Denn sie hat vor der Distanz, über die sie erstmals gehen könnte, enormen Respekt und bezeichnete es als „große Herausforderung“ dabei stets 100 Prozent konzentriert zu sein. Hinzu kamen Intervallläufe, Joggen und Athletiktraining.

Zu ihrer 40-Stunden-Woche als Systemadministratorin beim MDR addierten sich locker 20 Stunden Training oben drauf. Hin und wieder klingelte schon um fünf der Wecker, zum Abendbrot lag manchmal nur ein Apfel auf dem Teller. Alles für den großen Traum vom Titel.

Zur 3. Dettenheimer Boxnacht – in dem Ort bei Karlsruhe gewann die sympathische Athletin mit den hell-braun gefärbten Haaren ihr Profi-Debüt – werden sie Trainer Torsten Müller, ihre Mutter sowie einige Freunde begleiten. Wer als Betreuer in der Ecke steht, ist noch offen. Bis zu 2000 Zuschauer werden dabei sein, wenn Atanassow gegen 22 Uhr zu den Klängen von „No easy way out“ aus Rocky IV in die Halle schreitet. „Das wird sicher wahnsinnig aufregend und ich freue mich riesig drauf“, sagt die Leipzigerin vor ihrem wahrscheinlich wichtigsten Kampf. „Some things are worth fighting for“, heißt es im Einlaufsong. Für manche Dinge lohnt es sich, zu kämpfen.

Thomas Fritz

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