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Leipziger Degenfechter Jörg Fiedler gewinnt Gold bei Europameisterschaften

Leipziger Degenfechter Jörg Fiedler gewinnt Gold bei Europameisterschaften

Kein Urschrei quer durch die Halle, kein überschäumender Freudenausbruch - Jörg Fiedler genoss seinen großen Fecht-Triumph still und mit einer innigen Umarmung von Bundestrainer Didier Ollagno.

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Degen-Fechter Jörg Fiedler holt Gold bei der Fecht-EM in Sheffield.

Quelle: Christian Nitsche

Sheffield. Mit dem Gewinn des Europameistertitels belohnte sich der Degenfechter aus Leipzig nach langen Jahren des Wartens mit der ersten Einzelmedaille bei einem internationalen Topereignis. Und die war gleich aus Gold. Denn auch der niederländische Olympia-Achte Bas Verwijlen konnte den Sturmlauf des 33-Jährigen über die Planchen der nordenglischen Industriestadt Sheffield bei Fiedlers Triumph mit 15:14 Treffern nicht stoppen.

„Platz fünf bis acht waren das Minimalziel. Jetzt nehme ich alles mit“, hatte Fiedler schon vor dem mit 15:12 gewonnenen Gefecht um den Finaleinzug gegen den Polen Tomasz Motyka, der Italiens Olympiasieger Matteo Tagliarol aus dem Wettbewerb warf, enormes Selbstvertrauen präsentiert.

Vor Motyka schaltete Fiedler unter den besten 32 Frankreichs Titelverteidiger Jean-Michel Lucenay (15:9), anschließend dessen Landsmann Yannick Borel (15:13) und im Viertelfinale den Ungarn Peter Somfai (15:11) aus. Schon damit war der Linkshänder großer Lichtblick des deutschen Teams, das am Freitag ansonsten reihenweise vorzeitige Ausfälle mit Damenflorett und Herrendegen zu verkraften hatte.

Beste des Florett-Quartetts beim Titelgewinn der italienischen Weltmeisterin Elisa di Francisca war die Tauberbischofsheimerin Carolin Golubytskyi. Die deutsche Meisterin schied unter den besten 16 mit 9:15 gegen die Ungarin Aida Mohamed aus. Katja Wächter (Tauberbischofsheim/25.), Martina Zacke aus Berlin (27.) und Anja Schache (Tauberbischofsheim) als 33. entlockten Sportdirektor Manfred Kaspar mit ihrem Abschneiden eine diplomatisch-zurückhaltende Einschätzung: „Wir können es uns schönreden und sagen, dass die Mannschaftsentscheidung am Montag im Vordergrund steht.“ Die ist im Kampf um das Olympia-Ticket eindeutig wichtiger.

Disziplin-Bundestrainer Lajos Somodi sprach ein dezentes Machtwort: „Heute können sie ein bisschen heulen, morgen möchte ich vom Einzel nichts mehr hören.“ Das wird der WM-Fünfte Martin Schmitt (Tauberbischofsheim) ebenfalls so halten: Für ihn war nach seinem Top-Resultat bei der WM 2010 in Paris (Fünfter) schon unter den besten 64 Degenfechtern Schluss.

Auch Sven Schmid, Europameister von Plowdiw 2009, erwischte es in dieser Runde: Im deutschen Duell der 33-Jährigen unterlag er seinem früheren Tauberbischofsheimer Kollegen Fiedler mit 9:10. Schmitt belegte Rang 39, Schmid wurde an Position 43 eingereiht, EM-Neuling Stephan Rein (Heidenheim) verlor unter den besten 32 gegen Spaniens Olympia-Dritten Jose Luis Abajo 10:15 und durfte mit Platz 23 zufrieden sein.

Nach dem medaillenlosen Auftakt am Donnerstag, als die Herren um den viermaligen Weltmeister Peter Joppich mit dem Florett und die Damen mit dem Säbel an Edelmetall vorbeizielten, ruhen die weiteren Hoffnungen des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) zum Abschluss der Einzeldisziplinen an diesem Samstag auf dem Degen-Duo Britta Heidemann/Imke Duplitzer und Nicolas Limbach mit dem Säbel.

dpa

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