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Leipziger Finswimmer und Kanute bei den World Games in Cali

Leipziger Finswimmer und Kanute bei den World Games in Cali

Wenige Tage nach den Studenten-Weltspielen in Kasan folgen nun die Spiele der nichtolympischen Sportarten in Cali. Vom 25. Juli bis 4. August gehen 3300 Athleten aus rund 90 Nationen in Kolumbien an den Start.

Unter den 139 deutschen Teilnehmern befinden sich die Leipziger Finswimmerinnen Sandra Pilz und Patricia Vogel (SC DHfK) sowie im Kanu-Marathon Maximilian Müller (SG LVB).

Das klingt nach elf Tagen Party mit ein wenig Wettkampf. Doch weit gefehlt. Gerade die deutschen Flossenschwimmer haben ein gewaltiges Programm vor sich und können lediglich ein paar Tage World Games genießen. Was zum einen am Geld liegt. Denn der auf Sparsamkeit bedachte Deutsche Olympische Sportbund, der in 21 der 31 Sportarten in Cali vertreten ist, bezahlt lediglich die Entsendungskosten und die reinen Wettkampftage vor Ort. "Wir sind froh, dass wir über unseren Verband VDST noch zwei Tage Anpassungszeit finanziert bekommen", sagt Bundestrainer Lutz Riemann aus Leipzig.

Neben den sieben Stunden Zeitverschiebung, die im Profisport eigentlich sieben Tage Anpassung verlangen, fordert das tropische Klima in Südamerika seinen Tribut. Nicht zuletzt liegt die Zwei-Millionen-Stadt gut 1000 Meter über dem Meeresspiegel, was die sechs Athleten vom Leipziger Stützpunkt zu einer besonderen Vorbereitung veranlasste: In den vergangenen Wochen waren sie Stammgäste im Höhenraum der Medica-Klinik. Neben den Finanzen gibt noch einen zweiten wichtigen Grund für den kurzen Aufenthalt in Cali: Anfang August steigt mit den Weltmeisterschaften in Kasan bereits der nächste internationale Knaller für die "Flossis". Dann muss innerhalb weniger Tage die Rückanpassung an die hiesige Zeitzone gelingen.

"Wir haben versucht, nichts dem Zufall zu überlassen. Das betrifft neben dem Höhentraining auch das Material. Flossen und Schwimmanzüge müssen individuell abgestimmt sein, um das Maximum herauszuholen", unterstreicht Lutz Riemann, der gegenüber drei Startern in Taiwan 2009 diesmal die doppelte Anzahl der Sportler betreuen darf. Die Einladungen für zwölf Starter je Disziplin erfolgte vor allem aufgrund der Ergebnisse bei der WM 2011, wo Sandra Pilz ihr Ticket löste. Aufgrund ihrer starken Auftritte in den letzten eineinhalb Jahren durfte Patricia Vogel in diesem Frühjahr nachrücken.

Eigentlich wollte Sandra Pilz 2011 ihre Karriere ausklingen lassen. Doch die persönliche Einladung zu den World Games war für die zweifache Europameisterin ein Grund, im Herbst 2012 wieder anzufangen. "Lutz und ich waren uns schnell einig, dass wir es noch einmal richtig anpacken. Eine Mini-Vorbereitung kam für uns nicht in Frage. Und den Startplatz zurückgeben wollten wir erst recht nicht", sagt die 33-Jährige, die sich noch bestens an die Top-Stimmung in Taiwan erinnert. Dort durfte sie an der Abschlussfeier teilnehmen, diesmal an der Eröffnungszeremonie.

Vom Leipziger Bundesstützpunkt Finswimming starten außerdem in Cali: Jens Peter Ostrowsky, Max Lauschus (beide Rostock), Christoph Oefner (Pößneck), Jan Malkowski (Berlin).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2013

Frank Schober

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