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Leipziger Icefighters wollen Zelthalle auf der Alten Messe errichten – Bau im August geplant

Leipziger Icefighters wollen Zelthalle auf der Alten Messe errichten – Bau im August geplant

Die Zeit drängt: Die Icefighters Leipzig wollen im September mit der Vorbereitung auf die neue Saison in der Eishockey-Oberliga Ost beginnen. Bis dahin braucht der Verein eine neue Eishalle.

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Auf der Alten Messe in Leipzig wollen die Icefighters eine Zelthalle errichten. Der genaue Standort ist jedoch noch unklar.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Zwar ist weiter unklar, wo der seit Monaten geplante Neubau genau stehen soll und vor allem, wer das alles bezahlen könnte. Bereits ab 20. August sollen jedoch die Aufbauarbeiten beginnen – für eine Zelthalle auf der Alten Messe als Interimslösung.

„Wir müssen uns bis zum 15. August für einen Standort entscheiden“, sagte André Krüll, Geschäftsführer der Icefighters Projekt UG, am Donnerstag gegenüber LVZ-Online. Derzeit suche man gemeinsam mit der für das Gelände verantwortlichen Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG) nach einem geeigneten Grundstück auf der Alten Messe. „Da gibt es Einiges zu bedenken: Die technischen Anschlüsse müssen vorhanden und die Fläche eben sein. Und ausreichend Platz muss vorhanden sein.“ Das Angebot des aktuellen Kohlrabizirkus-Betreibers, auf dem dortigen Areal heimisch zu werden, könne man daher wahrscheinlich nicht annehmen. „Im Grunde ist der dort zur Verfügung stehende Platz zu schmal für uns“, so Krüll.

Zelthalle soll maximal 1800 Zuschauern Platz bieten

Die Icefighters-Verantwortlichen wollen für eine Übergangszeit von zwei Jahren eine Zelthalle errichten. Bis dahin, so hoffen sie, lassen sich die nach wie vor bestehenden Pläne zum Bau einer Eishalle durch einen externen Investor verwirklichen. „Die Zelthalle wird im Gegensatz zur Tragluftvariante nicht aufgeblasen. Die Wände bestehen aus Platten. Von außen ist sie von einer normalen Halle nicht zu unterscheiden“, erklärt Krüll. Genutzt werden solche Konstruktionen beispielsweise auch auf Flughäfen. In Sachen Kabinen und Sanitäranlagen haben sich die Icefighters für eine Containerlösung entschieden. Tribünen soll es einmal mehr in Gerüstform geben. „Das ist in Leipzig ja schon Tradition.“ Maximal 1800 Zuschauer werden in dem Zelt Platz finden. „Vielleicht auch etwas weniger. Der Gerüstbauer rechnet gerade noch“, so Krüll, der von einer Gesamtbauzeit von 14 Tagen ausgeht.

Darin auch inbegriffen: der Aufbau der Eisanlage. Diese wurde in den vergangenen Wochen mit Hilfe der Fans in der Messehalle 6 abgebaut. Wegen eines geplanten Möbelhaus-Baus mussten die Icefighters nach Ende der abgelaufenen Saison ihre dortige Heimstätte räumen. „Für die Hilfe der Fans kann ich mich nur immer wieder bedanken. Das war klasse“, sagt der Icefighters-Chef. Ebenso positiv: Der bisherige Aufbau kann größtenteils weiterverwendet werden. „Ich war selbst überrascht. Es muss zwar an einigen Stellen repariert werden. Aber der Großteil des Kühlsystems und des Unterbaus war völlig in Ordnung.“ Auch die Bande könnte mit umziehen, soll aber nach Möglichkeit durch eine ebenfalls gebrauchte, aber jüngere ersetzt werden.

Icefighters hoffen auf finanzielle Hilfe der Stadt

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Eishockey in Leipzig: Die Kufencracks brauchen nach dem Auszug aus der Messehalle 6 eine neue Heimstätte.

Quelle: Christian Nitsche

Probleme bereitet den Verantwortlichen einmal mehr das liebe Geld. Rund 50.000 Euro veranschlagen sie für den Umzug der Eisanlage von der alten Messehalle 6 an den noch zu findenden Standort und die Reparatur der Anlage. Weitere 150.000 Euro werden für die Miete von Grundstück, Zelthalle, verschiedenen Containern sowie den Tribünen fällig. 200.000 Euro also, die die Icefighters so nicht haben. „Das ist korrekt“, gibt André Krüll freimütig zu. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren bereits 150.000 Euro in die Infrastruktur investiert. Welche Firma könnte da so mir nichts dir nichts weitere 200.000 Euro stemmen? Derzeit fehlen uns die dafür nötigen größeren Geldgeber.“

Der Ruf der Icefighters geht deshalb einmal mehr in Richtung Kommune. „Wir brauchen Hilfe von der Stadt, sonst wird es sehr schwierig, das zu bewältigen“, sagt Krüll. Daraus habe er auch bisher nie ein Geheimnis gemacht. Eine Zusage der öffentlichen Hand über eine wie auch immer gartete Unterstützung liegt bisher nicht vor. „Wir sind aber immer im Kontakt mit der Stadt. Unser Problem ist dort bekannt.“

Nichtsdestotrotz steht der Zeitplan. „Wir wollen zwischen dem 10. und 15. September auf heimischem Eis mit dem Training beginnen“, blickt André Krüll voraus. Bis dahin werde die Mannschaft nach Grimma oder Halle ausweichen.

Antje Henselin-Rudolph

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